Heugrumbach

Die Sieger der dritten Spessarter Waldarbeitsmeisterschaft

Millimetergenau musste der Präzisionsschnitt bei der dritten Spessarter Waldarbeitsmeisterschaft sein. sein. Dafür gingen die Profis buchstäblich in die Knie. Foto: Eichinger-Fuchs

Es war ein großes Fest zum 30-jährigen Firmenjubiläum des Forstunternehmens Reith in Heugrumbach, Höhepunkt aber war die Auslobung der dritten Spessarter Waldarbeitsmeisterschaft auf dem Betriebsgelände. 36 Forstprofis aus Franken, Bayern, Norddeutschland, Sachsen-Anhalt und Thüringen beteiligten sich an dem Wettbewerb. Sogar aus Slowenien war eine Delegation angereist.

Es war ein spannender Wettkampf. Mastenfällung, Kettenwechsel, Kombinations- und Präzisionsschnitt und Entastung wurden durchgeführt. Rekordverdächtig war die Zeit, die ein Profi für den Kettenwechsel benötigt. In dieser Disziplin zeigten sich die Profis mit 130 (Thomas Wickert), 126 (Uli Huber) und 128 (Danny Kloska) Punkten. Die beiden Profis Thomas Wickert und Uli Huber gingen mit der gleichen Punktzahl von 1671 ins Ziel. Mit diesem Ergebnis haben sie sich für die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft 2021 qualifiziert.

Die Gruppe der U24 und die internationalen Gäste

Bei der Gruppe der U24 war es Thomas Schneider (1632 Punkte), der sich auf das Siegerpodest stellen und die Glückwünsche des Vorsitzenden des Vereins Waldarbeitsmeisterschaften Bayern, Gerhard Briechle, entgegennehmen durfte. Den zweiten Platz entschied Lukas Valentin (1586 Punkte) für sich und auf Platz drei folgte Matthias Ascherfeld mit 1525 Punkten.  

Auch bei den Internationalen Gästen gab es drei erste Plätze. Diese gingen an Robert Cuk (1542 Punkte), Blaz Pregelj (1441 Punkte) und Simen Drasler (1389 Punkte). Alle drei Gast-Teilnehmer kamen aus Slowenien.

Moderation macht den Wettbewerb zu einem erlebnisreichen Szenario

Organisatoren der Waldarbeitsmeisterschaften Bayern sind Sandra und Gotthard Schwender. Seit 1996 gibt es den Zusammenschluss. Gotthard Schwender ist als zweiter Vorsitzender die Triebfeder der Waldarbeitsmeisterschaften. Die Begeisterung merkt man dem Gräfendorfer während der Moderation an. Er kennt den Großteil der Teilnehmer aus früheren Wettbewerben und weiß Unterhaltsames aus deren beruflichem Wirken und deren Erfolgen zu berichten. Auf diese Weise wird der Wettbewerb zu einem erlebnisreichen Szenario.

Herz und Seele des Wettbewerbs ist Sandra Schwender. Sie erkennt in Sekundenschnelle, wo etwas fehlt und wo schnell Hilfe organisiert werden muss. Sandra Schwender ist selbst Forstwirtin und seit 2018 Präsidentin des Weltverbandes IALC (International Association Logging Championships). Der Weltverband, mit Hauptsitz in Basel, organisiert die Waldarbeitsmeisterschaften auf internationaler Ebene. Es ist die höchste Organisation im Waldarbeitersport. Sandra Schwender hat diese Männerdomäne gleich zweimal durchbrochen: Zum einen ist sie das jüngste Mitglied, das je auf dem Präsidentensessel saß; zum zweiten ist sie seit 2014 das einzige weibliche Vorstandsmitglied in dieser Vereinigung. 

Schirmherr des Wettbewerbs war der Landtagsabgeordnete Thorsten Schwab. In seinem Grußwort dankte Schwab, der dem Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten im Bayerischen Landtag angehört, den Ausrichtern für das große ehrenamtliche Engagement, das hinter dem Wettbewerb steht. Auch sprach er sich deutlich für die nachhaltige Waldbewirtschaftung der heimischen Wälder und gegen Holzimporte aus Asien und Amerika aus.

Schirmherr MdL Thorsten Schwab half beim Vermessen des Präzisionsschnitt mit. Foto: Eichinger-Fuchs
In Sekundenschnelle wechseln die Profis bei der Waldarbeitsmeisterschaft die Kette an der Säge. Foto: Eichinger-Fuchs
Bei der Siegerehrung der dritten Spessarter Waldarbeitsmeisterschaft: (von links) Gerhard Briechle (Vorsitzender Waldarb... Foto: Eichinger-Fuchs

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