Partenstein

Dieses Jahr noch keine Kreditaufnahme nötig

Ein Dauerthema ist in Partenstein die Sanierung der Bahnhofsstraße, wobei momentan ein Stillstand eingetreten ist. Foto: Horst Born

Den Haushalt für das Jahr 2019 hat der Gemeinderat Partenstein am Montagabend einstimmig verabschiedet. Allerdings seien einige Positionen aufgrund von Schätzungen zustande gekommen, betonte Bürgermeister Stephan Amend (Freie Wähler). Auf die einzelnen Haushaltsstellen ging Kämmerer Jürgen Schneider ein.

Der Haushaltsplanentwurf hat ein Volumen von 9 164 080 Euro, wobei 7 908 080 Euro im Verwaltungshaushalt und 125 600 Euro im Vermögenshaushalt geplant sind. Zudem sei die Zuführung vom Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt mit 360 770 Euro ausreichend, da die Mindestzuführung 40 000 Euro (Tilgungsverpflichtung) betrage.

"Keine leichte Aufgabe"

Aus der Finanzplanung ist zu entnehmen, dass in den nächsten Jahren Kreditaufnahmen im Vermögenshaushalt geplant sind, um den Gemeindeetat auszugleichen. Somit steige auch die Tilgungsverpflichtung. "Es wird sicher keine leichte Aufgabe, dann die Mindestzuführung zu erwirtschaften", sagte der Rathauschef. Es komme in erster Linie darauf an, wie sich Umlagen und Zuweisungen entwickeln, beziehungsweise welche Finanzierungsmöglichkeit für das geplante Baugebiet gewählt wird.

2019 muss die Gemeinde beispielsweise 69 100 Euro mehr Kreisumlage bezahlen als 2018, hieß es im Gemeinderat. Die Schlüsselzuweisung steige von 144 000 auf 718 500 Euro. Die Einnahmen aus der Einkommenssteuer stiegen wieder leicht an und seien für 2019 mit 1,9 Millionen Euro geplant.

Die Gewerbesteuer liegt vermutlich unter dem Schnitt der letzten fünf Jahre und wurde vorsichtig mit 435 000 Euro eingeplant. Die Planung des Vermögenshaushalts mit rund 1,26 Millionen Euro liege etwa 489 000 Euro unter der Vorjahresplanung.

Obwohl die Kommune jetzt die Förderzusage für beide Feuerwehrfahrzeuge hat, sei es unwahrscheinlich, dass in diesem Jahr schon alle Kosten anfallen. Deshalb seien die Ausgaben von 500 000 Euro und die Einnahmen von 148 000 Euro auf 2019 und 2020 verteilt.

Für die Rathausinnenrenovierung sind für 2019 und 2020 einmal 50 000 Euro vorgesehen. Welche Summen tatsächlich anfallen, könne aber erst nach der Planung und Kostenermittlung gesagt werden. Das gleiche gelte für den An- und Umbau des Bauhofs. Was sich in den nächsten Jahren massiv bemerkbar mache, sei die Investitionszuweisung an den Abwasserverband Lohrtal für die Neubauten an der Kläranlage. Damit verbunden seien die Investitionen für das geplante Neubaugebiet "Scholzenfeld II". Die Sanierung von Bahnhofsvorplatz und Bahnhofstraße bleibt in Partenstein ein Dauerthema, derzeit herrscht hier Stillstand.

Für die weitere Digitalisierung der Naturpark-Spessart-Schule sind dieses und nächstes Jahr wieder rund 70 000 Euro eingeplant. Wobei hier Zuschüsse von rund 50 000Euro erwartet werden. Ein weiterer Punkt war das gestiegene Defizit des Kindergartens. Der Anstieg könne bis 80 000Euro betragen.

43 Euro Schulden pro Kopf

Um den Haushalt 2019 auszugleichen, sei eine Rücklagenentnahme von knapp 473 000 Euro geplant. Kreditaufnahmen sind 2019 nicht vorgesehen, was sich aber in den Folgejahren ändern werde, da die Rücklagen irgendwann aufgebraucht sind, hieß es in der Sitzung weiter.

Der Schuldenstand Ende 2019 beträgt 120 000 Euro, was 43 Euro pro Kopf bedeutet. Landesweit lag der Wert Ende 2017 bei Gemeinden von 1000 bis 3000 Einwohnern bei 589 Euro. Der Bürgermeister lobte die vorbildliche Zahlungsmoral der Bürger.

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