KARLSTADT

Blogger auf zwei Rädern: Grenzerfahrung mit dem Fahrrad

Dennis Schütze wird die Grenzen des Landkreises Main-Spessart mit dem Fahrrad erkunden und darüber bloggen. Das ist die Idee der Regionalmanagerinnen Saskia Nicolai und Tatjana Reeg. Foto: Markus Rill

Der Landkreis Main-Spessart ist vielfältig. Das wissen die Regionalmanagerinnen Tatjana Reeg und Saskia Nicolai und das soll nun Dennis Schütze bei einer Zehn-Tages-Fahrradtour entlang der Landkreisgrenzen erfahren und darüber bloggen. Am Freitag startet Schütze in Obersinn.

Marktheidenfeld, Lohr, Karlstadt und Gemünden seien den Radfahrern, Touristen und Landkreis-Bewohnern bekannt, sagt Tatjana Reeg. Aber der Landkreis habe noch andere schöne Ecken, die das Regionalmanagement „in den Blickpunkt rücken“ will. Mit dem Fahrrad lasse sich Main-Spessart „im richtigen Tempo“ erkunden, meint Reeg.

Reiseerlebnis im Vordergrund

Auf den ausgeschrieben Job als Radlblogger des Landkreises gab es elf Bewerbungen. Der Würzburger Dennis Schütze, eigentlich promovierter Musikwissenschaftler, erhielt den Zuschlag, weil er in seinem Blog unterhaltsam über Kultur und Reisen zu schreiben versteht und nicht – wie manch anderer Bewerber – den sportlichen Aspekt der Radtour in den Mittelpunkt stellen wollte.

„Die Ausschreibung des Landkreises Main-Spessart hat mich angesprochen“, sagte der 44-Jährige bei der Präsentation am Montag im Landratsamt. „Da ist gefragt, was ich sowieso schon seit einiger Zeit mache.“ Über seine musikalischen Projekte, Bücher, Musik- und Bildungsreisen bloggt Schütze seit 2012 auf www.dennisschuetze.de/blog.

Von 7. bis 16. Juli umrundet Schütze mit dem Rad den Landkreis in Etappen zwischen 18 und 31 Kilometern. Insgesamt legt er 267 Kilometer zurück und überwindet 3540 Höhenmeter.

Täglich durchfährt er einige Orte und kommt an Zwischenstationen wie der Bayerischen Schanz, dem Forsthaus Sylvan, dem ehemaligen Kloster Triefenstein und anderen vorbei. Über die Landschaft und die Orte, über deren Besonderheiten und Geschichte sowie die Menschen, die ihm unterwegs begegnen, wird Schütze am nächsten Tag bis jeweils etwa 13 Uhr einen Blogpost auf rundherum.main-spessart.de veröffentlichen.

Sein Vorbild: Kurt Tucholsky

Am Nachmittag startet er dann auf die nächste Etappe. Die Regionalmanagerinnen haben ihm Unterkünfte in Pensionen und bei Privatpersonen besorgt sowie notiert, wo er sich Verpflegung besorgen kann. Auch der Internetzugang ist gesichert.

Schütze radelt überwiegend allein, damit er Muße hat, da anzuhalten, wo ihn etwas interessiert und anlockt. Landrat Thomas Schiebel und der ein oder andere Bürgermeister wollen ihn jedoch jeweils ein Stück des Weges begleiten.

Schütze hat zwar zwölf Jahre lang in Birkenfeld Musikunterricht gegeben, ansonsten aber keinen engeren Bezug zum Landkreis. Er wird sich Neuland erradeln und verspricht „unvoreingenommen und neugierig“ zu sein.

Zum Vorbild nimmt er sich Kurt Tucholsky, der essayistische Reiseberichte über den Spessart verfasst habe und deshalb – so Schütze – so etwas wie der „Ur-Blogger des Spessarts“ sei.

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