Schönau

Benefizkonzert Kloster Schönau erneut ein Besuchermagnet

Sie gestalteten das Benefizkonzert in der Klosterkirche Schönau mit: Das Bläserensemble der Musikkapelle Seifriedsburg, der Trompeter Stefan Betz (rechts) aus Wolfsmünster und (im Hintergrund) der gemischte "Choract" aus Westheim. Foto: Rita Gress

Traditionell veranstaltet der Förderkreis "Kloster- und Wallfahrtskirche Schönau" im Advent ein Benefizkonzert mit Musikgruppen aus der Region. Laut Vorsitzendem Dr. Gerhard Köhler fließt der Erlös in Pflege und Erhalt der künstlerischen Ausstattung der Barockkirche.

Das Konzert mit moderner, traditioneller und klassisch-sakraler Literatur erwies sich am Sonntag erneut als Besuchermagnet, der das Kirchenschiff bis auf den letzten Platz füllte. Das geistliche Wort zum Advent sprach Hausherr Guardian Leo Beck. In seiner Lesung thematisierte er die von Sternen erleuchtete Nacht bei der Geburt des Heilands und die Versöhnung des Hirten Joshua sich mit dem jungen Hüter Eliah.

Erstmalig an dem Konzert mitgewirkt hatte Markus Inderwies aus Ruppertshütten. Er leitete den anderthalbstündigen Vortrag mit dem Orgelwerk "Nun komm der Heiden Heiland" von Johann Pachelbel (1653 bis 1706) ein und brillierte in der Folge mit dem gleichnamigen Bachwerk und dem mächtigen Hymnus "Veni Redemptor gentium" von Samuel Scheidt (1587 bis 1654) an der Königin der Instrumente.

Zum ersten Mal dabei auch der große gemischte "Choract" aus Westheim unter Leitung von Stefan Baron. Fein akzentuiert brachten die Sänger Weihnachts- und Segensliedern aus England oder die Lorenz Maierhöfer-Komposition "Im Dunkeln naht die Weihnacht" zum Vortrag. Ihr Debüt gab ebenso die "Klassische Ankunft" aus Rechtenbach mit Sopranistin Sigrid Huber und Bass-Bariton Thomas Hart, begleitet von Rudi Ebel an der Orgel. Große stimmliche Präsenz und feines Gespür im Spiel stellten sie in Soli und der "Herbergssuche" von Adolf Lohmann unter Beweis.

Neu in Schönau auch Liedermacher Siegbert ("Siggi") Juhasz aus Schwebenried. Der Zahnarzt i. R. begleitete den Gesang seiner Eigenkompositionen mit Gitarre und Mundharmonika. Mit warmem Timbre brachte er "Hör mir zu" oder "Fenster der Zeit" zum Vortrag. Seine Worte rütteln wach; sie lassen Leben hautnah spüren, atmen Zukunft und reißen Mauern ein zwischen Falsch und Gut.

Längst keine Fremden mehr in der Klosterkirche sind das Saxophon-Ensemble der Musikschule Gemünden mit Martin Poth (Baritonsaxophon), Lisa Breitenbach und Karla Fischer (beide Altsax). Scheinbar mühelos auf den Punkt brachten sie die Bach-Komposition "Wachet auf", Fischer hernach ihr Solo des lebhaften barocken Bach-Hoftanzes "Bourrée Anglaise" und im Zusammenspiel mit Breitenbach die "Allemande" ("Die Deutsche") aus Bachs Cellosuite Nr. 1.

Nicht wegzudenken aus dem Adventskonzert ist das Bläserensemble der Musikkapelle Seifriedsburg unter Leitung von Hagen Strohmenger. Trompeten, Tenorhörner und Tuba füllten den Kirchenraum mit großen Tönen in Chorälen aus der Feder des 1954 in Österreich geborenen Komponisten Huby Mayer.

Mit zu den Höhepunkten des Abends zählten zweifelsohne das "Ave Maria" (Bach/Charles Gounod) der 23-jährigen Pianistin Monika Betz aus Wolfsmünster im Zusammenspiel mit ihrem Vater Stefan Betz an der Trompete. Gleichermaßen eindringlich gestalteten sie den Hymnus "Come, Thou Long Expected Jesus" des US-Amerikaners Dallas Blair (1939). Den Schlusspunkt hinter den Abend setzte das gemeinsame Lied "Macht hoch die Tür."

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