Urspringen

Der Biber darf in Urspringen abgefangen werden

In seiner jüngsten Sitzung befasste sich der Gemeinderat Urspringen mit verschiedenen Themen.

Straßenausbau: Einstimmig (8:0) vergab das Gremium den Auftrag zum Ausbau der Gartenstraße und der Billingshäuser Straße mit Erneuerung der Kanalisation für rund 1,73 Millionen Euro an die Firma Zöller-Bau (Triefenstein). Die ebenfalls vorgesehene Erneuerung der Wasserleitungen läuft über den Zweckverband Urspringer Gruppe und ist mit knapp 300 000 Euro veranschlagt. Während des Ausbaus der beiden Straßen soll zur Beweissicherung eine Dokumentation über den Zustand angrenzender Bauwerke erstellt werden. Das soll zum Angebotspreis von rund 4800 Euro das Ingenieur- und Sachverständigenbüro Henneberger (Würzburg) erledigen.

Bauhof: Für die Errichtung des neuen Bauhofs segnete der Gemeinderat Mehrkosten von 2850 Euro ab. Diese sind dadurch entstanden, dass das Schmutzwasser des Bauhofs nicht wie ursprünglich vorgesehen über das  Entwässerungssystem des benachbarten Feuerwehrhauses abgeleitet werden kann, sondern über einen direkten Kanalanschluss erfolgen muss. Laut Bürgermeister Volker Hemrich liegt man bei der Errichtung des Bauhofs im Zeitplan.

Bauangelegenheiten: Jeweils einstimmig erteilte das Gremium grünes Licht für den Bau eines Einfamilienhauses mit Doppelgarage an der Castellstraße und, nachdem die Bezirksregierung einem vorzeitigen Maßnahmebeginn zugestimmt hat, der Beauftragung des Planers mit den Leistungsphasen 5 bis 9 (Ausführungsplanung, Vergabe, Bauüberwachung). Bei einer Gegenstimme (7:1) wurde eine Ausnahmegenehmigung für eine Stützmauer an der Straße "Am Schmiedsberg" erteilt, die dort laut Bebauungsplan eigentlich nicht zulässig wäre.

Treff 60-Plus: Wie schon in den vergangenen fünf Jahren soll der Treff 60-Plus auch heuer wieder einen Zuschuss für die Seniorenarbeit in Höhe von 500 Euro bekommen.

Musikverein: Einstimmig beschloss das Gremium, dass der bestehende Vertrag aus dem Jahr 1972 mit dem Musikverein durch einen neuen ersetzt werden soll. Darin ist festgelegt, dass der Musikverein die Kirchenparaden (Fronleichnam, Skapulierfest, Volkstrauertag), die Totengedenkfeier am Volkstrauertag, den Wallgang nach Mariabuchen sowie die Maibaumabholung musikalisch gestalten soll. Pro Auftritt soll es 85 Euro geben.

Männergesangverein: Auch der Männergesangverein soll für die Mitgestaltung kultureller Anlässe 85 Euro pro Auftritt erhalten; aktuell ist dies die Totengedenkfeier.

TSV Urspringen: Der TSV hat die Schulturnhalle im Zeitraum Juli 2018 bis Juni 2019 rund 198 Stunden genutzt und musste dafür knapp 1200 Euro zahlen. Da die meisten Stunden laut TSV auf Jugendmannschaften entfielen, beantragte der Verein eine Teilübernahme der Kosten durch die Gemeinde. Die Gemeinde soll, wie in den Vorjahren, 1,50 Euro pro Stunde, also insgesamt 297 Euro übernehmen.

Biber: Laut Bürgermeister Volker Hemrich wurde die Genehmigung zum Abfangen "unseres Freundes" (damit meinte er den Biber) erteilt; die Genehmigung gelte für den Bereich der Kläranlage sowie der Gartenanlage. Der Zaun an der Kläranlage soll seinen Worten nach um 30 Meter erweitert werden.

Denkort: Mit Blick auf einen bereits im Gemeinderat erfolgten Grundsatzbeschluss teilte Hemrich mit, dass eine etwas verkleinerte Kopie des Überseekoffers, der in der Synagoge aufbewahrt werde, angefertigt und anschließend am Denkort Deportation am Würzburger Bahnhofsvorplatz aufgestellt werden soll. Zur Erinnerung an die Deportation der Juden aus Unterfranken in den Jahren 1941 bis 1944 wurde seit längerem der Denkort Aumühle in Würzburg vorbereitet. Er sollte den Abschluss des Weges der Erinnerung markieren. 2019 wurde aus verschiedenen Gründen umgeplant; die Realisierung soll nun als Denkort Deportation 1941 - 1944 am Würzburger Bahnhofsvorplatz erfolgen. Die offizielle Eröffnung ist am 21. April dieses Jahres vorgesehen.

Kindergarten: Verschiebungen gibt es laut Hemrich demnächst beim Kindergartenpersonal. Während eine Erzieherin die Einrichtung auf eigenen Wunsch zum 1. April verlasse, komme am 1. März eine andere. Ab September benötige man zudem eine weitere Erzieherin sowie eine Pflegerin.

Verkehr: Auf der Ortsdurchfahrt fahren im Schnitt täglich 2281 Fahrzeuge. Diese Zahl nannte Hemrich mit Blick auf das Verkehrserfassungsgerät, das im Zeitraum vom 14. März 2019 bis 11. Februar 2020 in Betrieb war.

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