Karlstadt

Bauplätze sollen in Karlstadt elektronisch verwaltet werden

Vertriebsleiter der Firma Baupilot spricht von enormer Zeitersparnis. Personal soll dadurch aber nicht gespart werden.
Der Bauplatzverkauf soll künftig in Karlstadt auf elektronischem Weg gemanagt werden. Hier ein Foto vom Karlstadter Baugebiet "Wurzgrund" vor sieben Jahren.    Foto: Amkreutz-Götz

Mit vier Gegenstimmen beauftragt der Karlstadter Stadtrat die Firma Baupilot GmbH (Maselheim) mit der Einrichtung einer Software namens "Baupilot". Dieses System dient zur "zeitgemäßen" Vermarktung von Bauplätzen, Baulücken oder auch Leerständen.  

Baupilot-Vertriebsleiter Thomas Ebeling sagte, in der Verwaltung lasse sich damit enorm Zeit sparen. Viele Nachfragen von Interessenten würden sich erübrigen, weil diese die Informationen im Internet abrufen können. Ebelings Präsentation zeigte zunächst den Stadtplan, dann den Bebauungsplan und schließlich den Bauplatz mit allen Details. Interessenten können sich beispielsweise um das Grundstück bewerben, es reservieren und sich in eine Warteliste eintragen.

Hat die Gemeinde bestimmte Vergabekriterien wie beispielsweise Anzahl der Kinder oder ehrenamtliches Engagement angesetzt, so können auch diese Angaben online ausgefüllt werden. Ebeling sprach von Transparenz bei der Flächenvergabe. Die Rangfolge auf der Bewerberliste ist allerdings nur für die Verwaltung einsehbar.

Schneider: Wie viele Leute werden eingespart?

Stadtrat Harald Schneider fragte etwas provokativ: "Wie viele Leute werden in der Bauabteilung eingespart?" Ebeling nahm ihm diese Hoffnung. Die Mitarbeiter hätten aber wieder mehr Spaß und mehr Zeit. Auch die Kommunikation mit den Bewerbern funktioniere über das System.    

Uwe Mehling wandte ein: "Aber wir haben doch eigentlich gar nichts, was wir verwalten können." Das Karlstadter Baugebiet "Wurzgrund" ist mit 190 Bewerbern auf 20 Bauplätze völlig überzeichnet. Bürgermeister Paul Kruck aber hielt ihm entgegen, in Stetten, Wiesenfeld und Karlburg gebe es Bauplätze.

Stefan Rümmer meinte, die Stadt solle ruhig neue Wege gehen. Das System sei ja auch wieder kündbar. Eugen Köhler findet es grundsätzlich angemessener, wenn Grundstücksgeschäfte im persönlichen Kontakt abgewickelt werden. Er wollte auch nicht nach diesem "Verkaufsgespräch" in derselben Sitzung über den Auftrag abstimmen.

Die Anschaffung der Software kostet samt Mitarbeiterschulung knapp 1800 Euro. Jährlich sind dann rund 5200 Euro für die Lizenz, Pflege und Support zu zahlen.

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