Gemünden

Dicker Brocken Scherenberghalle: Wo Gemünden 2020 investiert

Die Stadt Gemünden investiert dieses Jahr fast fünf Millionen Euro. Allein der Kindergarten in Gemünden macht davon über ein Fünftel aus.
Die Scherenberghalle in Gemünden. Foto: Michael Mahr

Am Montag stand bei den Haushaltsberatungen im Gemündener Stadtrat das Investitionsprogramm für dieses und die kommenden Jahre auf der Tagesordnung. Fast fünf Millionen Euro an Investitionen sind 2020 geplant, wobei der Stadt abzüglich Förderungen und Kostenbeteiligungen nur 1,6 Millionen an Ausgaben bleiben. Die größten Posten für dieses Jahr sind die Erweiterung des städtischen Kindergartens in Gemünden, die Digitalisierung und Sanierung der Schulen, die Scherenberghalle, die Feuerwehren (wir berichteten), Arbeiten im Rathaus – und wieder die Mainbrücke.

Die Erweiterung des Kindergartens St. Martin soll mit der Planung 1,45 Millionen Euro kosten. 90 Prozent der Kosten bekommt die Stadt aber vom Freistaat wieder. Martin Geßner (Öko-Kreis) lobte dafür die Stadtverwaltung, dass sie diese Förderung aufgetan hat. Bürgermeister Jürgen Lippert kommentierte: "Wir nehmen gern 90-prozentige Förderungen."

Für die Digitalisierung der Schulen – Grundschule Gemünden 83 900 Euro, Grundschule Wernfeld 33 950 Euro, Grundschule Langenprozelten 52 450 Euro und Mittelschule Gemünden 490 900 Euro – bekommt die Stadt hohe Zuschüsse aus einem Förderprogramm des Bundes. In der Mittelschule stehen zudem für 350 000 Euro die brandschutztechnische Sanierung plus Elektrotechnik und Brandmeldeanlagen im Haushalt. Damit die Brandschutzarbeiten, für die es eine rund 70-prozentige Förderung gibt, gemeinsam mit der Digitalisierung erledigt werden können, war ein Beschluss des Stadtrats nötig. Dieser fiel einstimmig aus.

Scherenberghalle soll wieder voll umfänglich nutzbar werden

Ein dicker Brocken wird die Sanierung der Scherenberghalle. Insgesamt etwa sechs Millionen Euro würde sie in den kommenden Jahren kosten, vom Bund gibt es einen Millionenzuschuss. Allein an Planungskosten sind dafür dieses Jahr 370 000 Euro vorgesehen. Lippert sagte, dass zunächst ein Planer gesucht werde, der die Planung mache. "Dann sind wir guter Dinge, dass wir die Sanierung der Scherenberghalle angehen." Sie soll wieder voll umfänglich nutzbar gemacht werden.

Auf Geßners Frage, ob sich die Halle über ein neues Nutzungskonzept und einer Positionierung zwischen der Stadthalle Lohr und der Halle in Gambach wieder etwas amortisiere, sagte Lippert: "Geld verdienen werden wir mit der Halle nicht." Sein Ziel sei es, das Defizit nicht höher als heute ausfallen zu lassen.

Ab dem 2. März sollen im Gemündener Rathaus Abbrucharbeiten, beginnend im Dachgeschoss, anfangen. Für Erweiterung, Um- und Ausbau sind dieses Jahr 80 000 Euro vorgesehen, für die Planung 40 000 Euro und für die Erneuerung der Elektrotechnik 150 000 Euro. Fassadenarbeiten, die im Verwaltungshaushalt vorgesehen sind, hätten eigentlich schon vergangenes Jahr ausgeführt werden sollen, aber die Verschiebung hat auch etwas Gutes: Zusammen mit den restlichen Arbeiten muss das nötige Gerüst nun nur einmal aufgestellt werden.

Die Mainbrücke ist Gemünden noch nicht los

Und noch nicht los ist Gemünden die Mainbrücke. An Bau- und Baunebenkosten sind wieder 310 000 Euro aufgeführt, wovon Gemünden aber den Großteil wiederbekommt. Laut Lippert ist die Stadt zwar schon die Unterhaltspflicht an den Landkreis losgeworden, eine Umschreibung auf den Landkreis könne aber erst stattfinden, wenn "schlussgerechnet" ist und Einspruchsfristen vorbei sind. Bauamtsleiter Jörg Breitenbach sprach von fünf bis sechs Jahren, bis Gemünden die Brücke endgültig los ist. Als Stadtrat Gerhard Köhler (CSU) fragte, ob die Stadt schon Anzeige wegen Schmierereien an den Brückenpfeilern der Mainbrücke erstattet habe, sagte Lippert nur trocken: "Landkreis. Der Landkreis hat die Unterhaltspflicht." Außerdem habe es schon in der Zeitung gestanden.

Was lediglich mit einem weitergeschobenen Haushaltsrest von 170 000 Euro im Haushalt vorgesehen ist, ist der Ausbau der Ortsverbindungsstraße Massenbuch. Bisher noch unbekannte Größen sind die Planungs- und Baukosten für das neue Gemündener Baugebiet Mühlwiesen II.

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