Oberndorf

Bischbrunn und Oberndorf trauern um Waldemar Engelhardt

Der Ehrenvorsitzende der Heimat- und Wanderfreunde und langjährige Gemeinderat ist mit 85 Jahren gestorben. Sein Humor und seine Hilfsbereitschaft wurden geschätzt.
Waldemar Engelhardt Foto: Richard Krebs

Am Samstag um 10 Uhr tritt Waldemar Engelhardt, Ehrenvorsitzender der Heimat- und Wanderfreunde, auf dem Oberndorfer Friedhof seine letzte Wanderung an. Wenige Monate nach Vollendung seines 85. Geburtstages im Juni verließen ihn die Kräfte. 

Engelhardt war eine Persönlichkeit, die nach eigenen Worten einen "Sprachfehler" hatte: Er konnte nicht "Nein" sagen. Immer, wenn es in der Gemeinde oder den Vereinen etwas zu schaffen gab, war er vorne dabei. Der humorvolle, hilfsbereite und engagierte Bauarbeiter war einer der verdienstvollsten Bürger der Gemeinde. Er half die Heimat- und Wanderfreunde 1953, die DJK Oberndorf 1959 und den Oberndorfer Carnevalsverein 1969 gründen. Er war 26 Jahre Vorsitzender der "Spechte" und wurde dafür zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Ehrenmitglied ist er auch bei der DJK und dem OCV. Der Feuerwehr und dem Gesangverein gehörte er als aktives bzw. passives Mitglied über 65 Jahre an.

Bei den Heimat- und Wanderfreunden leitete er jahrzehntelang ihre Trachtentanzgruppe, er initiierte zahlreiche Naturschutzmaßnahmen und den Bau des Wanderheimes, das ohne ihn nicht denkbar gewesen wäre. Drei Spessartbund-Bundesfeste fanden unter seiner Regie statt. Frühzeitig erkannte er, dass man auch der Jugend eine Chance geben muss und band immer junge Leute in die Verantwortung mit ein.

1966 wurde Engelhardt in den Gemeinderat Oberndorf gewählt, nach dem Gemeindezusammenschluss gehörte er dem Bischbrunner Rat an – insgesamt in beiden Gremien 24 Jahre. Mit Rat und Tat half er, die Gemeinde weiter zu entwickeln. Geehrt wurde der Verstorbene mit der Bürgermedaille in Silber, mit der Landkreismedaille in Gold sowie dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten für ehrenamtliche Tätigkeiten.

In den Kriegsjahren aufgewachsen, erlebte Engelhardt harte Zeiten. Der Vater war im Krieg, die Mutter war mit drei Kindern auf sich gestellt. Nach Beendigung der Schulzeit suchte er eine Lehrstelle, was 1950 nicht einfach war. Schließlich wurde er Bauhelfer im Frankfurter Raum. Diese Tätigkeit wurde zwar gut bezahlt, aber leider war man die ganze Woche über von zu Hause weg.  1957 heiratete er seine Frau Helga. Trotz seiner schweren Arbeit nahm er vorbildlich am öffentlichen Leben seiner Gemeinde teil.

Seine Frau Helga verstarb bereits vor über 20 Jahren, sein Sohn Joachim 2016, als dieser nicht einmal zwei Jahre Bürgermeister von Bischbrunn war. Mit ihm trauern Sohn Peter, Tochter Simone, Schwiegertochter und Bürgermeisterin Agnes Engelhardt sowie mehrere Enkel und Urenkel.

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