MITTELSINN

Die Sommerweihnacht fördert das Wir-Gefühl

Zum Einbruch der Dunkelheit wurde das Sonnwendfeuer entzündet und der See mit hunderten schwimmenden Lichtern illuminiert. Alle
Zum Einbruch der Dunkelheit wurde das Sonnwendfeuer entzündet und der See mit hunderten schwimmenden Lichtern illuminiert. Alle Foto: Jürgen Gabel

„In diesem Jahr hatten wir einen guten Draht zum Wettergott Petrus“, zog der zufriedene Chef des Vereins Christbaumdorf Mittelsinn, Uwe Klug, am Samstagabend eine Zwischenbilanz der „Sommerweihnacht“. An beiden Tagen des imposant aufgezogenen Festes an den Au-Seen herrschte blauer Himmel und einige 1000 Gäste statteten dem romantischen Seefest an den idyllischen Seen einen Besuch ab, genossen die reichhaltigen Angebote des Bauernmarktes, die gastronomischen Leckereien und fühlten sich in der Natur sichtlich wohl.

 

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Sommerweihnacht

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Gemeinschaftssinn

Der Begriff Sommerweihnacht erinnert an die Geburt Johannes des Täufers (24. Juni), der der Schutzheilige unter anderem der Kirchen in Rieneck und Fellen ist. Gewinner der Großveranstaltung war zweifelsohne die Mittelsinner Bürgerschaft, die nach Klugs Worten ein unglaubliches „Wir-Gefühl“ entwickelt und durch Spontanaktionen und Schulterschluss einen fast verloren gegangenen Gemeinschaftssinn gewonnen hat.

Das Fest wurde wieder am größten der drei Seen gefeiert, und in wochenlanger Vorbereitung hatte der Christbaumdorf-Verein das Gelände auf Vordermann gebracht, Sichtachsen geschaffen und den Rundweg ausgeputzt. Aufwändig wurden Parkflächen geschaffen und sogar der kommunale Grüngut-Lagerplatz geräumt und hergerichtet.

Die „Ausee-Königin“

Gerade der Samstagabend servierte genau die Romantik, mit welcher der Veranstalter warb: Lautlos mit dem Floß „Ausee-Königin“ über den See gleiten, prasselndes Johannisfeuer in einer großen Feuerschale auf dem See und hunderte Kerzen in schwimmenden Schälchen, die in der Dunkelheit ein heimeliges Ambiente schufen. Da schmeckte das Essen auf den rustikalen Sitzgelegenheiten unter den Pavillons noch einmal so gut. Nach der Übertragung des Deutschland–Schweden-Spiels im Zelt lieferten Danny Meyer und Patrick Lippert von der Obersinner Band Oversense fetzige Musik.

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Sommerweihnacht 2

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Das imposante Floß war nicht nur für die Jugend der Magnet schlechthin: Die Gäste ließen sich von den Fährleuten per Muskelkraft am Tau über den See ziehen. So genügte ein Ruf „Hondo, hol über!“ und das Wassergefährt setzte sich lautlos in Bewegung. Beim Rundgang erwartete die Gäste am benachbarten kleinen See ein Naturidyll: Blühende Seerosen verströmten Duft, über die Wasserfläche tanzten Wasserläufer, im Schilf tummelten sich Libellen, und zahlreiche Schmetterlinge waren auf Nektarsuche.

Lukullisches

Rund um den See lockten Fieranten mit meist heimischen Produkten wie Hausmacher Wurst, Wildspezialitäten, Nudeln, preisgekrönten Whiskys und Edelbränden, biologisch angebauten Kräuter, Blumen, verschiedenen Tomatensorten und Chili, Schmuck, Wollprodukte, Taschen, Garten- und Wohndeko, Tees oder einfach nette Geschenkideen, und die Kinder durchsuchten die Candy-Bar nach Süßigkeiten. Die Firma Stihl-Dienst Matterstock (Würzburg) zeigte Technik für Forst und Garten, und in Röschs Backscheune konnten knusprige Brote, Dinkelweck und erstmals ein Malzbaguette gekostet und erworben werden. Gärtnermeister Peter Ludwig (Waldaschaff) lud an beiden Tagen zum Vortrag über den Bio-Anbau von Kräutern, Tomaten und Gurken ein. Bauernverband und Maschinenring informierten über sich.

Als weiterer Magnet erwies sich die Traktorenparade des Herstellers Fendt, präsentiert von der Raiffeisen-Technik Gelnhausen. Zugpferd war das 550 PS starke, mit einem 800-Liter-Tank und 90 Zentimeter breiten Hinterreifen bestückte „Flaggschiff“ Fendt 1050, der größte Bulldog auf dem Markt, der rund 350 000 Euro kostet. Nebenan zeigte Fahrrad-Riemey (Burgsinn) in großer Auswahl E-Bikes.

80 spendierte Torten und Kuchen

In der Cafeteria gab's 80 gespendete, von Einheimischen selbst gebackene Kuchen sowie leckeres Bio-Eis der SOS-Dorfgemeinschaft Hohenroth. Diese Station war an beiden Tagen gut frequentiert und am Sonntag schließlich ausverkauft. Die Kids konnten ihre Zielgenauigkeit beim Bogenschießen des Schützenvereins testen oder schmusten mit Stallhasen. Am Sonntag gab das „The-Voice-Kids“-Talent Lisa James, unterstützt vom Duo Jerry James (Vater) und Georg Pavicic, ein Konzert auf der Showbühne. Die Drei luden mit Songs der 1970er und 1980er zum Mitsingen ein.

Der Hammelburger Eventkoch Marcus Beran servierte Pizzen und gebackene Forellen aus dem Steinofen und offerierte zum Mittagstisch besondere Spezialitäten. Dazu passten das von dem gebürtigen Rienecker Manuel Müller (Göikel-Bräu) eingebraute unfiltrierte Festbier und die Schoppen vom „Weinwerk Hammelburg“. Ritas (Pfisters, Wernfeld) Saftbar mixte sommerliche Cocktails, und Familie Maienschein (Neuengronau) bot Wildspezialitäten. Dazu kamen Steaks und Bratwürste der heimischen Metzgerei Fichtel.

Die Attraktion der Mittelsinner  Sommerweihnacht war zweifelsohne die „Auseekönigin”, die von Klein und Groß nach dem Ruf „Hol über” gerne genutzt wurde.
Die Attraktion der Mittelsinner Sommerweihnacht war zweifelsohne die „Auseekönigin”, die von Klein und Groß nach dem Ruf „Hol über” gerne genutzt wurde.
Faszination nicht nur für große und kleine Buben: Das Flagschiff der Fendt-Traktorenparade, der größte Bulldog des Marktes, der Fendt 1050.
Faszination nicht nur für große und kleine Buben: Das Flagschiff der Fendt-Traktorenparade, der größte Bulldog des Marktes, der Fendt 1050.
Der Gärtnermeister lud ein zum Vortrag über Bioanbau von Kräutern, Tomaten und Gurken und offerierte in seinem Sortiment allerlei für den Gemüsegarten.
Der Gärtnermeister lud ein zum Vortrag über Bioanbau von Kräutern, Tomaten und Gurken und offerierte in seinem Sortiment allerlei für den Gemüsegarten.
Obwohl Tausende zu Gast waren, gab es auf dem weitläufigen Gelände der Mittelsinner Sommerweihnacht kein Gedränge.
Obwohl Tausende zu Gast waren, gab es auf dem weitläufigen Gelände der Mittelsinner Sommerweihnacht kein Gedränge. Foto: Jürgen gabel

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