RECHTENBACH

Die Narren sind an der Macht

Schlüsselübergabe: Mit viel „Helau“ eroberten die Rechtenbacher Narren das Rathaus und luchsten Bürgermeister Klaus Bartel die Rathausschlüssel ab. Im Bild von links: „Chefstürmer“ Bernd Hepp, das Prinzenpaar Nina Franz und Gerard Seubert, Klaus Bartel, die zweite Vorsitzende des Faschingsvereins Stefanie Nübel und Vorsitzender Markus Hepp.
Schlüsselübergabe: Mit viel „Helau“ eroberten die Rechtenbacher Narren das Rathaus und luchsten Bürgermeister Klaus Bartel die Rathausschlüssel ab. Im Bild von links: „Chefstürmer“ Bernd Hepp, das Prinzenpaar Nina Franz und Gerard Seubert, Klaus Bartel, die zweite Vorsitzende des Faschingsvereins Stefanie Nübel und Vorsitzender Markus Hepp. Foto: Yvonne Vogeltanz

Gerade einmal ein halbes Jahr ist der neue Rechtenbacher Bürgermeister Klaus Bartel im Amt; am Dienstagmorgen wurde er schon wieder entmachtet: Pünktlich um 11.11 Uhr stürmten die Narren mit „Rächteboch helau“ das Rathaus und luchsten Bartel die Rathausschlüssel ab. Ab sofort regiert in der fünften Jahreszeit auch in der Spessartgemeinde das närrische Volk.

Ganz ohne Gegenwehr wollte Klaus Bartel das Regierungszepter allerdings nicht aus der Hand geben. Als „alter Fasenachter“ und gar Sitzungspräsident der Rechtenbacher Narren ließ er es sich nicht nehmen, den „Rathausstürmern“ in Reimform entgegen zu treten. „Ich seh' ihr seid bewaffnet schwer! Drum sagt mir, was ist euer Begehr? Wollt ihr mich etwa überfallen? Dann hol ich her meine Vasallen. Ich muss bewahren das Gemeindegut. Drum schert euch weg, seid auf der Hut!“, so der Bürgermeister.

Amüsante Sturmrede

Doch dann erblickte er in der Narrenschar das Prinzenpaar Gerard I. und Nina I. von Melodie und Klang (Gerard Seubert und Nina Franz) und ließ sich doch erweichen: „Dann beuge ich mich nach altem Recht hochwohlgeborenem Geschlecht und darf dem Prinz als Friedenszeichen die Rathausschlüssel überreichen.“

Der Regierungswechsel war eingeläutet und ehe Bartel die Narren mit Schoppen und Schnittchen verköstigte, trug „Chefstürmer“ Bernd Hepp traditionell noch seine Sturmrede vor. Die Deutschen, so sagte er, feiern derzeit überall 25 Jahre Mauerfall. „Genauso lang, mit Gaudiwurm, bläst die Fasenacht zum Rathaussturm. Die Unterschiede worn do debei: die wollte emol raus, mir wölle immer nei.“ Kleine Seitenhiebe gen Lohr sorgten für große Lacher, wie etwa Hepps Kommentar zum angedachten Anschluss des Rechtenbacher Kanals an die Lohrer Kläranlage: „Was die Gemeinde sonst noch drückt, wird portofrei noch Lohr geschickt. Denn seit Schneewittchen, wie man weiß, die Lohrer käffe jeden Scheiß...“

Offiziell wird in Rechtenbach am Samstag die Faschingssaison eröffnet. Dann feiert der Faschingsverein ab 19.30 Uhr in der Turnhalle sein 30-jähriges Bestehen mit Proklamation des Jubiläums-Prinzenpaares. Die Rechtenbacher Prinzengarde wird an diesem Abend ebenso auftreten wie die Rechtenbacher Kötzekehlchen. Einlass ist ab 19 Uhr.

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