Marktheidenfeld

Circus Barus: Zwei Stunden lang Illusion und Nostalgie

Marcel Lauenburger beeindruckt das Publikum mit seiner atemberaubenden Feuershow. Foto: Dorothea Fischer

Wenn sich der Eingang des gelb-roten Zeltes schließt, entführen Marco Frank und seine Familie des Circus Barus die Zuschauer für etwa zwei Stunden in eine Welt voller Illusionen und einem Hauch Nostalgie. Wer in diesen Tagen in der Nähe der Martinswiese an der alten Mainbrücke in Marktheidenfeld ist, sieht das große Zelt, die Tierunterkünfte und die Zirkuswagen schon von weitem.

Das kleine Pony "Liebling" grast auf der Wiese, die Kamele recken ihre Hälse neugierig in die Luft. Kurz vor Beginn der Vorstellung wird die Mähne von "Artus", dem spanischen Hengst, gekämmt. Franks Ehefrau Bianca ist hinter den Kulissen und im Kassenwagen zu finden. Sie verkauft Eintrittskarten, Popcorn, Getränke und andere Leckereien.

Und dann ertönt die Zirkusmusik, die Vorstellung beginnt. Am Samstagnachmittag sind rund 50 große und kleine Zirkusfreunde gekommen – in allen Kategorien sind noch Plätze frei.

Marco Frank und fünf Artisten zeigen in der Manege ihr Können. Ein Höhepunkt ist sicherlich die Feuershow, die Marcel Lauenburger zeigt. Er beherrscht die Flammen, lässt sie tanzen, am bloßen Arm entlangwandern, spuckt Feuer und löscht es wieder – scheinbar mit dem eigenen Atem. Seine Frau Esmeralda, die Cousine von Chefin Bianca Frank, tanzt mit den Hoola-Hoop-Reifen oder reicht später bei Marcels Jonglagenummer auf dem Podest die Utensilien.

Das freche Pony "Liebling" hört nicht auf die Kommandos des Zirkusdirektors Marco Frank. Erst wenn das Publikum klatscht, verlässt es flink die Manege Foto: Dorothea Fischer
Alice Frank, die Tochter von Zirkusdirektor Marco Frank, zeigte ihr Können hoch oben unter dem Zeltdach am Senkrechttuch. Foto: Dorothea Fischer

Und zusammen mit Alice und Aloma, den Töchtern von Marco Frank, tanzt Esmeralda durch die Manege. Die jungen Mädchen wirbeln einzeln oder als "Duo Orion" hoch in der Luft unter der blauen Kuppel. Mit Reifen, Tuch oder Netz zeigen sie gewagte Darbietungen und versetzen die Zuschauer in Staunen.

Ein bunter Reigen an Tierdressuren begeistert vor allem die kleinen Gäste. Frank und Tochter Aloma zeigen, was Hunde, Pferd und Pony, Esel und Lama können. Trampeltiere und Dromedare stolzieren ebenso durch die Manege wie eine kleine Ziegenherde. In der Pause ist Zeit zum Füttern und Streicheln der Tiere, auch der Affen, Maultiere und Pferde, die nicht in der Show auftreten. Der Tierschutz liegt Frank und seiner Familie besonders am Herzen, betont er immer wieder.

Für viel Gelächter sorgt Clown Marcello im himmelblauen Frack, der sich für seine pantomimischen Nummern Unterstützung aus dem Publikum holt. Auch er ist ein Zirkuskind: Sohn von Direktor Marco Frank. Bereits in der achten Generation tritt die Familie in der Manege auf, sagt Vater Frank stolz.

Der Circus Barus gastiert noch bis Sonntag, 16. Juni, in Marktheidenfeld auf der Martinswiese. Vorstellungen sind noch am Freitag, 14., und Samstag, 15. Juni, jeweils um 16 Uhr, sowie am Sonntag, 16. Juni, um 11 Uhr. Am Freitag ist Kindertag. Pro zahlendem Erwachsenen hat ein Kind freien Eintritt.

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