Rechtenbach

Bürgermeisterkandidat Christian Lang: "Ich kann noch einiges bewegen"

Bürgermeisterkandidat Christian Lang wählt für sein Selfie einen Blick auf die Spessartgemeinde Rechtenbach. Foto: Christian Lang

In der Spessartgemeinde Rechtenbach bewirbt sich Christian Lang derzeit als einziger Kandidat um den Posten des Rathaus-Chefs. Der 30-Jährige möchte die Nachfolge von Klaus Bartel antreten, der sich aus Altersgründen nicht mehr zur Wahl stellt. Lang arbeitet im familiengeführten Malerbetrieb. Im Gespräch schildert er seine Beweggründe und Ziele.

Nach einem Leitersturz im Dezember mussten Sie zwei Mal operiert werden und sind im Moment im Krankenstand. Wie geht es Ihnen?

Es geht von Tag zu Tag besser. Ab nächster Woche folgt die Reha. Nach Abschluss der Reha hoffe ich wieder fit zu sein. Die Kandidatur für das Bürgermeisteramt ist nicht in Gefahr. Die Ärzte haben mir versichert, dass ich durch den Unfall nicht, beziehungsweise kaum eingeschränkt bin.

Warum wollen Sie Bürgermeister werden?

Ich bin jung und kann noch einiges bewegen. Es stehen viele große Projekte an, die ich voranbringen will, wie den Kindergartenbau oder die Abwasserleitung nach Lohr. Für die Abwasserleitung sind ja jetzt alle rechtlichen Sachen soweit erledigt und es geht mit großen Schritten voran. Die Vermarktung des Baugebiets liegt mir am Herzen: Da sind wir gerade wieder dabei und da geht es auch voran, dass wir junge Familien ins Dorf ziehen.

Was bringen Sie für das Bürgermeisteramt mit?

Ich bin jetzt acht Jahre im Gemeinderat tätig. Seit der letzten Kommunalwahl bin ich dritter Bürgermeister und konnte schon einige Erfahrungen sammeln. Mit Finanz- und Verwaltungsangelegenheiten habe ich auch keine Probleme, da ich durch unseren Familienbetrieb diese Tätigkeiten zum größten Teil erledige und damit vertraut bin. Seit sieben Jahren arbeite ich auf selbstständiger Basis für verschiedene Unternehmen in der Transportbranche und konnte viele Einblicke gewinnen. Die nötige Zeit habe ich auch, um das Amt zu übernehmen.

Was gefällt Ihnen besonders in Ihrer Gemeinde?

Wir haben ein sehr gutes Vereinsleben. Da ist für jeden Bürger was dabei. Ein schöner Ort ist die Weikertswiese mit dem darum liegenden Wald, der zum Erholen einlädt. Wir haben im Ort eine sehr gute Infrastruktur, man erhält noch die nötigsten Lebensmittel. Diese könnte man allerdings auch noch ein bisschen ausbauen. Wir haben in den letzten Jahren viel bewegt: Ich denke da an den Festplatz oder den Ausbau des Aurorawegs, der jetzt endlich richtig befestigt ist. Mit gefällt, dass wir da viel in Eigenleistung gemacht haben.

Wie wollen Sie Ihre Gemeinde digital entwickeln?

Der Breitbandausbau, den wir in den letzten Jahren vorangetrieben haben, ist bereits sehr gut. Wir haben schon bis zu 250 Mbit/s im Ortsgebiet. Ich denke, wenn die Ortsdurchfahrt gemacht wird, müssen wir noch Kabel für die Glasfaseranschlüsse vorsehen. Das wäre ganz wichtig!

Wo liegt in ihrer Gemeinde das größte Problem?

Momentan haben wir eigentlich keine Probleme. Wir gehen in den letzten vier bis fünf Jahren nur vorwärts statt zurück.

Welches Projekt möchten Sie ändern?

Im Moment gar keins. Ich denke die Projekte, die anstehen, wie die Kläranlage, haben wir mit dem Anschluss an Lohr sehr gut gelöst. Zum Projekt Kindergarten kann ich im Moment nur sagen, dass alle Zuständigen an einen Tisch kommen müssen und wir zusehen, wie es da weiter geht. Auf jeden Fall brauchen wir eine schnelle und verträgliche Lösung. Weiter sollte man sich nochmals intensiv Gedanken machen, eine Gewerbefläche auszuweisen, um die Gewerbesteuereinnahmen zu steigern.

Nennen Sie ein Projekt, das Sie zum Ende der kommenden Amtszeit abgeschlossen haben möchten.

Ganz einfach: Der Abwasseranschluss an Lohr und den Kindergartenbau. Der Kindergarten ist wichtig und den brauchen wir für die Attraktivität für unseren Ort, um junge Familien anzuziehen.

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