Lohr

Das Beste angekündigt und geboten

Fast drei Stunden lang unterhielt die Wombacher Blasmusik bei ihrem Benefizkonzert am Samstagabend in der Stadthalle rund 750 Besucher vortrefflich.  Foto: Gabi Nätscher

Zum ersten Mal in der neuen Lohrer Stadthalle hat am Samstagabend die Wombacher Blasmusik gespielt. Und das gleich vor vollem Haus: Mit 750 Zuhörern war das Benefizkonzert zugunsten des Lions-Clubs Lohr-Marktheidenfeld schon lange ausverkauft gewesen.

Alle zwei Jahre laden die Musiker der Wombacher Blasmusik unter Leitung von Klaus Hübner schon jahrzehntelang zu einem festlichen Konzert ein. In diesem Jahr feierten die Wombacher ihr 125-jähriges Bestehen, so sollte das Konzert ein besonderer festlicher Abschluss werden. Und das war es: Drei Stunden lang unterhielt das 45-köpfige Orchester mit Klassikern der konzertanten Blasmusik.

"Das Beste aus Musical, Pop- und Filmmusik" war das Konzert überschrieben und hat es auch geboten. Rolf-Dieter Amann gab einen kleinen Abriss über die Arbeit des Clubs speziell in der Region. Moderiert hat der Hornist Sebastian Herbert informativ und unterhaltsam. Oft brachte er mit – auch mal mit Reimen oder im schönsten Dialekt - den ganzen Saal zum Lachen. Aber das Wichtigste war doch die Musik. Das begann mit den "Symphonic Marches", einer Trilogie von (Film-)Melodien von John Williams aus Indiana Jones, Krieg der Sterne und der Eröffnungsfanfare der Olympischen Sommerspiele in Los Angeles 1984. Auch an sehr schwierige Kompositionen wie "Tirol 1809", einer klassischen Blasmusikliteratur von Sepp Tanzer, oder das Stück "Foundry", Impressionen aus einem Stahlwerk von John Mackey, das vor allem die Schlagzeuger forderte, wagten sich die Musiker heran.

Soundtrack-Höhepunkte aus "Robin Hood", "Tanz der Vampire" oder verschieden Disney-Filmen hatten Wiedererkennungswert. Das gilt auch für Variationen wie von "Yesterday" von den Beatles, "Black or White" (Michael Jackson) und zum Abschluss ein Medley aus Hits der 80er-Jahre – allesamt Ohrwürmer. Und allesamt in perfekter Harmonie, sauber aufeinander abgestimmt in vollem, ausgewogenem Klangkörper gespielt. Das Zuhören war eine wahre Freude. Das Publikum war begeistert. Es forderte vehement Zugaben. Dem kamen die Wombacher mit ihrem eigenen Marsch, dem "Wombacher Musikantenmarsch", einer Variation von "Guten Abend, gut Nacht" im Polkastil und nochmals Auszügen aus dem Konzertprogramm nach.

Hintergrund: Arbeit des Lions-Clubs Lohr-Marktheidenfeld
Mit dem Erlös des Benefizkonzertes möchte der Lions-Club besonders die regionale Aktion "Kinder in Not" unterstützen, wie Präsident Rolf-Dieter Amann erklärte. Seit zehn Jahren gibt es laut Amann das Projekt, das Arno Schmitt und Robert Engelhard ins Leben gerufen und viel Zeit und Engagement hineingesteckt haben. Bisher seien 100 000 Euro dafür bereitgestellt. Das Geld kommt nach Angaben des Lions-Clubs zu 100 Prozent den bedürftigen Kindern im Landkreis Main-Spessart zugute. Die Sach- oder Dienstleistungen werden direkt abgerechnet. Es gebe auch im Main-Spessart-Kreis noch Kinder, die zum Beispiel auf dem Boden schlafen müssten. Für sie werden Betten gekauft. Alle Einzelprojekte werden anonym abgewickelt. "Wir unterstützen auch Kindergärten, Schulen und die Lebenshilfe vor Ort", informierte Rolf-Dieter Amann. Sein Schwerpunkt werde es sein, die gezielte Unterstützung auf bedürftige ältere Mitbürger auszudehnen. "Da kann auch dieses Benefizkonzert helfen." Gerd Ullrich, Vorsitzender des Wombacher Musikvereins, setzte noch eins drauf: "Wir haben bei unserem Kreismusikfest auf Gastgeschenke verzichtet. Deshalb können wir Ihnen für den guten Zweck noch einmal 500 Euro extra überreichen."

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