Heßdorf

Bürgerinitiative gegen SuedLink hat sich aufgelöst

Im April 2015 organisierte die Bürgerinitiative "Pro Region Karsbach" (BI) eine Informationswanderung mit einer Kundgebung gegen die Starkstromtrasse Suedlink. Jetzt hat sich die BI aufgelöst. Foto: Helmut Hussong

Die Bürgerinitiative Pro Region Karsbach e.V. hat ihren bestehenden Verein, mit dem sie sich im Jahr 2014 gegen die Starkstromleitung SuedLink organisierte, aufgelöst. Die Entscheidung trafen die wenigen Anwesenden in einer eigens dazu angesetzten Versammlung. Das Interesse der mehr als 350 Mitlieder hatte in der jüngsten Vergangenheit stark nachgelassen. "In Gemeinschaft mit vielen anderen Bürgerinitiativen konnten die Monstermasten verhindert und zumindest eine Erdverkabelung erreicht werden", nannte Vorsitzender Hort Rosche einen der Erfolge und gleichzeitig einen der möglichen Gründe für die Auflösung der Bürgerinitiative.

Mit den verschiedenen Informationsveranstaltungen und Demos habe die Bürgerinitiative schon für Aufmerksamkeit gesorgt und gegen diese Monstertrasse Stellung bezogen. Eine der besonderen Protestaktionen der BI sei die Informationswanderung unter Beteiligung der regionalen Politiker gewesen. Beginnend von Karsbach aus, war man entlang der damals angedachten Trasse über Heßdorf nach Weyersfeld marschiert. Beim Zwischenstopp und der Kundgebung in Heßdorf wurde dabei als Symbol für die Monstermasten ein kleiner Holzmast aufgestellt. An den dort angebrachten Stoffbändern waren Bedenken und Wünsche der Teilnehmer zur Trasse zu finden.

Mit der politischen Entscheidung zur Erdverkabelung der Starkstromleitung sei eines der Ziele der BI erreicht worden, und das Interesse der Mitglieder habe vielfach nachgelassen. Ein weiterer Grund für die geringe Resonanz bei weiteren Treffen sei wohl, dass die vorgeschlagene Haupttrasse der Starkstromautobahn nun weit östlich an Karsbach vorbei geht. Damit sei die Region nicht mehr unmittelbar betroffen.

Dennoch sind die bisherigen Trassenvorschläge rund um Karsbach bis zur endgültigen Entscheidung weiterhin Alternativtrassen, erläuterte Rosche. "Diese neue Trasse wurde jedoch nach Aussage der TenneT-Verantwortlichen so gestaltet und geprüft, das sie möglichst wenig Eingriffe in die Umgebung verursacht und auch bei gerichtlichen Einsprüchen Aussicht auf Erfolg haben werde", sagte Rosche im Gespräch mit der Main-Post.

Die Auflösung der Bürgerinitiative zeichnete sich bereit bei der jüngsten Jahresversammlung im März im Heßdorfer Gemeindehaus ab. Bei den dort anstehenden Neuwahlen konnte auf Grund der wenigen Anwesenden keine neue Vorstandschaft gebildet werden. Horst Rosche hatte erklärt, dass er aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr kandidieren werde.

In der außerordentlichen Mitgliederversammlung waren praktisch nur die zum Vorstand zählenden Personen anwesend, obwohl die Auflösung des Vereines zur Debatte stand. "Weil keiner kam, haben die Vorstandsmitglieder auch kein Mandat mehr zur Fortführung der Bürgerinitiative gesehen", sagte Rosche. Deshalb habe man auch mit einer Gegenstimme dem vorliegenden Antrag zur Auflösung der Bürgerinitiative zugestimmt. Der Vorschlag, den Verein bis auf weiteres ruhen zu lassen, fand keine Mehrheit.

Horst Rosche Foto: Helmut Hussong

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