ANSBACH

Bunter Abend: Amdssduunn beim Bürchermäster

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Bunter Abend

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Bunt und schrill: Die Ösber „Harlekin's“ legten einen fulminanten Auftritt hin.
Bunt und schrill: Die Ösber „Harlekin's“ legten einen fulminanten Auftritt hin. Foto: Fotos (3): MARTINA SCHNEIDER

Bunter Abend in Ansbach – wo fängt man an? Bei flotten Tänzen, hintergründigen Sketchen und Einlagen, gewürzt mit witzigen Büttenreden? Es fällt schwer, denn die Ansbacher Faschingsgarde bot ihren Gästen am Samstagabend im bis auf den letzten Platz ausverkauften Dorfgemeinschaftshaus einen Bunten Abend, der so gut wie keine närrischen Wünsche offen ließ.

Gleich zu Beginn wussten die Tänzerinnen der „Fünf Elemente“ den Funken im Saal anzuzünden. Moderator Thomas Weyer und seine „Co-Kompagnons“ Michael Weyer und Philipp Sommer trugen die Flamme weiter durch den Abend und feuerten das Publikum immer wieder an. Als ob das nötig gewesen wäre, denn stehende Ovationen und begeisterte Zugaberufe rissen nicht ab. Die Ösber Akteure zeigten, was in ihnen steckt – und der eine oder die andere wuchsen gar über sich hinaus.

Bühnenneuling „Betty Jolande“ riss – unterstützt von ihren Ansbacher Feuerwehrmännern – die Zuschauer gleich dreimal zu Begeisterungsstürmen hin. Zu Dieter Bohlen schaffte es die schrille Göre in Rosa zwar nicht – wohl aber, sich in die Herzen der Ösber zu spielen. „Du bist ein Naturtalent“, lobte sie Weyer aus tiefstem Herzen.

Überhaupt gab es beim Bunten Abend keine Möglichkeit für ein bier- oder weinseliges Nickerchen zwischendurch, denn die Gäste begrüßten und verabschiedeten die Akteure mit stehenden Ovationen.

Wachküssen ließ sich Dornröschen auf der Ansbacher Bühne von ihrem Prinzen. Nach dem „Aufstehen“ verglich sie die Märchenmänner gnadenlos mit den heutigen Mannsbildern. Raten Sie mal, wer da den Kürzeren zog!

Mit Krone und Napoleonhut

Der Zweite Bürgermeister parodierte im Sketch „Amdssduunn“ den Ersten. Kaum ein Auge blieb trocken, als Stefan Weyer sich am Telefon mit „der Erwählte“ meldete und zwischen „leidigen“ Besuchern der Amtsstunde vor einem goldverzierten Bodenspiegel mit goldener Krone und Napoleonhut posierte.

Wolfgang Sax hatte sich indessen intensiv mit dem Ansbacher Dorfgeschehen auseinandergesetzt. Der absolute Neuling in der Bütt brachte all seine „Recherchen“ pointiert und in Reimform vor und verriet, dass ihn sein Nachbar, der Moderator des Bunten Abends, mit folgender Drohung zur Bütt förmlich erpresst habe: „Wenn Du nicht mitmachst, scheuche ich meine vier alten Hühner auf Deinen Salat.“ Sax „outete“ sich als Naturtalent und es ist sicher, dass er vor dem nächsten Bunten Abend in zwei Jahren wieder „erpresst“ werden wird.

Hedi Sendelbach kann nicht vom Hund lassen. Nachdem ihr Chihuahua „Puma“ in den Hundehimmel aufgefahren war, hat sie sich – nach angemessener Trauerzeit – Hugo zugelegt, erzählte sie in der Bütt. Hugo, alles andere als ein „Rentnerhund“, mischt ihr Leben nun ordentlich auf, sorgt dafür, dass ihr Kreislauf in Schwung bleibt und sie sich noch lange nicht aufs Altenteil zurückziehen kann.

Der Chor des Verschönerungsvereins hatte unter seiner Chefin am Samstagabend gar nichts zu lachen. An allem mäkelte sie herum. „Zu schräg, zu langsam, zu alt, zu falsch – ihr singt wie alte Weiber“, schimpfte sie lauthals und ließ bei Roberto Blancos „Ein bisschen Spaß muss sein“ das Publikum einspringen.

