Wiesenfeld

Dorferneuerung Wiesenfeld: Was sich in 29 Jahren getan hat

Die ehemalige Synagoge Ende der 1980er Jahre, damals noch landwirtschaftlich genutzt, ...
Foto: Gunter Scherkl
... und heute als Kultur- und Veranstaltungsraum mit angebautem Sängerheim. Foto: Gunter Scherkl

Die Dorferneuerung in Wiesenfeld sowie in den Weilern Erlenbach und Rettersbach von 1990 bis 2017 hat vieles verändert. Was im Detail, das hat Gunter Scherkl über all die Jahre hinweg mit der Kamera festgehalten. Bei der Abschlussveranstaltung im Dezember in der Waldsassenhalle wurden die Seiten der zu einem Buch zusammengestellten Vorher-Nachher-Bilder nun mittels Beamer der Öffentlichkeit präsentiert.

Paul Kruck: Viel Positives erreicht

Wie Karlstadts Bürgermeister Paul Kruck ausführte, wurden Wiesenfeld und die beiden Weiler im Zuge der laufenden Flurbereinigung am 1. Januar 1990 in das Dorferneuerungsprogramm aufgenommen. "Dorferneuerung ist nicht nur die Gestaltung von Straßen, Wegen und Plätzen", betonte er. Mit dem neuen Element der Innenentwicklung sei für Wiesenfeld viel Positives erreicht worden. Die Errichtung des Dorfladens im früheren Gutshof sei für ihn "der Schlussstein der gelungenen Wiesenfelder Dorferneuerung".

Die Dorferneuerung Wiesenfeld, Erlenbach und Rettersbach von 1990 bis 2017 konnten Besucher in der Waldsassenhalle anhand von Bildern mit fachkundigen Erläuterungen nochmals nachvollziehen. Am Abschlussabend beteiligt waren (von links) Bürgermeister Paul Kruck, Gunter Scherkl, Theo Dittmaier, Erich Hopp (örtlicher Beauftragter der Teilnehmergemeinschaft), Hermann Schaub (Verfasser der Texte der Infotafeln) und Karl-Heinz Göpfert vom Amt für Ländliche Entwicklung. Foto: Josef Riedmann

Karl-Heinz Göpfert, Vorsitzender der Teilnehmergemeinschaft, wartete mit einigen Zahlen aufwarten. Demnach wurden in öffentliche Maßnahmen der Dorferneuerung insgesamt 2,9 Millionen Euro investiert. 1,5 Millionen Euro davon übernahm der Freistaat Bayern über das Amt für Ländliche Entwicklung, die restlichen Kosten trugen die Stadt Karlstadt oder die Kirche.

163 Anträge für private Maßnahmen

Für private Maßnahmen wurden 163 Anträge gestellt und damit eine Bau- und Investitionssumme von sieben Millionen Euro angestoßen. Göpfert bezeichnete dies als "Konjunkturpaket für Wiesenfeld". Auf förderfähige Investitionen wurden bei einem Fördersatz von 20 bis 22 Prozent 700 000 Euro an Zuschüssen ausgezahlt.

Mit der Waldbereinigung ist Göpfert nach wie vor betraut. Der Neubau der Umgehungsstraße wird dank weitsichtiger Planung als Vereinfachtes Verfahren abgewickelt werden können.

Der Gartenpavillon im Pfarrgarten 1990 vor der Sanierung ...  Foto: Gunter Scherkl
... und heute als Heimat der Katholischen Pfarrbücherei. Foto: Gunter Scherkl

Gunter Scherkl und Stadtrat Theo Dittmaier hatten die Dorferneuerung von Anfang an begleitet und beeinflusst. Daraus ist nun ein gemeinsames, abschließendes Buchprojekt entstanden. Dittmaier stellte die Buchseiten vor und erläuterte sie. "Die Bevölkerung wurde stets mitgenommen, konnte Vorschläge einbringen und mitdiskutieren", stellte er die Transparenz aller Vorhaben heraus.

Ein letztes Puzzlesteinchen kommt noch

Mit der Übergabe und Segnung des Abschlussdenkmals am Buchenweg nach Rettersbach - eine Steinbank mit drei Schafen - endete das Flurbereinigungsverfahren Wiesenfeld II am 16. Oktober 2017. Inzwischen wurden noch elf Informationstafeln mit der Darstellung der Historie an wichtigen Gebäuden und Plätzen in Wiesenfeld aufgestellt. Ergänzt werden sie in diesem Jahr durch eine Leittafel am Buswartehäuschen neben der Sparkassenfiliale.

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