GEMÜNDEN

Der letzte Kick für die Berufswahl

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Berufsinformationstage

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Boxenstopp: Reifenwechsel in Sekundenschnelle konnten auch Mädchen am Stand der Firma Grampp trainieren. Foto: Ferdinand Heilgenthal

Eine ausgesprochen positive Bilanz zog Manfred Goldkuhle, Koordinator des Arbeitskreises Berufsinformationstage (BIT) zum Schluss der zweitätigen Veranstaltung in der Gemündener Scherenberghalle. Zwar sei ein Besucherrückgang zu verzeichnen, der eines Teils demografisch bedingt sei, weil es einfach weniger Schüler gibt, und andererseits am zweiten Tag dem Wetter geschuldet war, bei dem anscheinend der Gartengrill mehr lockte als das große Informationsangebot in der Halle. Trotzdem zeigten sich auch die 42 Aussteller sehr zufrieden mit dem Zuspruch.

Holger Steiger vom Landratsamt ermittelte für den Freitag, an dem die Schulklassen kamen, über 1200 Besucher. Am Samstag kamen rund 800. Das erstmals in dieser Form eingesetzte Hallenleitsystem habe sich bewährt und überhaupt habe man nach jetzt zwölf Veranstaltungen viele Erfahrungen gesammelt, die immer wieder zur Verbesserung der Organisation und des Ablaufs berücksichtigt wurden, berichtete Goldkuhle.

So habe es in diesem Jahr zur Vorbereitung erstmals eine spezielle Vorabinformation für die Schulen gegeben, was sich ebenfalls ausbezahlt hat. Das bestätigten auch übereinstimmend die Aussteller, wie Oberleutnant Marcus Klapprodt, der für die Bundeswehr und ihre 60 Ausbildungsberufe warb: „Die Schüler hatten gezielte Vorstellungen und fragten dementsprechend auch nach Spezialgebieten wie den Sanitätsdienst oder ganz einfach, wie kann ich Pilot werden?“.

Berufsinformationstage werden an Bedeutung gewinnen, ist sich Egon Birkenmaier, Leiter der gewerblich-technischen Ausbildung bei Bosch Rexroth, sicher. Die sich verringernden Schülerzahlen zwängen die Betriebe zu mehr Anstrengungen, um die richtigen Mitarbeiter zu finden. Genau das und die gute Wirtschaftslage der Industrie spüren die Handwerksbetriebe, wie Josef Kümmert vom Bäckerfachverein MSP und sein Standnachbar Hermann Knauer von der Metzgerinnung beklagen: „Die Industrie stellt wieder mehr ein und das merken wir“.

Trotzdem sind auch sie sehr zufrieden mit den beiden Tagen und bestätigen die Aussage Goldkuhles, die er aus den schriftlichen Rückmeldungen kennt: „Es ist seit Jahren genau ein Drittel der Schulabgänger, denen die Berufsbildungstage die letzte Bestätigung, den letzen Kick für ihren Berufswunsch gaben“.

Ohne Sponsoren, wie die Sparkassenstiftung Main-Spessart oder die Raiffeisenbank wäre das in dieser Form nicht zu organisieren, sagte Goldkuhle weiter und zählte eine ganze Reihe wichtiger Unterstützer auf: Die Stadt Gemünden mit Bürgermeister Georg Ondrasch und Tourist-Info-Chefin Inge Albert, die Mitarbeiter des Arbeitskreises und des Landratsamts, dem Kreisbauhof und viele mehr, bis hin zu den Gemündener Mittelschülern, die für die Verpflegung sorgten.

Jetzt gelte es, die Rückmeldungen auszuwerten, die Sieger des Preisausschreibens zu ermitteln, bis am 12. Mai in der Sitzung des Arbeitskreises darüber entschieden wird, ob es auch die 13. Berufsinformationstage gibt. „Die Zeichen dafür stehen nicht schlecht“, antwortet Goldkuhle lächelnd auf die entsprechende Frage und ergänzt: „Wir haben wegen des weiter steigenden Platzbedarfs schon daran gedacht das Foyer dazu zu nehmen und die Vorträge im Nebenzimmer der Gaststätte anzubieten.“

Führungsqualität: Das neue Leitsystem hat sich bewährt. Foto: Heilgenthal

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