KARLSTADT

Bücherverbrennung war kulturelle Barbarei

Gut drei Dutzend Interessenten fanden den Weg in den Lesesaal der Stadtbücherei zu einer Lesung im Andenken an Literaten, deren Schriften am 10. Mai 1933 kurz nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten als undeutsche, entartete Kunst bezeichnet und öffentlich verbrannt wurden.
Erinnerung an verfolgte Autoren: Im Lesesaal der Karlstadter Stadtbücherei boten die Akteure Lesungen und Gesang. Foto: Foto: Günter Roth
Gut drei Dutzend Interessenten fanden den Weg in den Lesesaal der Stadtbücherei zu einer Lesung im Andenken an Literaten, deren Schriften am 10. Mai 1933 kurz nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten als undeutsche, entartete Kunst bezeichnet und öffentlich verbrannt wurden. Der Initiator der Lesung, Georg Schirmer, sprach von kultureller Barbarei, bei der die völkisch, ideologisierte Rassenliteratur rücksichtslos gegen die modernen, aufgeklärten und experimentierfreudigen Schriftsteller dieser Zeit vorgegangen waren.
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