Arnstein

Bürgerversammlung: Stadtentwicklung liegt am Verkehr

Die Grabenstraße und die sich anschließende Schweinfurter Straße in Arnstein müssen grundsaniert werden. Dazu wird auch die unterirdische Infrastruktur erneuert. Foto: Günter Roth

Gut 250 Personen folgten der Einladung des Bürgermeisters Franz-Josef Sauer zu dessen erster Bürgerversammlung für die Kernstadt in der Arnsteiner Stadthalle. Nach einem mehr als einstündigen Vortrag, für den es viel Zwischenapplaus gab, folgte eine rege, aber harmonische Diskussionsrunde mit den Bürgern.

"Die Entwicklung unserer Stadt liegt maßgeblich am Verkehr", war eine der Kernaussagen des Bürgermeisters. Dabei sprach er sowohl vom innerörtlichen Verkehr als auch vom Fortgang der geplanten Bundesstraße 26n. Gerade für letztere fand er dabei ganz klare Worte: "Nach 30 Jahren Chaos mit dem Durchgangsverkehr in unserer Stadt, sind wir nun fest entschlossen, diese Situation mit aller Kraft zu ändern!". Hart ging er auch mit der Argumentation der Bürgerinitiative gegen die B26n ins Gericht. Es sei absolut unfair, beispielsweise zu behaupten, man wolle die Verkehrsprobleme des Werntals einfach nach Westen verlagern und aus Karlstadt ein neues Arnstein machen. "Wir wollen nicht unser gegenwärtiges Leid mit dem Verkehr auf andere abwälzen, schließlich plant keiner, den Schwerlastverkehr durch die Karlstadter Innenstadt zu führen, wie es augenblicklich bei uns der Fall ist!". Für diese Aussage gab es in der Versammlung starken, lang anhaltenden Beifall.

Eine vertragliche Lösung für die Verkehrsführung nach Karlstadt

Ausdrücklich forderte der Bürgermeister, der Landkreis Main-Spessart müsse jetzt endlich zu diesem Problem mit einer Stimme sprechen und gemeinsam mit den Verkehrsbehörden eine verträgliche Lösung für die Verkehrsführung nach Karlstadt finden. Deshalb habe er sich auch bewusst um einen Sitz im neuen Kreistag beworben. Auf die Frage eines Bürgers, ob Sauer an einer Aussage seiner Vorgängerin bezüglich des "Plans B" festhalten wolle, nachdem die Stadt Arnstein die Umgehungsstraße in eigener Regie bauen werde, sagte der Bürgermeister, man müsse sich diese Option im schlimmsten aller Fälle tatsächlich offen halten. 

Neben dem überörtlichen Verkehr sprach Sauer aber auch die Situation in der Kernstadt an. Durch die Fertigstellung des Verkehrskreisels bei Heugrumbach, der Umgestaltung der Verbindung zwischen der "Neuen Mitte" und dem Wohngebiet werde es auch eine zeitgerechte Lösung für den Anschluss an die Schwebenrieder Straße geben, die nach seiner Hoffnung dann nur noch eine nachgeordnete Straße sein werde. Außerdem werde der Stadtrat demnächst über die Fortführung des südlichen Asts beim Kreisel in Richtung Heugrumbach führen. Hier ist eine Südumgehung für den Ortsteil im Gespräch.

Belastungen für die Anlieger

Als nächster großer Brocken kommt aber der jetzt begonnene Ausbau der Grabenstraße und der Schweinfurter Straße auf die Anwohner zu. Hier könne es aber nicht bei der Erneuerung der maroden Fahrbahndecken bleiben, vielmehr müsste die gesamte darunter liegende Infrastruktur weitgehend erneuert werden. Wasser, Kanal, Strom, Gas und Kommunikationsleitungen seien zu alt, zu klein und insgesamt nicht mehr zeitgemäß. Während der Bauzeit werde es für die Anlieger und den Verkehr Mehrbelastungen und teilweise Vollsperrungen geben. "Dann aber gehören unsere Straßen uns!", frohlockte der Bürgermeister. Einen Wermutstropfen gab es allerdings noch: Ab 2021 will die Deutsche Bahn die Brücke über die Straße nach Würzburg erneuern.

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