MAIN-SPESSART

Bürgerinitiative sieht Fortschritte bei Planungen zur B 26n

Im Straßenbauamt Würzburg informierten sich die Mitglieder der Bürgerinitiative Pro B 26n über den Stand der Planungen des ersten Abschnittes der geplanten neuen Bundesstraße bis Karlstadt. Dabei wurden auch neuralgische Punkte entlang der Strecke angesprochen. Von links: Bürgermeister Dieter Schneider (Eußenheim), Manfred Goldkuhle (Vorsitzender der Bürgerinitiative), Bernd Röll (3. Bürgermeister Arnstein), Anna Stolz (Bürgermeisterin Arnstein), Amtsleiter Dr. Michael Fuchs, Stellvertretender Landrat Harald Schneider und Heidi Wright. Foto: Falk Piller

Die Realisierung der B 26n und die sukzessive Entlastung des Werntals brauchen neben der baulich-fachlichen Durchführung die ortskundige Begleitung und den Dialog mit Kommunalpolitikern und Bürgerschaft, betont die Bürgerinitiative Pro B 26n in einer Pressemitteilung. Im Zuge des ersten rund 15 Kilometer langen Abschnittes der B 26n bis nach Karlstadt und des darin enthaltenen ersten rund sieben Kilometer langen Bauabschnittes um Arnstein bis zur Kreisstraße MSP 6 (Müdesheim) sollten konstruktive Anregungen einfließen und nicht Ängste aufgebaut werden. Notwendig sei es, dass die Kreisstraßen ertüchtigt werden, um einen nahezu reibungslosen Verkehrsfluss zu gewährleisten. Aus diesem Grund machte die Initiative bei einem Gespräch im Staatlichen Bauamt verschiedene Vorschläge, die mit Amtsleiter Dr. Michael Fuchs, Falk Piller und Max Endrich ausgiebig diskutiert wurden.

Bürger befürchten mehr Verkehr im Bachgrund befürchtet

Manfred Goldkuhle und Bürgermeister Dieter Schneider aus Eußenheim betonten, dass von den Bürgern aus dem Bachgrund befürchtet wird, nach der Fertigstellung des ersten Bauabschnittes wesentlich mehr Verkehr in den Ortschaften zu haben. Der Verkehr in Richtung Lohr würde zwangsläufig von Obersfeld über Gössenheim bis Lohr rollen. „Mir machen insbesondere die Sichtverhältnisse an der Einmündung der MSP 6 in Obersfeld Sorgen,“ so Dieter Schneider. Michael Fuchs sagte, dass im Verlauf der Planungen auch das Kreisstraßennetz betrachtet werden muss. Bei einer Mehrbelastung sei die Leistungsfähigkeit zu beurteilen und seien gegebenenfalls gemeinsam mit dem Landkreis Schritte zur Ertüchtigung der Straßen erforderlich.

Inwieweit Tonnagebeschränkungen möglich sind, müsste der Landkreis prüfen. Für den ersten Bauabschnitt der B26n von Arnstein bis zur Kreisstraße MSP 6 sei eine leistungsfähige Anbindung der Kreisstraße an die vorhandene B 26 zu gewährleisten. Unter Umständen sei eine Ertüchtigung der Kreisstraße auf drei Fahrstreifen erforderlich. Fuchs machte der Initiative deutlich, dass der erste rund sieben Kilometer lange Bauabschnitt bis etwa 2023/2024 fertiggestellt werden soll.

Fertigstellung der Trasse bis Karlstadt bis 2028

Der zweite Bauabschnitt bis nach Karlstadt wird so gereiht, dass das Planfeststellungsverfahren parallel zum Bau des ersten Bauabschnittes durchgeführt wird. Der Baubeginn soll sich unmittelbar an die Fertigstellung des ersten Bauabschnittes anreihen. Bei einer Bauzeit von vier Jahren ist mit der Fertigstellung der B 26n bis nach Karlstadt im Jahr 2028 zu rechnen – also in etwa zehn Jahren. Arnsteins Bürgermeisterin Anna Stolz forderte den zügigen weiteren Ausbau und betonte: „Der Sandhaufen darf nicht einfach von Arnstein nach Müdesheim und dann nach Karlstadt wandern“, wie von Ausbaugegnern suggeriert werde.

Die Bürgerinitiative wünscht sich, dass Heßlar von Dattensoll kommend rechts umfahren wird. Dort könnte die Trasse in die unterhalb der Nordkuppe verlaufenden „Wanne“ gelegt werden. Damit wären sowohl optisch wie akustisch zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Dies wiederum bedeutet ein Wegrücken der Strecke von Schönarts in Richtung Eußenheim, das jedoch noch weit genug von der neuen Straße entfernt wäre.

Kürzere Umfahrung des Saupurzels

Zudem wäre dann auch die Umfahrung des Saupurzels im Werngrund nicht in der Länge erforderlich und die Anbindung an die Bundesstraße zwischen Eußenheim und Karlstadt wäre dort gut möglich. Eine eigene Ausfahrt für Heßlar wird von den Bürgern nicht gewünscht.

Michael Fuchs wies darauf hin, dass es im Landkreis Main-Spessart eine ganze Reihe raumbedeutsamer Projekte gebe, die in den nächsten Jahren anstehen wie zum Beispiel die Strecke Billingshausen-Zellingen, die Umgehungen Hafenlohr und Wiesenfeld oder die Strecke Thüngen-Retzbach. Stellvertretender Landrat Harald Schneider stellte die Notwendigkeit des ständigen öffentlichen Dialogs durch das Straßenbauamt heraus, um Fehlinformationen entgegenzuwirken.

Schlagworte

  • Karlstadt
  • Anna Stolz
  • Bundesstraße 26n
  • Bürgerinitiativen
  • Dieter Schneider
  • Harald Schneider
  • Manfred Goldkuhle
  • Michael Fuchs
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!