KARLSTADT

Bürger wollen ein Zeichen setzen

Während die Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) am 5. Oktober ihre Wahlkampfveranstaltung im Bürgersaal des Rathauses abhält, sollen auf dem Marktplatz die Bürger mit einem fröhlichen, bunten Fest klar machen, wofür Karlstadt steht: „Offenheit, Respekt und fairen Umgang miteinander“. Das wurde bei einem ersten Treffen von über 30 Personen aus allen Bereichen der Stadt im Uhrensaal des Rathauses beschlossen. Ein sechsköpfiges Organisationsteam wird dazu detaillierte Pläne ausarbeiten.

„Ich bin Papa und Bürger!“, so die lapidare Vorstellung eines der Besucher in der Uhrenstube. Eingeladen waren Parteien, Verbände und Vereine. Die große Mehrheit aber waren – wie eben der Papa und Bürger – „einfache Karlstadter“, die mithelfen wollen, Zeichen zu setzen. Auch einige Bürger „mit Migrationshintergrund“ waren anwesend und sind bereit, aktiv mitzuarbeiten.

„Die Veranstaltung der AfD im Rathaussaal ist nicht zu verhindern, es ist nur die Frage wie wir damit umgehen“, betonte Bürgermeister Paul Kruck. Ohne große Diskussion waren sich die Teilnehmer klar, dass es von Karlstadter Seite aus keine Provokationen oder gar Krawalle geben darf und Pfarrer Matthias Hörning brachte es auf den Punkt: „Wir sollten klar machen, wofür wir stehen - Karlstadt ist bunt!“

Harald Schneider informierte, dass die Polizei plane, die beiden Seitengassen am Rathaus abzusperren, sodass es keinen Kontakt zwischen den Kundgebungsteilnehmern der AfD und denen der heimischen Aktion geben werde.

„famos“ und Matthias Walz werden auftreten

In der ersten groben Planung soll es auf dem Marktplatz ein fröhliches, buntes Fest geben, zu dem alle Bürger – vor allem aber die hier lebenden Ausländer – eingeladen sind. Auf einer Bühne will man von 18 bis etwa 20 Uhr ein kulturelles Programm mit Musik, Kabarett, Lesungen und womöglich auch Tanz auf die Beine stellen. Hier wollen sich bereits Gruppen wie „famos“ und die Karlstadter Musiker Matthias Walz und John Boyle einbringen. Außerdem sind auch Aktionen der örtlichen Schulen vorgesehen. Zum Schluss könnte auch auf dem Marktplatz ein ökumenisch-religionsübergreifendes Friedensgebet stattfinden.

Um den Willen der Stadt und ihrer Bürger auch optisch deutlich zu machen, kam auch der Vorschlag, die Bewohner der Häuser und Betreiber der Geschäfte könnten an diesem Tag bunte Luftballons an Fenstern und Türen aufzuhängen. Ein vielfarbiges Meer von Ballons könnte auch von den Besuchern der AfD-Veranstaltung auf ihrem Weg zum Rathaus nicht übersehen werden.

Dem Organisationsteam gehören neben der Dritten Bürgermeisterin Anja Baier auch Susi Keller (Stadtmarketing), Harald Schneider (SPD), John Boyle (Musiker) sowie die Bürger David Lutz und Oliver Dol an.

Weitere Vorschläge und Angebote an: buergerinfo@karlstadt.de.

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