MARKTHEIDENFELD

Beim IHK-Gremium steht ein größerer Wechsel an

Abschiedsstunde im IHK-Gremialausschuss Main-Spessart: IHK-Bereichsleiter Oliver Freitag dankte dem ausscheidenden Vorsitzenden Harald Freund (links) und seinem im neuen Gremium nur noch als Nachrücker vertretenen Stellvertreter Manfred Endrich (rechts) für ihren Einsatz in den vergangenen Jahren. Foto: Joachim Spies

Wandel, aber auch Beständigkeit, sind zwei wichtige Elemente der mainfränkischen Wirtschaft und beides spielte auch hinein in die Herbstsitzung des IHK-Gremialausschusses Main-Spessart am Dienstag bei Warema auf dem Dillberg in Marktheidenfeld. Der Wandel betrifft Personen und Technologien, das Beständige bekannte Positionen wie jene zur B 26n. Hier bekamen die IHK-Funktionäre einmal mehr vom Gremium den Auftrag mit, bei den Politikern auf die schnelle Vollendung aller Bauabschnitte von Arnstein über Karlstadt bis Helmstadt inklusive Zubringer nach Lohr zu drängen. Tekon-Geschäftsführer Manfred Endrich aus Marktheidenfeld sprach für alle, als er betonte: „Das brauchen wir unbedingt und schnell.“

Auf den aktuellen Stand der Dinge bei diesem Straßenbauprojekt brachte in der Sitzung, an der auch Landrat Thomas Schiebel und Marktheidenfelds Bürgermeisterin Helga Schmidt-Neder teilnahmen, Dr. Christian Seynstahl, der Referent für Regionalentwicklung bei der Industrie- und Handelskammer die Anwesenden. Daneben verwies er unter anderem auf den Luftreinhalteplan für Würzburg, wonach die B 26n einen wesentlichen Beitrag zur Luftqualität in der Großstadt leisten könne. Wie stark schon heute die Straßen in Main-Spessart als Ausweichrouten vom Fernverkehr genutzt werden, machten die Wortbeiträge der Anwesenden deutlich. Da helfe auch keine Maut, zumal die schmalsten Straßen befahren würden und immer mehr Kleintransporter zum Einsatz kämen.

Gremialvorsitzender Freund tritt ab

Einen größeren Wechsel geben wird es im neu gewählten Gremialausschuss, der sich im Frühjahr zur konstituierenden Sitzung trifft. Der bisherige Vorsitzende, Harald Freund, stellvertretender Vorstandsvorsitzender bei Warema, und sein Stellvertreter Manfred Endrich sind im neuen Gremium nicht mehr vertreten. Freund trat nicht mehr an, Endrich ist jetzt nur noch Nachrücker. Auch andere, bewährte Mitglieder teilen dieses Schicksal. Über die neue Zusammensetzung informierte Oliver Freitag (siehe Infobox).

Wie weit die Digitalisierung bei der Warema Renkhoff GmbH bereits vorangeschritten ist, machte in einem Eingangsreferat Stefan Kobes, der Leiter Digital Business des Unternehmens deutlich. Vorstandsmitglied Harald Freund ergänzte, dass man inzwischen „deutlich über 25 Prozent“ des Umsatzes online mache und das Jahresziel von 75 Millionen Euro in diesem Bereich schon im September erreicht hatte.

Professor Dr. Lukas Worschech von der Universität Würzburg zeigte die Möglichkeiten von Prompt@Net auf. Gründungsberatung, Patente und Lizenzen sowie Forschungsförderung zählen zu den Elementen. Worschech sagte: „Die Kooperation der Wissenschaft mit der regionalen Wirtschaft ist ein wesentlicher Baustein.“ Für die Netzwerke würden die hiesigen Firmen unbedingt gebraucht, man solle diese Chancen nutzen.

Deutlicher Rückgang bei Bewerbungen

Auf die guten Zahlen beim Arbeitsmarkt verwies Geschäftsführer Freitag in seinem Bericht. Die Arbeitslosenquote in Main-Spessart sei mit 1,6 Prozent so niedrig wie sonst nirgends in Mainfranken. Bei den neu eingetragenen Ausbildungsverhältnissen lag man bis Oktober 2018 mit 392 auf Vorjahresniveau (394), während andere Regionen einen teilweise deutlichen Anstieg verzeichneten. Dies spiegelt das Problem in Main-Spessart wider, überhaupt an Azubis zu kommen. „Früher hatten wir auf eine Stelle im Büro 80 bis 100 Bewerbungen“, erläuterte Tina Kirsch, „heute sind wir froh bei zehn bis 20. Im Lkw-Bereich bekommst du so gut wie gar keine.“

Die Main-Spessarter in der Industrie- und Handelskammer

Über die neue Zusammensetzung des Gremialausschusses Main-Spessart informierte Oliver Freitag in der Herbsttagung des Gremiums in Marktheidenfeld. Der Vollversammlung gehören aus dem Landkreis an: Michael Fiks (55, Lohr), Prokurist der Bosch Rexroth AG, Tina Kirsch (38, Gemünden), Inhaberin der Kirsch Clean Power, Hunger DFE-Geschäftsführerin Ingrid Hunger (65, Lohr), Frischemärkte-Inhaber Marco Trabold (53, Zellingen) und Geschäftsführerin Verena Müller-Drilling (38, Frammersbach) vom Feinblech- und Edelstahlbauer Müller GmbH. Erste Nachrücker sind in ihrer jeweiligen Wahlgruppe Peter Grampp aus Lohr (54, Autohaus Grampp) und Omnibusunternehmer Rudi Hock (68) aus Steinfeld.

Die 15 Sitze im Gremialausschuss MSP haben neben den auch in der Vollversammlung vertretenen Michael Fiks, Verena Müller-Drilling und Tina Kirsch inne: Dietmar Hamberger (57, Geschäftsführer bei Fertig Motors Marktheidenfeld), Stephan Kliegl (45, Prokurist bei Warema Marktheidenfeld), Johann Trenkwalder (56, Prokurist bei Schwenk Zement in Karlstadt), Dominik Waßmann (37, Bevollmächtigter der Lang Gerätetechnik in Roden), Alexandra Seitz (51, Prokuristin bei Seitz & Kerler in Lohr), Peter Grampp (Geschäftsführer Autohaus Grampp Lohr), Martin Krause (46, Geschäftsführer Modehaus Koch in Karlstadt), Birgit Fleischmann-Müssig (54, Inhaberin Hotel zum Löwen Marktheidenfeld), Markus Baumann (51, Prokurist der Raiffeisenbank Main-Spessart), Ursula Welzenbach (53, Prokuristin Spedition Welzenbach in Rieneck) sowie Patrick Fischer (42, Inhaber von Solox in Karlstadt) und Francisco Knorr (53, Geschäftsführer Mailfix in Marktheidenfeld).

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