Marktheidenfeld

Diese Rosen machen Bienen verrückt

Referent Klaus Körber (Mitte) mit den Vorsitzenden Claus Roth vom Imkerverein (links) und Michael Carl vom Garten- und Verschönerungsverein. Foto: Ernst Dürr

Am Dienstagabend hielt Gartenbau-Ingenieur Klaus Körber auf Einladung des Imkervereins Marktheidenfeld einen sehr informativen Vortrag zu Bienenrosen und ihren Begleitpflanzen. Dazu waren über 50 Zuhörer in das Hotel „Zur schönen Aussicht“ gekommen. Als Bienenrosen sollten ungefüllte oder halbgefüllte Sorten bevorzugt werden, da diese viel besser von Bienen beflogen werden.

Körber, Leitender Landwirtschaftsdirektor an der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, prüft in Veitshöchheim moderne Rosensorten auf ihre Eignung. Seit zwei Jahrzehnten werden hier Rosen ohne den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln angepflanzt und erprobt. Wenn neue Rosenzüchtungen diesen dreijährigen Test bestehen, werden sie mit der Auszeichnung „Anerkannte Deutsche Rose“ (ADR-Rose) belohnt.

Bienenfreundliche Rosenzüchtungen

Körber nannte als Beispiel für bienenfreundliche Züchtungen unter anderem die Pretty-Serie von Meilland, die Nektar-Garten-Serie von Kordes mit Sorten wie „Dolomiti“, „Topolina“ (beide rosa), „Lemon Fizz“ (gelb) oder die rot-gelbe Strauchrose „Summer of Love“. Bei den verschiedenfarbigen Sorten der Bienenweide-Kollektion von Tantau mache „Bienenweide Rot“ die Bienen nahezu verrückt. Die von Mai bis November gelb blühende Sorte „Westzeit“ sei eine der besten Beetrosen für Bienen, die pinkfarbene Rambler-Rose „Juanita“ geradezu ein Magnet für alle Pollensammler. Die ADR-Rosen gibt es in allen Farben und Schattierungen  und unterschiedlichen Wuchsformen, wie Strauchrosen, Bodendeckern oder Kletterer.

Gut eingewurzelte Rosen hätten sogar den Trockensommer 2018 ohne Zusatzbewässerung gut überstanden, berichtete der Fachmann. „Bis eine Rose schlapp macht, kannst du den Flieder schon in der Zigarette rauchen“, machte Körber den Zuhörern die Widerstandskraft von Rosen deutlich. Für Bienen und andere Insekten wie Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge empfahl Körber Rosensorten, die mehrfach blühen können, so beispielsweise zwei Mal blühende Rambler-Rosen.

Mit geeigneten Begleitpflanzen wie Lavendel, Salbei oder Katzenminze könne zusätzlich jedes Rosenbeet in ein kleines Bienenparadies verwandelt werden. Der Vorteil von dürreresistenten Stauden sei zudem, dass über einen sehr viel längeren Zeitraum als Rosen für Bienen attraktiv sind.

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