Karlstadt

Der Märchenprinz der KaKaGe

50 Jahre KaKaGe hat Fritz Arndt in seinen Fotoalben festgehalten. Foto: Günter Roth

Dass er die Nummer Eins der KaKaGe ist, hat Fritz Arndt erst bei der Ernennung zum Ehrenleutnant der Schwedengarde erfahren, als man die offiziellen Mitgliedsdaten aus der Gründerzeit 1970 herausgesucht hatte. Dass er aber eines der Gründungsmitglieder und darüber hinaus ein Urgestein der KaKaGe ist, war schon immer hinreichend bekannt.

Viel gibt es über den Fritz und seine Bedeutung für die Karschter Fasenacht zu berichten. Er war schon dabei, als 1966 der Junggesellenclub nachts um vier Uhr am Tag vor Heiligabend gegründet wurde. Er war dabei, als dem Club die Sache nach zwei Faschingszügen über den Kopf gewachsen ist und der legendäre Heinz Lummel verkündete: "Wir gründen einen richtigen Faschingsclub!". Kurios auch die damalige "Uniform" mit weißem Hemd und schwarzer Kniebundhose.

Fritz Arndt war auch dabei, als 1971 die Schwedengarde gegründet wurde, deren erste Aufgabe darin bestand, das wohl beliebte "Batzenärrle" Oki Keller zur Sitzung zu tragen. Seitdem war er ein fester Bestandteil der Schwedengarde, der gelernte Huf- und Wagenschmied fertigte in Handarbeit für seine Truppe 15 Scheiden aus Edelstahl für die Degen, entwarf eine neue Stahlkonstruktion für die Elferratsbühne und die Idee für die blauen Gurte oder Wehrgehänge mit den großen Schnalle ist auch von ihm. Heute leisten acht Männer Dienst in der Schwedengarde.

Seit 50 Jahren dabei

Normalerweise agierte Arndt eher im Hintergrund, abgesehen von Auftritten in der Bütt. In der Session 1986 wurde das Motto "Wie im Märchen" ausgegeben und da stand er mit Inge Huber als der Märchenprinz Friedrich I. ganz im Mittelpunkt. In den 50 Jahren als KaKaGe-Mitglied nahm er tatsächlich an allen Sitzungen in Karlstadt und sogar auswärts teil – eine schier unglaubliche Leistung.

Fritz Arndt erhält den Orden des Bundes Deutscher Karneval in Gold und Brillanten. Foto: Günter Roth

Natürlich wurden die Leistungen des 81-Jährigen im Lauf der vielen Jahre entsprechend gewürdigt. 95 Sessionsorden hat er bekommen und jetzt dem Karlstadter Stadtmuseum zur Verfügung gestellt. An der Wand in seinem Wohnzimmer allerdings hängen die vier wichtigsten: die Ernennung zum Ehrenleutnant der Schwedengarde, die beiden Verdienstorden des Bundes Deutscher Karneval in Gold und jetzt ganz neu der in Gold mit Billanten – und natürlich die höchste Auszeichnung für einen fränkischen Narren, der Till von Franken.

Auch heute ist Fritz Arndt noch bei jeder Sitzung und bei jeder Inthronisierung der Prinzenpaare dabei, wenn die Schwedengarde bei der Vorstellung das Degenspalier bildet und wenn es gilt, einen der unverzichtbaren Witze zu erzählen. "Solange ich gesund bleibe, werde ich der KaKaGe und der Schwedengarde treu sein – und ich hoffe da auf viele, viele Jahre!", sagt das Karlstadter Narrenurgestein und beschließt das Gespräch mit einem "Dreifach kräftigen Helau!!"

Die wichtigsten Orden für Fritz Arndt. Darunter der Till von Franken. Foto: Günter Roth

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