MITTELSINN

Christbaumdorf: Adventsmarkt soll größer werden

Beflügelt vom so nicht erwarteten Erfolg der vier Adventsmarkt-Tage startet der junge gemeinnützige Verein Christbaumdorf in sein zweites Jahr. Rund 50 Mitglieder kamen am Sonntagabend im Mittelsinner Sportheim zusammen. Sie zogen ein Resümee der Großveranstaltung und überlegten weitere, andere Projekte. Nicht nachlassen in der Werbung für das Dorf, den Sinngrund und die heimischen Produkte, dabei das Brauchtum pflegen und aber sich nicht in zu vielen Aktionen verzetteln – das war das Fazit des Abends.

Uwe Klug, der Vorsitzende von Christbaumdorf e. V., begann die Versammlung mit einem Rückblick auf die Adventsmarkt-Tage: „Ich möchte mich bei Euch allen bedanken; Ihr habt wahnsinnig was geleistet für Mittelsinn!“ Der schönste Lohn für alle Anstrengungen seien die nach verschiedenen Schätzungen über 10 000 Besucher gewesen, und von allen – aus der näheren und weiteren Umgebung – habe es viele positive Rückmeldungen gegeben.

50 Prozent mehr Besucher

Damit steht fest: Auch im kommenden Dezember wird das Christbaumdorf in den Sinngrund zu Adventsmarkt-Tagen einladen. Und: „Weil sich dann herumgesprochen hat, wie gut unser Markt ist, sind 50 Prozent mehr Besucher zu erwarten“, sagte Klug.

Seinen Worten zufolge werden dann noch mehr Höfe öffnen, denn die Angebote dort, verbunden mit der Gastfreundschaft, hätten sich als das große Plus des Adventsmarkts erwiesen. Weitere Redner nannten als Vorzüge die Weitläufigkeit und das zum Teil autofreie Dorf, sodass es wirklich kein unangenehmes Gedränge gab. Umgekehrt loben die Gastgeber ihre Besucher: Sie hätten die Straßen nicht vermüllt und die (überall privat zur Verfügung gestellten) Toiletten ordentlich hinterlassen.

Wünschenswerte Verbesserungen

Um eine Umsetzung wünschenswerter Verbesserungen will sich die Vorstandschaft bemühen. Aufgezählt wurden etwa eine bessere Beschilderung, bessere Beleuchtung der Straßen am Abend, noch mehr Schmuck und zurückhaltende Weihnachtsmusik, die an bestimmten Stellen zu hören sein sollte. Auch wünscht sich die Christbaumdorf-Führung einen ebenso originellen wie effizienten Abtransport der im (autofreien) Dorf bei den 30 Christbaumbauern gekauften Bäume zu den geparkten Autos am Dorfrand. Des Weiteren sollten die Bäume nicht versteckt in den Höfen, sondern direkt an den Straßen angeboten werden; das wäre zugleich ein schöner Dorfschmuck.

Ein Beleg dafür, wie attraktiv das Christbaumdorf ist, war in der Versammlung, dass sich eine auswärtige Teilnehmerin gleich für den nächsten Adventsmarkt mit einem Stand anmeldete und auch Mitglied im Verein wurde. Somit ist sie das 100. Mitglied, wie Uwe Klug feststellte. Seinen Angaben zufolge haben einige mehr bereits ihren Beitritt erklärt, jedoch das Formular noch nicht unterschrieben.

Der Vereinszweck besagt, Mittelsinn und den Sinngrund ideell zu fördern und in der touristischen und wirtschaftlichen Entwicklung zu unterstützen. Deswegen beschränkt sich der Verein nicht auf die Adventsmärkte, sondern will sich das ganze Jahr über einbringen. Hans-Ekkehard Rösch zum Beispiel kann sich vorstellen, zusammen mit Partnern und Vereinen Ende März, Anfang April zu einem „Frühlingserwachen“ einzuladen – ein Festchen, das mit einer oder mehreren Wandertouren durch die Natur (und frisch bepflanzten Christbaumkulturen) verbunden wird.

Begehrter Holzbackofen

Rösch hatte an den Adventsmarkt-Tagen seinen privat gebauten Holzbackofen angeschürt und war dann mit dem Backen kaum nachgekommen. Von Besuchern, sogar aus Retzbach, war er gebeten worden, möglichst bald wieder einen Backtag einzulegen.

Der Verein könnte an die Tradition anknüpfen, zur besonders gepflegten Kirchweihfeier in Mittelsinn Verkaufsstände beizusteuern. Eine weitere Überlegung ist, den Johannistag 24. Juni – das sogenannte Sommerweihnachtsfest – in besonderer Weise zu begehen. Die Vorstandschaft wird sich mit den Ideen befassen.

Wichtig sei es, so Vorsitzender Klug, die Finanzausstattung des jungen Vereins dauerhaft zu stärken. Bislang wurden die Ausgaben allein durch den Jahresmitgliedsbeitrag von 25 Euro und durch Spenden bestritten. So traten vier Mittelsinner Standbetreiber jeweils einen Teil ihrer Einnahmen vom Adventsmarkt an den Verein ab: 1400 Euro, 350 Euro und zweimal 100 Euro.

Finanzausstattung verbessern

Momentan habe der Verein ein leichtes Plus, berichtete Kassier Philipp Kuhn. Das reiche aber nicht zum Beispiel für weitere Plakate, Faltblätter, Weihnachtsschmuck oder eine einheitliche Ausstattung mit Getränkebechern. Wolle man sich den Namen Christbaumdorf rechtlich schützen lassen, koste das 700 bis 1000 Euro, nannte Uwe Klug ein weiteres Beispiel. Klar sei, dass man beim nächsten Adventsmarkt gesonderte Standgebühren in irgendeiner Form erheben werde.

Der Verein zeige sich weiterhin offen für Anregungen, betonte Klug, da ein wichtiges Ziel immer die Stärkung der Gemeinschaft im Dorf und im Sinngrund sei. Ansprechpartner sind die Vorstandsmitglieder: Uwe Klug, Ulrich Sachs, Philipp Kuhn, Simone Engelhaupt, Astrid Brust, Georg Heberer, Ingo Blum und Ernst Wolf.

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