KARLSTADT

Bürgermeister: Die Interessen aller Besucher vereint

Körperbeherrschung und Gleichgewichtssinn waren beim Stand-Up-Paddling gefragt.
Körperbeherrschung und Gleichgewichtssinn waren beim Stand-Up-Paddling gefragt.

Gegen Thomas Lurz war beim Karlstadter Freibadfest kein Kraut gewachsen. 16 Teams hatten sich angemeldet, um am Samstag im Staffelrennen gegen den zwölffachen Weltmeister um die Wette zu schwimmen. Jede Mannschaft entschied dabei selbst, mit welcher Distanz und mit wie vielen Teilnehmern sie ins Rennen startet. „Heute aber steht in erster Linie der Spaß an der Bewegung und weniger der Leistungsgedanke im Vordergrund“, sagte Thomas Lurz, der alle Staffeln hinter sich ließ.

Ein sportliches Ergebnis wurde trotzdem erzielt: Rund zehn Kilometer legten die Staffelschwimmer und Thomas Lurz zusammen über den Vormittag hinweg zurück. Die Frage nach mehr Pausen zwischen den Staffeln winkte Lurz mit einer lässigen Handbewegung ab. Mit einem Augenzwinkern gab er im Anschluss aber zu: „Einige der Staffelteilnehmer haben mich wirklich gefordert.“

Neben der Nachwuchsstaffel des TV Marktheidenfeld und der Feuerwehr hatte auch die Karlstadter Karnevalsgesellschaft flotte Schwimmer am Start. Gegenüber Moderator und Bürgermeister Paul Kruck scherzte die KaKaGe: „Wir waren zwei Minuten schneller als der Stadtrat. Nicht nur feiern, auch schwimmen können wir.“

Thomas Lurz, der noch immer in seiner Freizeit vier Mal die Woche rund fünf Kilometer trainiert, rief neben seiner Tätigkeit als Präsident des Schwimmvereins Würzburg 05 auch die „Thomas Lurz und Dieter Schneider Sportstiftung“ ins Leben. Bürgermeister Paul Kruck stellte hier eine Spende der Stadt in Aussicht.

Gegenüber dieser Redaktion erklärte Lurz: „Ich habe während meiner aktiven Zeit als Sportler viele Bäder weltweit besucht. Ich muss sagen: Ein Schwimmbad wie das in Karlstadt ist für eine Kommune dieser Größe keine Selbstverständlichkeit. Es freut mich, dass die Stadt hinter dem Freibad steht und die Bürger dieses auch annehmen.“

Weitere Verbesserungen

Bürgermeister Paul Kruck war der Stolz ebenfalls ins Gesicht geschrieben. „Mit der Sanierung haben wir es geschafft, die Interessen aller Besucher, egal ob Sportschwimmer, Senioren, Kinder oder Familien, zu vereinen. An jeder Ecke gibt es etwas für die Badebesucher zu entdecken. Die vielen Spiel-, Sport- und Erholungsmöglichkeiten und der hohe Komfort zeichnen unser Freibad aus“, sagte Kruck.

Darüber hinaus stellte er in Aussicht, über den Winter hinweg auf Grundlage der Rückmeldungen der Badegäste weitere Verbesserungen vornehmen zu wollen.

Dass sich die Angebote im Schwimmbad auch gezielt an Familien richten, ließ auch das Freibadfest erkennen. Ließ man seinen Blick vom sanierten Schwimmbadkiosk „Aqua Rondello“ über die Beckenlandschaft hinweg bis zu den neuen Beachsoccer- und Volleyballfeldern schweifen, sah man überall in lachende Gesichter. Kinder bewarfen sich gegenseitig mit Wasserbomben und tummelten sich um die unzähligen bunten Schwimmringe und Wassernudeln. Am Kiosk reihte sich ein Besucher an den anderen.

Und während am gegenüberliegenden Ende des Freibades die Wasserwacht Karlburg live demonstrierte, wie eine ertrinkende Person gerettet werden kann, warteten einige Kinder schon voller Vorfreude auf den Start des Stand-Up-Paddlings. Nachdem im Rahmen der Vorführung der Wasserwacht ein Mädchen scheinbar vom Sprungturm gestürzt war, stellten die Rettungsschwimmer ihr Können unter Beweis. Ausgerüstet mit Helm, Neoprenanzug und Schwimmweste eilten sie der bewusstlosen Person zur Hilfe. Eine schwimmende Trage, ähnlich einer Luftmatratze, half ihnen, das Opfer an Land zu bringen. Kein leichtes Unterfangen, besonders, wenn Ertrinkende in Panik geraten. Das Publikum applaudierte.

Die Kinder verteilten sich wieder im Bad. Rasant stürzten sie sich die Rutschen hinunter ins Becken. An den Springtürmen reihte sich ein spektakulärer Sprung an den anderen – doppelter Salto inklusive. Körperbeherrschung und Gleichgewichtssinn waren beim Stand-Up-Paddling gefragt. Als um 16 Uhr Dutzende Luftballons mitsamt Adresskarten aufstiegen, richteten sich viele interessierte Gesichter gen Himmel.

Bad erstrahlt in bunten Farben

Am Abend dann beleuchteten Dutzende Scheinwerfer das Freibad in bunten Farben. Das frisch sanierte Funktionsgebäude erstrahlte genauso wie der Bademeisterturm und die umliegenden Bäume. Besonderes Highlight ist Jahr für Jahr die extra für diesen Anlass angeschaffte Unterwasserbeleuchtung.

Während der Marktheidenfelder DJ „Thundersoul HiPowa“ die Tanz- und Feierlustigen musikalisch unterhielt und eine Cocktailcrew Durstlöscher servierte, hielten sich einige standhafte Badeenthusiasten trotz der sehr kühlen Temperaturen in der Nacht bis zum Schluss im Becken auf. Über den Abend hinweg tummelten sich laut Sakine Azodanlou, Organisatorin und Leiterin der Stadtjugendpflege, rund 1100 Besucher auf dem Gelände.

„Das Freibadfest anlässlich des Abschlusses der Sanierungsarbeiten hat beim diesjährigen „Planschen unterm Sternenhimmel“ noch einmal für zusätzlichen Andrang gesorgt“, erkläre Azodanlou.

Zwei Tage feierte Karlstadt die gelungene Sanierung des Freibad. Die Mitarbeiter der Stadtwerke, des Bauhofs und der Verwaltung waren als Organisatoren angesichts der hohen Besucherzahl und der vielen positiven Resonanz mit dem Verlauf des Freibadfestes sehr zufrieden. Der Sonntag gehörte dann wieder ganz den Schwimmern.

Staffelteilnehmer

Staffelteilnehmer waren: Sportgemeinschaft Bewegung und Gesundheit, Stadtrat, Böger Express, BRK Wasserwacht, Gasthaus zur Rose, Singforum Karlstadt, Schützen Karlburg, Architekturbüro Gruber/ Hettiger/ Haus, TV Marktheidenfeld, Karlstadter Karnevalsgesellschaft, Feuerwehr, Polizei Karlstadt, Helferkreis, Sportfreunde Karlstadt, TSV Karlstadt „Triathlon“, Jason Knobloch & Pascal Farian.

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