„The same procedure as last year“ - mit ihrer Parodie des „Dinner for One“ brachten Michael Weyer und Philipp Sommer das Publikum zum Schreien. Moderator Thomas Weyer: „Ihr seid grandios!“

Des einen Freud', des anderen Leid: Der Termin beim Ehe-Institut entpuppte sich für den unbedarften Schorschi zum Albtraum. Nachdem ihn Mutter unerbittlich ins Institut gezerrt und alle seine Vorzüge angepriesen hatte, suchte sie ihm zielgenau auch die Kandidatin aus, die er am wenigsten mochte: Eine gestandene Bauersfrau in Kittelschürz, mit Kopftuch und Gummistiefeln. „Die passt zu Dir, Schorsch, die is wie ich“, zeigte sich Mutter begeistert und verkündete der perplexen Eheberaterin: „Da muss sich mei Schörschle gar nit ümgewöhn, des kennt der aus'm Effeff.“

Alle Mädels noch zu haben

Neben dem Schörschle genossen alle Zuschauer im Dorfgemeinschaftshaus auch die Showtänze der farbenfrohen „Harlekin's“ sowie den artistischen Auftritt von „No Face Dance“ und den märchenhaften Tanz aus „1001 Nacht“.

Kurz nach Mitternacht setzten die Ansbacher Mädchen, die „alle noch zu haben sind“, wie Moderator Thomas Weyer in Erfahrung gebracht hatte, vor dem großen Finale den fulminanten Schlusspunkt eines Bunten Abends, bei dem man nicht wusste, wo man anfangen und wo aufhören sollte.

Die Mitwirkenden:
Showtanz „Die fünf Elemente“: Dana Sendelbach, Johanna Brummer, Leoni Sendelbach, Magdalena Arnold, Melanie Bernhard;
Showtanz „No Face Dance“: Bryan Andrade, Daniel Kleinfeller, Leander Weyer, Lorenz Weyer, Linus Weyer;
Showtanz „Harlekin's“: Ute Brummer, Helga Pfeufer, Claudia Behr, Barbara Behr, Heike Schreck, Margarita Pfeufer, Annette Bernhard, Maria Arnold, Ada Weyer;
Showtanz „1001 Nacht“: Hildegard Herold, Maria Hessdörfer, Uschi Fröhlich, Nalda Pfeufer, Luzia Weyer, Ruth Uehlein, Claudia Magnano, Sonja Müller, Heike Pfeufer, Karina Pfeufer;
Showtanz „Frühling/Winter“: Martina Sommer, Katharina Pfeufer, Regina Möhler, Theresa Rath, Sabrina Oehring, Anja Hessdörfer, Eva Weyer, Christina Bernhard, Vicky Schreck, Linda Uehlein, Stefanie Uehlein, Hannah Schmitt, Maximilian Herold, Bryan Andrade;
Bütt „Dornröschen“: Ulla Steinbauer;
Bütt „In Ansbach ist viel passiert“: Wolfgang Sax;
Bütt „Auf den Hund gekommen“: Hedi Sendelbach;
Sketch „Amdssdunn“: Stefan Weyer, Tobias Brummer;
Sketch „Adel und Bauer“: Michael Weyer, Philipp Sommer;
Betty Yolande (Gabi Feininger) und die FFW-Männer: „Fuchs, Du hast die Gans gestohlen“: Jochen Pfeufer, Florian Nätscher, Stefan Fröhlich, Jochen Rudolph, Michael Oehring, Horst Uehlein;
„Es kommt der Pi-Pa-Putzelmann“: Andreas Müller, Tobias Winkler, Peter Pfeufer, Philipp Behr, Jochen Pfeufer, Siggi Bartosch;
„Frühstück mit Mama und Papa“: Helga Pfeufer, Peter Pfeufer, Sabrina Nätscher, Michael Oehring, Norman Pfeufer, Johannes Albert, Andreas Müller;
„Singprobe“: Maria Arnold, Renate Rath, Karin Letzer, Hedi Sendelbach, Siggi Bartosch, Ulla Steinbauer;
„Dinner for one“: Michael Weyer, Philipp Sommer;
„Eine Mutter und ihr Sohn“: Pamela Weyer, Frank Hirsch, Achim Heidenfelder, Johannes Albert, Fabian Schneider, Jonas Herold, Manuel Möhler, Ulla Steinbauer;
Moderation: Thomas Weyer, Michael Weyer, Philipp Sommer.

Der Zweite gibt den Ersten: Stefan Weyer parodierte Otto Dümig beim Bunten Abend in Ansbach.
Der Zweite gibt den Ersten: Stefan Weyer parodierte Otto Dümig beim Bunten Abend in Ansbach.
Fesch: eine Schönheit aus 1001 Nacht.
Fesch: eine Schönheit aus 1001 Nacht.

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