MARKTHEIDENFELD

Die Philosophin und das banale Böse

Eine Frau, die zu ihrer Überzeugung steht: Das vhs-Filmforum Marktheidenfeld zeigt in den Movie-Lichtspielen „Hannah Arendt “. Die jüdische Philosophin und Journalistin berichtete Anfang der 60er Jahre im „New Yorker“ von den Eichmann-Prozessen in Jerusalem. Foto: NFP

Das vhs-Filmforum zeigt am Donnerstag, 7. März, um 20.30 Uhr und am Montag, 11. März, um 19 Uhr in den Movie-Lichtspielen „Hannah Arendt“. Regisseurin ist Margarethe von Trotta. Im Mittelpunkt ihres jüngsten Films steht mit der deutsch-jüdischen Philosophin Hannah Arendt erneut eine unangepasste, starke Frau von großer Ausstrahlungskraft. Von Trotta verengt ihren Blick sehr geschickt auf vier entscheidende Jahre im Leben ihrer Titelheldin, die Zeit zwischen dem 1961 beginnenden Eichmann-Prozesses bis zur Veröffentlichung und Verteidigung ihres Buches „Eichmann in Jerusalem“ im Jahre 1963.

Nach ihrer Flucht aus einem französischen Internierungslager lebt die Journalistin Hannah Arendt seit 1940 in New York. Hannah setzt alles daran, für den renommierten „New Yorker“ aus Jerusalem über den Eichmann-Prozess zu berichten. Während der Verhandlung kommt Arendt zu der Überzeugung, dass der angeklagte Nazi-Verbrecher kein dämonisches Monster ist, weil seine geistlose Mittelmäßigkeit nicht zum abgrundtief Bösen seiner Taten passt.

Ihre Artikel stoßen deswegen selbst bei engsten Freunden auf heftigen Protest. Trotz aller Diffamierungen und Hetzkampagnen bleibt Hannah Arendt konsequent bei ihrer Haltung. In brillanten Dialogen dargeboten sind die Wortgefechte und mit einer schauspielerischen Glanzleistung versteht es Barbara Sukowa, dem Zuschauer die Botschaft Hannah Arendts zu vermitteln: eigenständiges Denken ist das wirksamste Gegenmittel gegen das banale Böse.

Weitere Artikel

Schlagworte

  • Hannah Arendt
  • Margarethe von Trotta
  • Philosophen
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!