Aschfeld

Bürgerversammlung: Neubau der Schule dauert wohl bis 2022

Da die Sanierungskosten dieser Eußenheimer Grundschule (mit Standort in Aschfeld) 93 Prozent eines Neubaues betragen, entschloss sich der Eußenheimer Gemeinderat einhellig zum Abbruch und Neubau dieses Schulkomplexes. Foto: Ernst Schneider

Bürgermeister Dieter Schneider ging zu Beginn der Aschfelder Bürgerversammlung auf allgemeine Themen des vergangenen Jahres ein und präsentierte seinen Finanzbericht bevor er auf ortsspezifische Gegebenheiten zu sprechen kam.

In Aschfeld konnten 2018 bei 734 Einwohnern fünf Geburten und sechs Sterbefälle verzeichnet werden. Bei den baulichen Maßnahmen nannte Schneider die Fertigstellung des Kinderkrippenneubaues und die Sanierung des Kindergartens, den Abschluss der Bauarbeite am Feuerwehrhaus sowie den Beginn der Planung für den Neubau der Grundschule. Nach Schließung derselben im Jahre 2017 dürfte im Jahre 2022 mit der Fertigstellung des Neubaus zu rechnen sein. Der Bürgermeister begründete die lange Zeit von Schließung bis Wiedereröffnung mit der veränderten Planung, bei der durch die Regierung von Unterfranken die Unwirtschaftlichkeit einer Sanierung festgestellt und die Erstellung eines Neubaues empfohlen wurde.

Zu Beginn der Sanierungsplanungen sei infolge des überschrittenen Schwellenwertes beim Architektenhonorar eine zeitintensive europaweite Ausschreibung erforderlich gewesen. Eine solche Ausschreibung war nun infolge der Neubauplanung erneut erforderlich, was die Planungs- und Bauzeit weiter verzögerte.

Grundsatz: "Innen statt Außen"

Nach wie vor besteht laut Dieter Schneider das Dauerproblem "Fremdwasseranteil" bei der gemeindlichen Abwasserbeseitigung. Um dem zu begegnen, hat man in den Jahren 2017/18 Kamerabefahrungen der Ortskanäle durchführen lassen. Zurzeit erarbeitete ein Architekturbüro ein entsprechendes Sanierungskonzept.

Bezüglich des Flächennutzungsplanes wird dieser nach Bedarf fortgeschrieben. Zur Zeit "läuft" die siebte Änderung und bezieht sich auf "Grünflächen für Freizeit und Erholung am See". Diese Fläche wird von den Reservisten verwaltet. Da auch Anfragen von Bauinteressenten aus Aschfeld vorliegen, wird sich die Gemeinde mit der Realisierung eines bedarfsgerechten Baugebietes befassen müssen. Ansonsten gilt auch hier der Grundsatz "Innen statt Außen", um Leerstände zu vermeiden.

Zwei Regelgruppen und eine Kleinkindgruppe

Die Kindergärten stehen unter Verwaltung kirchlicher Träger, den Johanneszweigvereinen. Er wurde mit einem Gesamtaufwand von 1,75 Millionen Euro bei einer Förderung von 1,36 Millionen und einem Eigenanteil der Gemeinde von 390 600 Euro in den Jahren 2017/18 generalsaniert und hat jetzt zwei Regelgruppen und eine Kleinkindgruppe mit zwölf Plätzen. Auch hier beteiligt sich die Gemeinde an den Bewirtschaftungskosten.

Unter Beachtung des mit der Kreisfeuerwehrführung erstellten Feuerschutzkonzeptes hat die Gemeinde für Die Aschfelder Feuerwehr im Jahre 2016 ein Tanklöschfahrzeug beschafft und im Jahre 2017/18 ein neues Feuerwehrhaus erstellt. Seit dem Jahre 2009 hat die Gemeinde 2,2 Millionen Euro für die Floriansjünger investiert.

Beschwerde über Zigarettenkippen

Der Wein sei zwar ein Aushängeschild der Gemeinde, aber mit der Kirchenburg sei auch in Aschfeld mit 64 Kirchenburgführungen und 3500 Besuchern ein touristischer Anziehungspunkt vorhanden.

Zum Abschluss der Bürgerversammlung kam noch aus der Versammlungheraus der Vorschlag, wie in anderen Orten, eine Mitfahrerbank aufzustellen. Über achtlos weggeworfene Zigarettenkippen erregte sich eine andere Versammlungsteilnehmerin und ein weiterer regte das Zurückschneiden hoher Weidenbüsche am Radweg nahe Aschfeld an. Dieter Schneider versprach, sich um diese Angelegenheiten zu kümmern.

Die Aschfelder Kirchenburg ist besonders bei jährlichen "Tag des offenen Denkmals" ein Besuchermagnet und gleichzeitig ein Aushängeschild der Gemeinde Eußenheim. Foto: Ernst Schneider

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