Eußenheim

Die Siebener des Distriktes Karlstadt tagten in Eußenheim

Angeführt von den Eußenheimer Musikanten, den Ehrengästen, Fahnenabordnungen der Vereine und den Ehrendamen mit Ehrendamenführer Nico Harde und der Siebenerkrone, zogen die Feldgeschworenen zu ihrer Tagungsstätte. Foto: Ernst Schneider

Feldgeschworene üben das älteste kommunale Ehrenamt in Bayern aus. Neben der Überwachung von Grenzern unterstützen sie die Ämter für Digitalisierung, Breitband und Vermessung und sind zur gewissenhaften und unparteiischen Tätigkeit sowie zur Verschwiegenheit und Wahrung des Siebenergeheimnises verpflichtet. Die Feldgeschworenen sind Bestandteil der bayerischen Vermessungsverwaltung. Dies wurde beim Feldgeschworenentag des Distriktes Karlstadt in Eußenheim immer wieder betont.

Nach dem Festgottesdienst vereidigte Thügens Bürgermeister Lorenz Strifsky die neuen Feldgeschworenen Philipp Neumeyer (Thüngen), Franz Wolf (Wiesenfeld), Andreas Riedmann (Rohrbach) Martin Biener (Karlstadt) und Friedbert Kühl (Karlburg). Auf dem Bild von links: Bürgermeister Dieter Schneider, Bürgermeister Lorenz Strifsky, Philipp Neumeyer, Franz Wolf, Andreas Riedmann, Martin Biener, Friedbert Kühl und Karlstadts zweiter Bürgermeister Theo Dittmaier. Foto: Ernst Schneider

Rund 150 Feldgeschworene fanden sich ein, um traditionsgemäß mit Kirchenparade und Festgottesdienst in der Eußenheimer Pfarrkirche den Siebenertag zu beginnen. Den Gottesdienst, bei dem die Chorgemeinschaft Eußenheim/Aschfeld mitwirkte, hielt Pfarrer Nikolaus Stanek. Dieser dankte den Felgeschworenen für ihr Engagement im Ehrenamt und verglich die Tätigkeit der Feldgeschworenen mit der Tätigkeit eines jeden Menschen, denn für beide bedeute es, die Grenzen zu finden und diese auch einzuhalten.

Festlicher Zug zum geschmückten Dorfplatz

Angeführt von den Eußenheimer Musikanten, den Ehrendamen mit der Siebenerkrone, den Ehrengästen und Fahnenabordnungen der Vereine, zog man nach dem Gottesdienst zum festlich geschmückten Dorfplatz. Dort begrüßte der Kreisobmann des Distriktes Karlstadt, Hermann Koch, die Gäste. Dieter Schneider, Bürgermeister der gastgebenden Gemeinde, stellte Eußenheim kurz vor. Dabei erwähnte er die lange Tradition der Feldgeschworenen in Bayern, die, hervorgegangen aus den alten Mark- und Feldgerichten, in Franken schon im 13. Jahrhundert entstanden sei.

Ebenfalls auf dem Dorfplatz in Eußenheim zeichnete Landrat Thomas Schiebel langgediente Feldgeschworene aus. Vorne von links: Alois Lieblein, Konrad Klein und Konrad Krieger. Rechts daneben Karlstadts Bürgermeister Theo Dittmaier und hinten von links: Hermann Koch, Erhard Glaab und Landrat Thomas Schiebel. Drumherum Ehrendamen. Foto: Ernst Schneider

Bürgermeister Lorenz Strifski aus Thüngen vereidigte die neuen Feldgeschworenen Philipp Neumeyer (Thüngen), Franz Wolf (Wiesenfeld), Andreas Riedmann (Rohrbach), Martin Biener (Karlstadt) und Friedbert Kühl (Karlburg).

Landrat ehrte langjährige Feldgeschworene

Ferner nutzte Landrat Thomas Schiebel die Gelegenheit, drei langjährige Feldgeschworene für ihre ehrenamtliche Tätigkeit zur ehren. Konrad Klein aus Gambach ist seit 60 Jahren Mitglied der Feldgeschworenen, seit 50 Jahren gehört Alois Lieblein aus Laudenbach den Feldgeschworenen an und seit 40 Jahren übt Konrad Krieger aus Retzstadt dieses Ehrenamt aus.

Dazu sagte der Landrat, die Feldgeschworenen überwachten die Grenzen und identifizierten sich mit der Heimat. Sie stünden für Respekt, Würde, Gleichbehandlung und bewegten sich auf der Basis der Rechtsstaatlichkeit. Ferner seien sie fest in der Gesellschaft verankert und stünden fest auf dem Boden des Grundgesetzes. Dafür überreichte er den Geehrten die Ehrenurkunden.

Der anschließende Festzug führte durch die kürzlich erneuerte Hauptstraße in die Mehrzweckhalle zur weiteren Tagung.

Gäste betonten Bedeutung der Feldgeschworenen

Dort folgten die Grußworte von Landtagsabgeordnetem Thorsten Schwab, Erhard Glaab, Chef des Vermessungsamtes, Karlheinz Göpfert vom Amt für Ländliche Entwicklung Würzburg und Bauernverbandsobmann des Landkreises Main-Spessart, Reinhard Wolz, der "eine Lanze" für die Landwirtschaft brach. Einig waren sich alle in der Beurteilung der Feldgeschworenentätigkeit und betonten in Verbindung mit deren Wahlspruch, "Tue Recht, fürchte Gott, scheue Niemand" die Wichtigkeit der Feldgeschworenen.

Natürlich erwiesen auch viele Gäste aus Politik und Verwaltung den Siebenern die Ehre und kamen zur Tagung. Neben den Bürgermeistern, aus deren Gemeinden Feldgeschworene vereidigt, beziehungsweise geehrt wurden, kamen weitere Bürgermeister aus dem Distrikt Karlstadt. Vertreten waren auch Behördenvertreter die naturgemäß mit den Feldgeschworenen in Kontakt kommen. Im weiteren Verlauf der Tagung zitierte Gerda Jonas aus Eußenheims Chronik und stellte den Winzerort vor.

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