Rieneck

Das historische Eck in Rieneck bleibt ein Schmuckstück

Markantes Haus an der Engstelle in Rienecks Stadtmitte: das historische Haus ist seit Tagen eingerüstet, wird renoviert und saniert. Foto: Karl-Heinz Wiesenfelder

Es ist eines der Wahrzeichen der Stadt, zusammen mit dem alten Rathaus und der Pfarrkirche prägt es den Stadtkern Rienecks, und ist, neben der Burganlage hoch über den Dächern der Stadt, das wohl meist fotografierte und bestaunte Gebäudeensemble für Touristen und Passanten: das historische Haus mit seiner prägnanten Schieferverkleidung und den Eichensäulen.

Unter der "Läwer" war schon seit frühesten Jahren der Treffpunkt zum Plauschen für die Rienecker oder zu Diskussionsrunden nach den Gottesdiensten, früher stand hier ein großer Sandsteinbrunnen für das Tränken des Viehs. Das Haus ist seit jeher im Privatbesitz, ältere Rienecker kennen noch die "Stöffles Marie", wie Maria Müller im Volksmund genannt wurde, und wie sie die Leute, die Festumzüge oder das Treiben auf der Straße oder vor dem Gasthaus Löwen aus ihrem Fenster im Obergeschoss verfolgte.

Wahrzeichen Rienecks soll erhalten werden

Nach ihrem Tod war das Haus im Besitz ihres Sohnes Siegfried, der es zeitweise bewohnte und im Erdgeschoss an unterschiedliche Geschäftstreibende vermietete. Nachdem Siegfried Müller vor einiger Zeit auch verstarb, kümmert sich nun dessen Sohn Stefan Müller um das Weiterbestehen und die Erhaltung dieses historischen Hauses.

Und erfreulicherweise liegt dem neuen Besitzer sehr viel daran, dieses Wahrzeichen Rienecks und das Haus der Familie zu erhalten und mit Leben zu füllen. "Dabei kommt mir gelegen, dass ich beruflich in dieser Sparte tätig bin, ich habe schon eine ganze Reihe historischer Häuser erworben, restauriert oder instandgesetzt, und verkauft oder vermietet, meist in der Umgebung Würzburgs", so der engagierte Enkel der Marie Müller, der in Würzburg/Heidingsfeld sein Zuhause hat, bei einem Gespräch.

Er legt bei manchen Arbeiten selbst, soweit möglich, gerne Hand bzw. Bohrer und Meißel mit an, wie etwa bei der Freilegung des Sandsteinsockels, der mit Putz verkleidet war. Die Hauptarbeit ist jedoch die Fassadenerneuerung und Isolierung, der Einbau neuer Isolierfenster und Putzarbeiten an den Wänden, die nicht mit Schiefer verkleidet sind. Deshalb ist das Haus auch seit einigen Wochen rundum eingerüstet, die Malerfirma Riedmann führt diese Arbeiten fachgerecht aus.

Renovierung nach Fertigstellung der Umgehungsstraße

Derzeit werden von der Schreinerei Schneider noch die Fensterumrahmungen aus Holz eingebaut, die zur Verkleidung der neuen Kunststofffenster dienen und zur Auflage vom Denkmalschutz gemacht wurden. Vorhergegangen waren Gespräche und das Ausfüllen von Formularen in der Stadt bzw. beim Amt für Denkmalpflege, "aber die verliefen zügig und ohne Probleme", so Stefan Müller. Denn bei einem Haus mit solch historischem Wert war der Rat und das Einverständnis der Fachleute von großer Wichtigkeit.

Die Arbeiten hätte der Besitzer gerne schon früher begonnen, doch es war ratsam, die Fertigstellung der Umgehungsstraße abzuwarten, "denn eine Einrüstung, wie es jetzt der Fall ist mit dieser Engstelle an der Kurve, die Staus mit Lkws oder Bussen wären vorprogrammiert", so Müller. Jetzt sei der Verkehr kein Problem, da nur ab und zu Autos oder Laster fahren und ausweichen können.

Das Haus konnte im Oberbereich nach Innenrenovierungen an eine Familie aus der näheren Umgebung vermietet werden, auch das kleine Cafe im Erdgeschoss bleibt für ein gemütliches Kaffeepäuschen oder einen Drink wie bisher bestehen. Es sieht also gut aus für das alte Haus an der Läwer, dank dem Engagement und der Liebe des Besitzers zu diesem Anwesen im Mittelpunkt von Rieneck.   

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