Lohr

Die Lebenskunst des Lesens

Mit dem Lieblingsbuch zum Sieg: Hannah Heidenfelder (vorne Mitte) gewann den Vorlesewettbewerb der 6. Klassen. Mit ihr freuten sich (vorne von links) Vorjahressiegerin Leonie Herrmann, die Klassensieger Levin Ries, Joshua Scheithauer und Nana Schäfer. Aufmerksame Zuhörer waren (hinten von links) Pia Konopik-Schwarzkopf, Nicole Wirth, Samantha Sauerbier, Sylvia Rosenberger und Sonja Müller. Foto: Gisela Büdel

"Lesen ist eine Kunst, ja ein Stück Lebenskunst, das man unbedingt beherrschen sollte", zitierte die stellvertretende Schulleiterin Nicole Wirth Schriftstellerin Elke Heidenreich. Anlass war der Vorlesewettbewerb der sechsten Klassen an der Lohrer Realschule im historischen Musiksaal. Die Schulsiegerin 2019 Hannah Heidenfelder (Neustadt am Main) setzte sich gegen drei Mitbewerber durch und fährt Anfang 2020 zum Regionalentscheid nach Karlstadt.

"Was gibt es Schöneres, als in ein Buch zu versinken, mit der eigenen Phantasie auf Reisen zu gehen und das Gefühl zu haben, ein Teil des Buches zu sein", berichtete die stellvertretende Schulleiterin Nicole Wirth aus eigener Erfahrung und stellte die "Lebenskunst des Lesens" in den Mittelpunkt des Wettbewerbs. Das Bayerische Kultusministerium unterstütze nachdrücklich den Vorlesewettbewerb mit dem Ziel, das Leseverstehen zu fördern und die Freude am Lesen zu wecken. Wirth hieß die jungen Leser und ihre Familien und Mitschüler im festlich geschmückten Musiksaal willkommen. Sie dankte den Lehrern Samantha Sauerbier und Sonja Müller für ihr Engagement rund um den Wettbewerb. Innerhalb der Klassengemeinschaft waren als beste Vorleser nominiert worden: Levin Ries (Lohr-Halsbach); Nana Schäfer (Lohr Sendelbach), beide Klasse 6a; Hannah Heidenfelder (Neustadt a. Main) und Joshua Scheithauer (Frammersbach), beide Klasse 6b.  

Bewertet wurden unter anderem Aussprache und Betonung

Zu lesen war je ein Wunschtext und eine Überraschungspassage aus "Das Sams feiert Weihnachten" von Paul Maar. Auszüge aus dem Lieblingsbuch verrieten nur so viel, dass das Gelesene im Zusammenhang verstanden wurde. In der Jury saßen Sylvia Rosenberger (Leiterin der Stadtbibliothek Lohr), Elternbeirätin Simone Schmidt, Pia Konopik-Schwarzkopf vom Förderverein der Schule, Konrektorin Nicole Wirth und Vorjahressiegerin Leonie Herrmann. Bewertet wurden Lesetechnik und deutliche Aussprache, stimmliche Möglichkeiten und sinngemäße Betonung, Textgestaltung und –verständnis.

Kurz nach 15 Uhr stand die Siegerin fest: Als stärkste "Wortakrobatin" hatte die elfjährige Hannah Heidenfelder mit ihrem actionreichen und spannenden Text aus dem Buch zum Film "Conny & Co" von Dagmar Hoßfeld die Nase vorn. Aufgrund der knappen Entscheidung teilten sich Levin Ries, Nana Schäfer und Joshua Scheithauer Platz zwei. Das Quartett freute sich über Schul- und Klassensiegerurkunden und kleine Präsente von Stadtbibliotheksleiterin Sylvia Rosenberger. Anfang 2020 heißt es "Daumen drücken" für Hannah Heidenfelder und ihre Qualifikation im Kreisentscheid.

60 Jahre Vorlesewettbewerb
Der Vorlesewettbewerb wird seit 1959 vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels veranstaltet und zählt zu den größten bundesweiten Schülerwettbewerben. In Zusammenarbeit mit Büchereien, Schulen, Buchhandlungen und kulturellen Einrichtungen jährt er sich heuer zum 60. Mal. Unter Schirmherrschaft des Bundespräsidenten beteiligen sich jährlich über 600 000 Kinder der sechsten Klassen aus rund 7200 Schulen aller Schularten. Die traditionsreiche Leseförderung führt über den Schulentscheid, Stadt- beziehungsweise Kreis-, Bezirks- und Landesebene bis zur Ermittlung des Bundessiegers am 24. Juni 2020 in Berlin. Zu gewinnen sind Urkunden, Bücher und Bücherschecks.

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