Triefenstein

Bürgermeisterwahl: Wer sind die Kandidaten in Triefenstein?

Wer kandidiert 2020 für das Amt des Bürgermeisters in Triefenstein? Was wollen die Bürgermeisterkandidaten? Wer hat gute Chancen auf den Job? Alles auf einen Blick.
Das Rathaus in Lengfurt, einem Ortsteil von Triefenstein. Foto: Andreas Brachs

Norbert Endres wird am 15. März nicht mehr für eine weitere Amtszeit als Triefensteins Bürgermeister kandidieren. Um den Posten als Rathauschef der 4500-Einwohner-Gemeinde bewerben sich gleich vier Kandidaten. Der, der sich schließlich durchsetzen wird, hat einige große Aufgaben vor der Brust. Triefenstein hat hohe Schulden, Wasserrückhalte-Becken müssen gebaut und Straßen saniert werden. 

Wer kandidiert 2020 für das Amt des Bürgermeisters in Triefenstein?

Torsten Gersitz (CSU): Gersitz ist gebürtiger Homburger, seit sechs Jahren Gemeinderat und unter anderem Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr. Mit seiner jahrzehntelangen Erfahrung in der freien Wirtschaft, aktuell ist er Leiter des Einkaufs für den Automobilzulieferer Hilite, will er klare Strukturen in Gemeinde und Bauhof schaffen, um Zeit und Geld zu sparen. Zudem will er nicht mit Gewalt Gewerbeflächen erschließen, sondern sich auf Schaffung von Wohnraum konzentrieren.

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Karin Öhm (Freie Bürger): Öhm wohnt seit 30 Jahren in Triefenstein, ist Vorsitzende des Lengfurter Sportvereins und seit sechs Jahren Gemeinderätin. Der Verwalterin bei HeidelbergCement und gelernten Krankenschwester ist das Areal um den Edeka-Parkplatz besonders wichtig. Das soll sicherer für Fußgänger werden, zudem könnte sie sich hier auch ein Ärztehaus gut vorstellen. Außerdem will sie die Ortskerne beleben und Investoren für Senioren-WGs suchen.

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Christoph Müller (SPD): Seit er denken kann, lebt Müller in Triefenstein. Der 28-Jährige ist von Beruf Elektroniker für Betriebstechnik bei HeidelbergCement und Vorsitzender der Orts-SPD sowie Beisitzer in der Kreis-SPD. Er will vorausschauend planen und klare Prioritäten setzen, um Stillstand zu stoppen und Schulden abzubauen. Er setzt sich außerdem für eine landkreisweite Wohnbaugesellschaft ein und hätte auch in Triefenstein schon den einen oder anderen passenden Ort dafür.

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Kerstin Deckenbrock (Aus Vier mach Wir): Deckenbrock lebt seit vielen Jahren in Triefenstein. Sie engagiert sich in ihrer Freizeit als Rettungsschwimmerin im Waldbad und ist Personalleiterin in einem mittelständischen Unternehmen. Ihr wichtigstes Anliegen ist es getreu ihrem Listennamen, die vier Gemeindeteile zusammenzuführen. Mit einem Fünf- bis Zehnjahresplan will sie außerdem wirtschaftliche Transparenz schaffen.

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Wie ist die Kommunalwahl 2014 in Triefenstein ausgegangen? 

Bei der vergangenen Wahl im Jahr 2014 hatte sich der Amtsinhaber Norbert Endres mit 72,54 Prozent gegen seinen Herausforderer Manuel Helmanowicz (SPD) durchgesetzt. Die Wahlbeteiligung lag bei 63,83 Prozent nur knapp unter Landkreis-Schnitt. Die Sitze im Gemeinderat teilen sich CSU, Freie Bürger und SPD untereinander auf.

Wer hat Chancen auf den Job als Rathauschef oder -chefin?
Redakteur Martin Hogger. Foto: Daniel Biscan
Vier Kandidaten bei nur 4500 Einwohnern: Das ist schon etwas Besonderes. Umso spannender wird es am 15. März. Eine vorherrschende Meinung hat sich in den vergangenen Monaten schon gebildet, und zwar dass es in eine Stichwahl gehen wird. Das zeigt, wie knapp das Rennen werden könnte.
Obwohl die CSU noch acht Sitze hat, könnten viele Triefensteiner nach 24 Jahren etwas CSU-müde geworden sein. Trotzdem geht Torsten Gersitz als der Gejagte ins Rennen, direkt hinter ihm Karin Öhm von den Freien Bürgern. Die Frage ist: Kann Kerstin Deckenbrock die Neugier und das Momentum, welche sie mit ihrer Kandidatur ausgelöst hat, in Wählerstimmen verwandeln? Oder schleicht sich Christoph Müller mit Hilfe einer soliden SPD-Wählerbasis, sie haben immerhin aktuell vier Sitze, auf Platz zwei und damit in die Stichwahl? Ich habe alle vier Kandidaten in den vergangenen Wochen begleitet und bin mir sicher: es gibt keinen falschen Kandidaten bei dieser Wahl.

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