Gemünden

Bund fördert Scherenburgfestspiele Gemünden mit 600 000 Euro

Gute Nachricht vom Vorsitzenden des Festspielvereins Hans Michelbach: Die Finanzierung des geplanten Freilichttheaters hinter der Scherenburg in Gemünden ist gesichert. 
In den Hang hinter der Ruine Scherenburg soll sich das neue Gemündener Freilichttheater einfügen. Der Festspielverein hofft auf die Eröffnung im Jahr 2021.
In den Hang hinter der Ruine Scherenburg soll sich das neue Gemündener Freilichttheater einfügen. Der Festspielverein hofft auf die Eröffnung im Jahr 2021. Foto: Architekturbüro Kraus

Gute Nachrichten für die Scherenburgfestspiele in Gemünden (Lkr. Main-Spessart) aus Berlin: Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat Fördermittel in Höhe von 600 000 Euro für den Bau einer neuen Spielstätte hinter der Burgruine in den Etat des Bundeskulturministeriums für 2020 aufgenommen. "Damit sind wir dem geplanten Neubau einen entscheidenden Schritt näher gekommen. Zusammen mit den bereits vom Freistaat Bayern, der EU, Stadt, Landkreis und Bezirk zugesagten Geldern ist die Errichtung der neuen vergrößerten Spielstätte jetzt finanziell gesichert“, teilt der Vorsitzende des Festspielvereins, Bundestagsabgeordneter Hans Michelbach (CSU), mit.

Würdigung ehrenamtlicher Kulturarbeit

In der Mitteilung des ehemaligen Bürgermeister Gemündens heißt es weiter: „Die langjährig erfolgreiche Entwicklung der Scherenburgspiele mit mehr als 25 000 Zuschauern jährlich, ihre kulturelle Ankerrolle in der Region und ein stimmiges Gesamtkonzept für den geplanten Neubau haben letztlich den Ausschlag für die Bereitstellung der Bundesmittel gegeben." Die Festspiele würden damit "als vorbildliches Bespiel für erfolgreiche, ehrenamtliche Kulturarbeit" gewürdigt. Die Förderung des Bundes sei "eine Auszeichnung für alle ehrenamtlichen Kräfte, aber auch die Profis, die jedes Jahr aufs Neue für den Erfolg der Festspiele arbeiten".

Theater hinter statt bislang vor der Burgmauer

Mit dem Bau soll der Bestand der Freilichtspiele gesichert werden: Bislang muss die Tribüne mit 585 Plätzen im Burghof alljährlich auf- und abgebaut werden, die Schauspielergarderoben und die Technik sind nur provisorisch untergebracht. Dem Festspielverein fällt dadurch zunehmend schwer, die verschärften Sicherheitsauflagen der Behörden zu erfüllen. Das neue Konzept sieht vor, dass das Theater hinter die Burgmauer umzieht, womit die Mauer zugleich als Schallschutz und der Burghof als Foyer dienen können. In den Hang hinter der Ruine wird eine dauerhafte, überdachte Zuschauertribüne mit 660 Sitzplätzen integriert. Dazu kommt ein Gebäude für die Garderoben, Sanitäranlagen und ein Lager - alles barrierefrei.  

Die Gemündener Festspiele feiern im kommenden Jahr das 30-jährige Bestehen noch an der gewohnten Stelle vor der Burgmauer. 2021 soll dann der Spielbetriebe auf der neuen Bühne beginnen. Hans Michelbach jedenfalls ist optimistisch: „Jetzt wird es darum gehen, dass die Baugenehmigung möglichst rasch erteilt wird."

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