Marktheidenfeld

CSU-Kandidat: So will Thomas Stamm Marktheidenfeld gestalten

Im Marktheidenfelder Stadtrat wünscht sich der 58-Jährige mehr gemeinsame Ziele. Er will den Bürgerdialog verbessern, einen schöneren Mainkai und übers Lermann-Areal reden.
Thomas Stamm, der parteilose Bürgermeisterkandidat der Marktheidenfelder CSU. Foto: Joachim Spies

Dass sich in der Nominierungsversammlung am Dienstagabend alle 24 anwesenden CSU-Mitglieder für den parteilosen Thomas Stamm als Bürgermeisterkandidaten aussprachen, das war keine Überraschung. Das Bemerkenswerte für viele der fast 40 Zuhörer im Hotel "Schöne Aussicht" war vielmehr, was Altbürgermeister Leonhard Scherg nach der Rede des 58-Jährigen so zusammenfasste: "Es ist ganz beachtlich, wie er sich bereits eingearbeitet hat in die verschiedensten Probleme." Einige davon hatte der bis vor einem halben Jahr kommunalpolitisch unbeleckte Stamm angesprochen: Mainufergestaltung, Schulentwicklung, Lermann-Areal und Wohnraum. 

Welch arbeitsreiche sechs Monate hinter Stamm und auch der Partei liegen, das machte Ortsverbandsvorsitzender Richard Oswald in seiner Begrüßung deutlich. Hoch motiviert seien alle, auch der Kandidat, der auf eine gute Zusammenarbeit mit den dann vermutlich fünf Fraktionen im Stadtrat (CSU, Freie Wähler, Grüne, SPD und ProMAR) setzt. Froh zeigte sich Stamm, dass offenbar keine Gruppierung aus dem rechten Spektrum antritt. 

"Die Bürger haben Angst um ihre schöne kleine Innenstadt."
Thomas Stamm, Bürgermeisterkandidat der CSU

Vieles sei in den vergangenen Monaten an ihn herangetragen worden und er habe bei vielen Themen festgestellt: "Die Bürger finden sich oft nicht wieder. Sie haben das Gefühl, es wird über ihren Kopf hinweg entschieden. Ob es tatsächlich so ist, sei dahingestellt, aber so wird es eben empfunden." Das Manko beim Bürgerdialog will Stamm beheben, beispielsweise ihre Sorgen wegen der Leerstände aufgreifen. "Die Bürger haben Angst um ihre schöne kleine Innenstadt."

Etwas enttäuscht zeigte sich Thomas Stamm von den Haushaltsberatungen im Stadtrat. Ihm habe "ein roter Faden, der durch alle Gruppierungen geht" gefehlt. Stamm: "Da gehört eine gemeinsame Zielsetzung rein." Schade sei, dass das Bemühen der CSU um weitere Wohngebiete abgelehnt wurde. Natürlich müsse man die Ortskerne revitalisieren und Leerstände wieder reaktivieren, "aber viele junge Familien wollen eben ihr Häuschen bauen". Wolle man sie in Marktheidenfeld halten, dann brauche es eben entsprechende Angebote.    

Lermann-Areal: ein "Juwel in der Innenstadt"

Von einem "Juwel in der Innenstadt" sprach Thomas Stamm in Bezug auf das Lermann-Areal und den Festplatz. "Das haben viele noch gar nicht erkannt, was das für die Entwicklung der Stadt Marktheidenfeld an Möglichkeiten bietet", betonte er. Hier müsse man Gespräche suchen, Visionen entwickeln und Pläne machen.

"Mir liegt die Mainufergestaltung am Herzen", schnitt Stamm ein weiteres Thema an. Er möchte den Mainkai "zum Wohle der Bürger noch schöner machen". Momentan gebe es ein Moratorium zu diesem Thema, doch dann möchten die Marktheidenfelder eine Lösung für den Mainkaiparkplatz, den Mehrgenerationenspielplatz und die Baustraße haben, sagte der Bürgermeisterkandidat, der diese Lösung auch zusagte.  

Stamm zur Schulentwicklung: Erst MSP-Halle neu bauen

Zur Fortentwicklung der Schulen hoffte er, dass der Kreistag in seiner Sitzung am Freitag bei diesem Thema "nicht schneller ist als unsere Ideen". Stamm, der auf der Liste der UGM (Unabhängig gemeinsam für MSP) für den Kreistag kandidiert, appellierte: "Wir dürfen die Sportflächen nicht versiegeln; es ist ganz wichtig sie zu erhalten." Deshalb sei er dafür, zunächst die Main-Spessart-Halle neu zu bauen, dann das Gymnasium zu sanieren und dann die Realschule neu zu machen.

Leonhard Scherg, der gemeinsam mit Christian Menig den Wahlausschuss bildete, gratulierte Stamm zur Wahl. Er sei "der ideale Kandidat", fand der Altbürgermeister. Zu Beauftragten für den Wahlvorschlag wurden Klaus Feder und Karlheinz Feser gewählt. Fraktionschef Christian Menig wies auf die Aufstellungsversammlung der Liste am Dienstag, 3. Dezember, um 20 Uhr im Franck-Haus hin. Schon jetzt verriet er: "Wir haben eine sehr, sehr junge Liste." 

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