Karlstadt

Bildungsgewerkschaft GEW: "Zensurversuche bei Karlstadter Schülerkundgebung"

Zur Abschlussveranstaltung der Woche der Nachhaltigkeit in Karlstadt kamen rund 2000 Schüler. Schilder hochzuhalten war den Schülern auf dem Weg zum Marktplatz verboten.  Foto: Karlheinz Haase

2000 Schüler gingen vergangenen Freitag in Karlstadt für den Klimaschutz auf die Straße. Martin Heilig, Bezirksvorsitzender der Bildungsgewerkschaft GEW, kritisiert "Zensurversuche der Schulbehörden" im Zusammenhang mit dieser Veranstaltung.  

"Von Seiten der Schulbehörden wurde  im Vorfeld versucht, der Veranstaltung die Zähne zu ziehen", heißt es in der Stellungnahme der GEW. Heilig schreibt, Schilder, die nicht der Normgröße entsprachen, "mussten  zerstört werden", ein Transparent, das die Demonstration anführen sollte durfte während des Marsches nicht gezeigt  werden, jeder Bezug zu den „Fridays for Future“-Veranstaltungen musste vermieden werden. Schüler und Eltern seien darüber enttäuscht gewesen.

Es sei nur dem Durchsetzungsvermögen der Schulleitungen zu verdanken, dass die Aktion überhaupt stattfinden konnte. "Positiv unterstützt wurden sie immerhin von Landrat Thomas Schiebel und der der Stadt Karlstadt mit der Dritten Bürgermeisterin Anja Baier, die beide auf der Bühne das Anliegen der Schüler ausdrücklich würdigten", heißt es in der Pressemitteilung.

Die Schüler seien inhaltlich und organisatorisch vorbereitet gewesen. "Eindrucksvoll kreativ und sachlich", hätten sich die Schüler geäußert. Mündige Teilhabe an der demokratischen Grundordnung seien Bildungs- und Erziehungsziele in allen bayerischen Lehrplänen, so Heilig. „Hier haben wir ein Lehrstück an Demokratie-Lernen erlebt. Glückwunsch an die Schülerinnen und Schüler!“

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