MITTELSINN

Christbaumdorf rüstet sich für Adventsmärkte

Braumeister Manuel Müller (links) taucht beim „Gestachelten Bier“ den glühenden Edelstahl-Stachel in die Biere, in denen sich dann zischend etwas Karamell-Aroma bildet. Vorkoster waren die Vorstandsmitglieder Simone Engelhaupt, Uwe Klug und Ulrich Sachs vom Christbaumdorf e. V., Christian Beiler aus Rieneck („Big Boys Grill“) und einige Nachbarn. Foto: Michael Fillies

Den Abschluss des Reigens der großen Weihnachtsmärkte in der Region bilden die Mittelsinner Adventsmärkte am 10./11. und am 17./18. Dezember. Das ganze Christbaumdorf hat sich gerüstet, zum ersten Mal finden Märkte in dieser Größenordnung statt. Alle waren eingeladen sich zu beteiligen, und Uwe Klug, der Vorsitzende des jungen Vereins Christbaumdorf, ist über den Zuspruch hoch erfreut: „Dass so viele mitmachen, damit hat keiner gerechnet. Das ganze Dorf ist im Ausnahmezustand. Es ist ein schönes Gemeinschaftsgefühl entstanden.“

Bummel durchs Dorf

Wer noch ein Weihnachtsgeschenk braucht, wer noch keinen Christbaum hat, der kann an den Wochenenden den Einkauf mit einem Bummel durch Mittelsinn verbinden. Die mit knapp 850 Einwohnern kleinste Gemeinde im Landkreis Main-Spessart, die führend im Christbaumanbau ist, hat sich im Sommer zum Christbaumdorf ausgerufen. Vor zwei Wochen war die Deutsche Christbaumkönigin Saskia Blümel zu Gast und hat mit Landrat Thomas Schiebel und weiteren Ehrengästen die Christbaumsaison eröffnet (wir berichteten). Die erste große Aktion des mittlerweile über 100 Mitglieder zählenden Vereins sind die Adventsmärkte.

Monatelange Vorbereitung

Die Vorbereitungen laufen seit Monaten. „Mit dem Organisationsaufwand hatten wir nicht gerechnet“, bekennt Simone Engelhaupt, die Schriftführerin des Vereins, und sie zählt auf: Hygienerichtlinien, Sicherheitsvorschriften, Jugendschutzbestimmungen, Verkehrsregelung . . . Zahlreiche Besprechungen dafür waren nötig. Da die Polizei an den Adventsmarkt-Tagen von jeweils über 5000 Besuchern ausgehe, seien die Verkehrsbeschränkungen unumgänglich gewesen. „Wir hoffen, dass wir in diesem Sinne für alle die bestmögliche und für alle verträglichste Lösung gefunden haben.“

Viermal von 11.30 bis 20 Uhr

An diesem dritten und am kommenden vierten Adventswochenende jeweils samstags und auch sonntags von 11.30 bis 20 Uhr werden an über 50 Stationen im Dorf viele Attraktionen und Weihnachtsartikel für Groß und Klein geboten, dazu allerlei Kulinarisches von der Haxe bis zur Bratwurst sowie alle möglichen Getränke. Und natürlich Christbäume in Hülle und Fülle.

Über 20 Mittelsinner Höfe öffnen und laden zum Besuch ein, dazu kommen zahlreiche Ständler aus der Region. Die Angebote sind übers Dorf verteilt. Auswärtige Besucher, die nicht Bus und Bahn nutzen, können ihr Auto am Ortseingang stehen lassen – insgesamt zehn Parkplätze stehen zur Verfügung, darunter einer mit einer Kapazität für 400 Fahrzeuge. Da die Hauptstraße zum Teil für den Verkehr gesperrt ist, können die Besucher in Ruhe von Station zu Station durchs ganze Dorf bummeln. Für den Verkehr wird eine Umleitung (Auraer Straße, Brachetalstraße, Brachetalringweg) ausgeschildert.

Milchviehhof zu besichtigen

Etwas abseits gelegen, aber einen Spaziergang wert sind die Höfe, die auf dem Plan am Ortseingang mit den Nummern 17 und 18 gekennzeichnet sind. Es handelt sich zum einen um den Bauernhof Fischer, den letzten verbliebenen Milchbauernhof im Dorf; dort kann der Hof mit der Viehhaltung besichtigt werden und gibt es unter anderem Milch und Schnaps zu kosten. An einem Wochenende sind dort auch das Amt für Landwirtschaft und der Bauernverband mit einem Informationsstand vertreten. Zum anderen handelt es sich um den Hof der Familie Rösch, wo ein Holzbackofen betrieben wird (Brote und Brötchen, Haxen ab 15 Uhr, verschiedene Plootz, Riebelkuchen, Dinkelstollen und anderes mehr).

Spezielle Gebäckauswahl

Besonders stolz ist Uwe Klug, dass Georg Heberer, Chef der Wiener Feinbäckerei (Mühlheim/Main und Weimar), eigens einen Weihnachtswagen mit einer Gebäckauswahl schickt. Auch die örtlichen zwei Gaststätten und die Metzgerei beteiligen sich. Der Adventsmarkt umfasst unter anderem: zwei Lagerfeuer, ein Stand mit Alpakas (Wolle von diesen Tieren und von Schafen), Mittelsinner Weihnachtspresssack, Damwildfleisch, Weihnachtsexpress mit Nikolaus zum Bergsee, Stände der SOS-Dorfgemeinschaft Hohenroth und der Pfadfinderburg Rieneck, Bogenschießen, Quadfahren, „Big Boys Grill“ aus Rieneck, „Rudolf the Red-Nosed Rennbier“ und Stachel-Bier vom „Goikel-Bräu“ Halsbach und vieles andere mehr.

Nähere Informationen auch im Internet unter www.christbaumdorf.de

Eine der Attraktionen der Mittelsinner Adventsmärkte wird das Backofenfest der Familie Rösch in der Brachetalstraße sein: Brote, Brötchen, deftige Plootz, Haxen und Dinkelstollen aus dem Holzbackofen. Foto: Michael Fillies
Der Mond ist aufgegangen über dem Christbaumdorf Mittelsinn. Foto: Michael Fillies
Das ganze Christbaumdorf Mittelsinn hat sich auf die ersten großen Adventsmärkte an diesem und am kommenden Wochenende (10./11. und 17./18. Dezember) vorbereitet. Über 20 Höfe werden geöffnet sein. Foto: Michael Fillies

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