Birkenfeld

Die Biber bereiten große Sorgen

Massiv aufgestaut ist der Egerbach durch den Biberdamm Foto: Gerhard Schmitt

Die Auswirkungen der Biberaktivitäten am Egerbach waren Thema in der Sitzung des Birkenfelder Gemeinderates. Sie gefährden die Trinkwasserversorgung der Gemeinde durch aufgestautes Wasser an den massiven Biberbauten. An manchen Stellen hat der aufgestaute Bach bereits die Höhe der Felder erreicht. Zuständig für den Egerbach ist das Wasserwirtschaftsamt, das nach Maßgabe der unteren Naturschutzbehörde und des Gesundheitsamtes die Dämme zurücknimmt.

Der Gemeinderat beschloss, daher rechtlich prüfen zu lassen, ob das Wasserwirtschaftsamt dazu verpflichtet werden kann. Auch das Gesundheitsamt sieht eine akute Gefährdung. Des Weiteren sollen die Siebener die Wege am Bach neu vermessen.

Bürgermeister Achim Müller zeigte sich mit dem Fortschritt hinsichtlich der Sanierung und des Umbaus der Leichenhalle in den letzten Wochen sehr zufrieden. Die Firma Seus hat die Rohre und Kabel verlegt. Der Verputz ist teilweise fertiggestellt. Allerdings kann der Einbau der Treppenstufen frühestens Ende Januar erfolgen, da diese erst jetzt ausgemessen und bestellt wurden.

Aufgrund der zeitlichen Verzögerung durch die Rohbaufirma und da die Vorleistungen der Natursteinfirma nicht erbracht wurden, erhöhen sich die Preise der Verputzerfirma ab Januar 2020 um zwei Prozent. Ein Nachtragsangebot der Firma Walter & Breunig über 2838 Euro für die Miete des Gerüstes, die Dämmung in der Toilette und Abklebearbeiten an Fenster und Türen genehmigte der Gemeinderat ebenfalls. Der Bürgermeister zeigte dem Gemeinderat ein Bild über die Verlegearbeiten von Ableitungsrohren, die nicht eingesandet wurden. Da die Architektin, die Bauverwaltung und der Bürgermeister von einem möglichen Mangel Kenntnis haben, verlängert sich die Gewährleitung in diesem Fall nicht.

Die Räte fassten daher den Beschluss, die fachmännische Verlegung der Abwasserleitungen durch die Baufirma durch Kontrollgrabungen an drei Stellen nachzuweisen und gegebenenfalls nachbessern zu lassen. Bisher wurden 114 968 Euro aufgewendet. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 278 394 Euro.

Was die Sanierung der Kanal- und Wasserleitung angeht, wurden die Leitungen im Bereich der Neubaustraße verlegt. Aktuell wird die Grobschicht eingebaut. Anschließend wird die Straße abgefräst und die Feinteerschicht aufgebracht. Die Arbeiten im Bereich der Zimmerei Keidel werden erst im nächsten Jahr begonnen, da eine Winterbaustelle in diesem Bereich zu erheblichen Beeinträchtigungen für Anwohner und Verkehrsteilnehmer auf der Staatstraße 2299 führen würde. Für die gesamten Kanal- und Wasserleitungsarbeiten wurden bisher insgesamt 367 00 Euro ausgegeben.

Das Nachtragsangebot für Innen- und Außenputzarbeiten der Firma Rudolf Ries für das Feuerwehrhaus Billingshausen über 7707 Euro genehmigte der Gemeinderat einstimmig. Hier wurde in der letzten Gemeinderatssitzung versehentlich eine veraltete Vorlage behandelt.

Aufgrund der veränderten Taktung der Schulbuslinien passt diese nicht mehr zu den Linienfahrten. Dadurch entstehen Mehrkosten von rund 30 000 Euro für die Gemeinde. Das Gremium stimmte dieser Vorgehensweise zu. Bis Ende des Schuljahres 2019/2020 soll dann eine bessere Taktung abgestimmt werden.

Schlagworte

  • Birkenfeld
  • Gerhard Schmitt
  • Achim Müller
  • Bauunternehmen
  • Gesundheitsbehörden
  • Isolation und Dämmung
  • Naturschutzbehörden
  • Sanierung und Renovierung
  • Stadträte und Gemeinderäte
  • Unternehmen
  • Wasser
  • Wasserwirtschaftsämter
  • Zimmereien
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!