Karlstadt

"Der kleine Prinz" meisterlich am Klavier

Der Pianist und Student der Hochschule für Musik Würzburg Caspar Jörns eröffnete die diesjährige Konzertreihe "Meisterschüler am Klavier" im historischen Rathaus Karlstadt. Er spielte auch die Klaviersonate "Appassionata" von Ludwig van Beethoven.
Der Pianist und Student der Hochschule für Musik Würzburg Caspar Jörns eröffnete die diesjährige Konzertreihe "Meisterschüler am Klavier" im historischen Rathaus Karlstadt. Er spielte auch die Klaviersonate "Appassionata" von Ludwig van Beethoven. Foto: Josef Riedmann

Mit dem Pianisten Caspar Jörns startete die Konzertreihe der Stadt Karlstadt "Meisterschüler am Klavier" mit vier Studierenden der Fachhochschule für Musik Würzburg. Jörns stellte im Saal des Historischen Rathauses Kompositionen der Frühromantik in einen spannenden Dialog zu Werken der Moderne.

In sein Programm wob Jörns fünf Klavierstücke aus "Der kleine Prinz" des Ungarn András Hamary ein. Hamary, geboren 1950, hat seit 1986 eine Professur für Klavier und Kammermusik an der Hochschule für Musik in Würzburg inne. Die 2016 in Würzburg entstandene Komposition nimmt Themen und Figuren aus dem weltbekannten Märchen von Antoine de Saint-Exupéry auf und setzt sie in ungewohnter Art musikalisch um. Das Stück "Unterhaltung mit dem Fuchs" spielte Jörns ausschließlich mit der linken Hand, die Komposition die "Affenbrotbäume" endete mit dem Ellbogen auf den Tasten und einem abschließenden Schlag mit der Tastaturabdeckung.

Von einem zweiten Komponisten der Moderne, Sergej Prokofjew, spielte Jörns die Sonate Nr. 3 a-Moll op. 28, die sich von ruhigen bis bewegten Passagen in wilde disharmonische Tonfolgen steigerte. Im Gegensatz dazu stand die Klaviersonate Nr. 20 A-Dur D959 von Franz Schubert, die er in seinem Todesjahr komponierte. Jörns arbeitete die dynamischen Kontraste des Werkes brillant heraus.

Höhepunkt des Konzertes war die Sonate Nr. 23 f-Moll op. 57 von Ludwig van Beethoven. Die als Appassionata, die Leidenschaftliche, bezeichnete Klaviersonate schuf Beethoven 1804 nach einer tiefen Depression über seine Ertaubung. Das virtuose, ungestüme Werk fordert von einem Interpreten konzertante Technik und extrovertiertes Ausdrucksvermögen. Beides meisterte Jörns vorzüglich.

Der aus Detmold stammende und in Berlin aufgewachsene Pianist stammt aus einer Musikerfamilie. Er ist mehrfacher Preisträger verschiedener nationaler und internationaler Wettbewerbe, auch gemeinsam mit seiner Schwester, der Pianistin Flora Jörns. Nach seinem Bachelor-Abschluss an der Hochschule für Musik im Jahr 2017 studiert er weiterhin in der Klavierklasse von Professorin Enikö Török Klavier und Klavierpädagogik. Neben seinem solistischen Schaffen arbeitet er auch mit anderen Musikern zusammen, beispielsweise mit der in Würzburg ansässigen Chansonsängerin Heike Mix.

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