DERTINGEN

Dertingen sucht Hilfe bei den Nachbarn in Bayern

Bayerische Schützenhilfe für das badische Dertingen: Eine BI besuchte den CSU-Bezirkstag, um sich Unterstützung für den sechsspurigen A-3-Ausbau in Baden-Württemberg zu holen. Von links: Ortschaftsrat Udo Schlundt (Dertingen), Ralf Enzfelder, Stefan Kempf (beide aus Wertheim), Ministerpräsident Horst Seehofer, Dr. Winfried Bausback (CSU Aschaffenburg), Hermann Pabst (Dertingen) und Staatssekretär Gerhard Eck. Foto: BI Dertingen

„Dertingen zu Bayern? – Das lässt sich machen!“ Diese Antwort gab der bayerische Ministerpräsident Horst Seehofer jüngst vor Beginn des CSU-Bezirksparteitages in Bessenbach. Anlass für diese nicht ganz ernst gemeinte Aussage war das Gespräch dort zwischen Seehofer und einer Bürgerinitiative aus dem badischen Dertingen, die sich für den sechsstreifigen Ausbau der A 3 einsetzt.

Die Dertinger sehen sich schon jetzt bei Staus zusätzlichem Verkehr und Lärm ausgesetzt und fürchten eine Verschlimmerung, sollte Bayern die A 3 erweitern, aber auf 6,5 Kilometern in Baden-Württemberg ein Flaschenhals bleiben. Die BI besteht aus Dertingern und Bewohnern aus der Region. Sprecher und Organisatoren sind Ortsvorsteher Egon Beuschlein und Ortschaftsrat Udo Schlundt sowie Brigitte Baumann.

Rund 50 Bürger aus Dertingen und weiteren Wertheimer Stadtteilen trafen sich jüngst im Dertinger Rathaus mit dem baden-württembergischen Stimmkreisabgeordneten Dr. Wolfgang Reinhart, um den A-3-Ausbau zu diskutieren, der für die grün-rote Landesregierung nicht an erster Stelle steht. Reinhart versprach, sich für die BI einzusetzen und den bayerischen Ministerpräsidenten Seehofer um Unterstützung zu bitten. Über die CSU Aschaffenburg kam dann die Einladung zum CSU-Bezirkstag, auf dem auch Gerhard Eck, Staatssekretär im Bayerischen Innenministerium, auf die Problematik des sechsspurigen Ausbaus einging: Der für die Bundesautobahn zuständige CSU-Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer wolle die für das badische Teilstück veranschlagten 50 Millionen Euro nun von Baden-Württemberg nach Bayern transferieren, damit die Autobahndirektion Nordbayern das umstrittene Teilstück von 6,5 Kilometern Länge ebenso wie die übrigen 88 Kilometer bauen könne. Inzwischen warb die Dertinger BI auch bei der Kreis-CSU Main-Spessart für ihr Anliegen.

Weitere Aktionen sind in Arbeit: ein Aufruf, Postkarten mit der Forderung des A-3-Ausbaus an den baden-württembergischen Ministerpräsident Winfried Kretschmann zu schicken, sowie Plakatierungen in und vor Dertingen. Am Dienstag drehte der Bayerische Rundfunk im Ort. Der Beitrag wird voraussichtlich am Donnerstag, 27. September, ab 20.15 Uhr in der BR-Sendung „Quer“ gezeigt.

Am 21. Oktober wird Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann nach Wertheim kommen und dort den Bahnhof offiziell eröffnen. Dann wird ihn auch die Dertinger Bürgerinitiative mit einer Demonstration empfangen.

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