MAIN-SPESSART

Der Landkreis hält an EMiL fest

Der Landkreis Main-Spessart hält an seiner Freiwilligenagentur „EMiL“ auch ohne staatliche Förderung fest. Das beschloss der Kreistag in seiner Haushaltssitzung. Die Freiwilligenagentur berät zu allen Fragen des bürgerschaftlichen Engagements auf kommunaler Ebene, koordiniert lokale Strukturen und Vernetzungen und entwickelt selbst Projekte. Der Betrieb der Freiwilligenagentur kostet im Jahr rund 35 000 Euro, 30 000 Euro sind Personalkosten für eine Teilzeitkraft mit 25 Wochenstunden. Sie nahm ihre Arbeit 2010 auf, die Förderung durch den Freistaat mit jährlich 12 000 Euro endet im April 2013.

Der Kreistag genehmigte zwei außerplanmäßige Investitionszahlungen mit Überschreitungen von mehr als 100 000 Euro im Haushaltsjahr 2012. Beim Bau der Zweifachsporthalle an der Realschule Gemünden wurde die Bauphase dank günstigem Wetters bis in den Dezember verlängert, womit der Haushaltsansatz von 1,5 Millionen Euro um 136 685 Euro überschritten wurde. Für die Ausstattung der Mechatronik-Technikerschule in Lohr wurde Ausstattung für 115 500 Euro gekauft. Einen Haushaltsansatz dafür gab es nicht, weil das Kultusministerium erst im Februar 2012 über die Ansiedlung informierte. „Da wurden wir vom Glück getroffen“, bemerkte Landrat Thomas Schiebel lächelnd.

Weiter genehmigte der Kreistag drei überschrittene Sachgebiets-Budgets. Zusammen mit der Umstellung auf Doppik im Jahr 2012 wurden erstmals für alle 17 Sachgebiete des Landratsamtes Budgets eingeführt. Um satte 109 Prozent überzog das Sachgebiet „Immissionsschutz, Wasserrecht, Abfallwirtschaft und -recht“ seinen geplanten Zuschussbedarf von 472000 Euro. Das liegt daran, dass beim Hausmüll, dem Dualen System und der Kreismülldeponie noch die Abschlussbuchungen fehlen.

Nicht ausreichend waren für das Sachgebiet „Naturschutz, Jagd und Fischerei, Land- und Forstwirtschaft“ 248 500 Euro, der Zuschussbedarf wurde um 22 Prozent überschritten. Mit erwarteten 508 100 Euro waren die Einnahmen aus der Fleischbeschau (Gebühren) zu optimistisch angesetzt. Bis zum Jahresende gingen nur 345 344 Euro ein, eine Monatsrate für Dezember von rund 30 000 steht noch aus.

Um knapp 20 Prozent überzog das Sachgebiet „Hauptverwaltung, Geschäftsleitung, Personalwesen“ sein Budget von gut drei Millionen Euro. Das liegt laut Kämmerei daran, dass ihm 850 000 Euro Abschreibungen für bewegliches Anlagevermögen zugeordnet wurden, was bei den noch ausstehenden Jahresabschlussbuchungen ebenso wie die Zahlen für die Abfallwirtschaft korrigiert wird.

Weitere Artikel

Schlagworte

  • Personalkosten
  • Staatliche Unterstützung und Förderung
  • Thomas Schiebel
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!