Burgsinn

Den Wald mit anderen Augen sehen

Burgsinns Bürgermeister Robert Herold zeigt sich von den in neuen Dimensionen gearbeiteten Naturaufnahmen der Fotokünstlerin Roswitha von Thüngen bei der Vernissage begeistert. Foto: Jürgen Gabel

Die Vernissage einer besonderen Fotoausstellung der in Burgsinn lebenden Künstlerin Roswitha von Thüngen lockte zahlreiche Besucher ins Obergeschoss und den Sitzungssaal des Rathauses. Die am Bodensee aufgewachsene Freiin erkannte schon früh ihre künstlerische Neigung zu Bildern, Zeichnungen und Fotografien. Doch die Fotografie blieb erst mal ihr Hobby, bis sie sich 1980 in Freiburg mit einem eigenen Fotostudio selbständig machte.

Endlich machte sie ihr Hobby zum Beruf, ohne je eine Ausbildung bekommen zu haben. Musiker und andere Künstler sowie Persönlichkeiten der Stadt ließen sich von ihr porträtieren und die ersten Ausstellungen folgten. Bis heute stellt sie in der gesamten Republik ihre sehenswerten Werke aus. Eine entscheidende Wende in ihrer Foto-Kunst trat ein, als sie ihre Arbeit auf Digitalkamera und Computer umstellte, erklärte von Thüngen. 1977 zog sie von Freiburg nach Burgsinn ins Neue Schloss nordöstlich der Marktgemeinde.

Neue Dimensionen erschaffen

Von nun an hatte es ihr der herrliche Wald rund um Burgsinn angetan, der sie täglich zu Spaziergängen mit der Kamera bewaffnet anlockte. Dabei kam ihr die Idee, die verschiedenen Pixelstärken als Gestaltungsmittel einzusetzen. Dabei spielen Licht und Schatten sowie Strukturen eine wichtige Rolle für den Bildaufbau. "Die mit meiner Mamiya geschossenen und bearbeiteten Naturaufnahmen wollen nicht den Wald dokumentieren; vielmehr sehe ich durch den Ausschnitt ein neues Bild, was dem Betrachter eine eigene Interpretation zulässt, die bei jedem Menschen anders sein kann".

Die rund 30 Exponate, die zu den Geschäftszeiten der VG Burgsinn bis Mitte Februar 2020 zugänglich sind, zeigen Detailaufnahmen, spontane Wahrnehmungen aus der Natur, um sich individuell auf das Wesentliche zu konzentrieren. Daraus hat die Künstlerin auch ihr Motto der Fotoausstellung kreiert; "Phantastischer Realismus", der manchmal eine dreidimensionale Plastik, überlagerte Fotoarbeiten oder einfach nur einen verwitterten Stamm zeigt, der durch interessante Couleurs der alten Farbmarkierung des Försters eine völlig neue Dimension erreicht. Dabei arbeitet die Künstlerin auf einem Bild mit unterschiedlichen Schärfen, die zu Phantasien für Köpfe, Tiere oder neuen Bildern anregen. Roswitha von Thüngen empfiehlt dem interessierten Besucher, "die Schönheit und Vielfalt der Natur mit neuen Augen wahrzunehmen".

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