HELMSTADT

Bedenken gegen Schülerinformationssystem

Die überörtliche Prüfung der Jahresrechnung 2016 durch die Staatliche Rechnungsprüfungsstelle Würzburg ergab, dass die finanziellen Verhältnisse des Schulverbands Helmstadt 2016 in Ordnung sind. Kassenkredite mussten nicht in Anspruch genommen werden, alle freien Geldmittel konnten angelegt werden und alle geprüften Arbeiten waren zuverlässig und ordentlich erledigt worden. Der Vorsitzende Heiko Menig nannte dieses Ergebnis eine „tolle Geschichte“ und lobte Kämmerer Ralf Büttner und die Mitarbeiter der VG Helmstadt für das Erreichte.

Die örtliche Prüfung der Jahresrechnung 2016 durch den Rechnungsprüfungsausschuss der Schulverbandsversammlung ergab ebenfalls keine Beanstandungen. Der schuldenfreie Gesamthaushalt lag im Jahr 2016 bei 1 096 367 Euro. Die Schulverbandsversammlung entlastete die Jahresrechnung einstimmig.

Haushaltssatzung 2018 einstimmig beschlossen

Kämmerer Ralf Büttner stellte kurz den Entwurf der Haushaltssatzung des Schulverbands für 2018 vor. Die Schulverbandsversammlung beschloss die Satzung einstimmig.

Der Gesamthaushalt liegt 2018 bei 969 988 Euro (2017: 1 006 912 Euro). Die Differenz zu 2017 kommt vor allem dadurch zustande, dass die Turnhallenmiete aufgrund der Sanierungsmaßnahmen fortgefallen ist. Außerdem wurden für die Sanierungszeit erhöhte Mietkosten für eventuell anzumietende Räumlichkeiten im Haushalt eingeplant. Schulden müssen weiterhin nicht aufgenommen werden.

Die Umlagensumme im Verwaltungshaushalt liegt 2018 bei 758 888 Euro, was bei 270 Schülern 2811 Euro pro Kopf ausmacht.

Im Vermögenshaushalt sind Investitionen in Höhe von 20 000 Euro geplant, die vollständig aus Rücklagen gedeckt werden können. Geplant sind 3000 Euro für Arbeitsgeräte und Maschinen für den Hausmeister, 15 000 Euro für die Schulausstattung und 2000 Euro für Instrumente für die Jugendsozialarbeit.

Neuer Bulldog, falls erforderlich

Der Finanzplan 2017-2021 wurde ebenfalls einstimmig verabschiedet. Dieser plant neben den „normalen“ Investitionen im Jahr 2020 die Anschaffung eines neuen Bulldogs ein, sofern erforderlich. Der alte Bulldog ist bereits zehn Jahre alt.

Der Stellenplan für 2018 hat sich nur geringfügig geändert und wurde einstimmig wie vorgestellt beschlossen.

Bedenken gegen Schülerinformationssystem

Die Schulverbandsversammlung erwägt die Einführung des elektronischen Schülerinformationssystems ESIS. Dieses habe als Vorteile unter anderem weniger Verwaltungsaufwand, weniger Papierverbrauch und Erleichterungen für die Eltern. Über das System könnten die Eltern zum Beispiel wichtige Informationen wie Elternbriefe oder Einladungen erhalten, Abstimmungen durchführen und Termine erfahren.

ESIS ist in Bayern bereits an 130 Schulen im Einsatz und insgesamt an 600 Schulen in ganz Deutschland. Der Datenschutzbeauftragte der Helmstadter Astrid-Lindgren-Schule hat nach einer Vorstellung des Informationssystems im Dezember allerdings Bedenken gegen ESIS geäußert, die durch eine Dienstbesprechung der verantwortlichen unterfränkischen Datenschutzbeauftragten bestätigt wurden. Unter anderem wird bemängelt, dass E-Mails bei Rückübersendung nicht verschlüsselt werden können. Auch Krankmeldungen über dieses System wären problematisch.

Die Rektorin der Astrid-Lindgren-Schule, Michaela May, wird nun das Schulamt kontaktieren, um herauszufinden, ob zumindest das Grundmodul ohne personenbezogene Daten zur Verwendung freigegeben ist.

Fortführung des Ganztagszugs an der Astrid-Lindgren-Schule

Der offene Ganztagszug an der Astrid-Lindgren-Schule wird auch im Schuljahr 2017/2018 fortgeführt. Folgende Gruppen wurden von der AWO beantragt und von der Regierung von Unterfranken bereits genehmigt: eine Kurzgruppe unter 120 Minuten, vier Kurzgruppen mit mindestens 120 Minuten. Eine offene Ganztagsgruppe mit erhöhtem Fördersatz (Jahrgangsstufen 1/2). Eine offene Ganztagsgruppe ohne erhöhten Fördersatz (Jahrgangsstufen 3/4).

Die Gesamtaufwendungen der AWO liegen voraussichtlich bei 132 200 Euro, die Zuschüsse der Regierung betragen 81 200 Euro. Der Schulverband muss einen pauschalen Mitfinanzierungsanteil von 33 500 Euro an den Freistaat Bayern zahlen. Die AWO kalkuliert außerdem ein eventuelles Defizit von 13 540 Euro ein.

Für das Schuljahr 2016/2017 lag das Defizit beim offenen Ganztagszug bei 4185 Euro, die bereits ab die AWO überwiesen wurden.

Dankesworte des Vorsitzenden

Zum Abschluss der Sitzung und des Jahres 2017 bedankte sich der Vorsitzende Heiko Meinig bei den Mitarbeitern VG Helmstadt, insbesondere bei Geschäftsführer Ralf Büttner und beim Gemeinschaftsvorsitzenden Klaus Beck, bei den eigenen Mitarbeitern, bei der Schulleitung der Astrid-Lindgren Schule, dem Lehrerkollegium und bei der Presse für die gute Zusammenarbeit.

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