HOHENROTH

Ein Dorf gelebter Inklusion

FDP- Landtagskandidat Peter Sander (von links), Gesamtleiter Mario Kölbl, Bereichsleiter Wohnen Marcus Lux und FDP- Landtagskandidat Karl Graf Stauffenberg sprachen über Inklusion. Foto: Sebastian Inderwies

Interessante Einblicke in das Dorfleben Hohenroth gewinnen konnten die beiden FDP-Landtagskandidaten Peter Sander aus dem Landkreis Main-Spessart und Karl Graf Stauffenberg aus dem Landkreis Rhön/Grabfeld. Die SOS-Dorfgemeinschaft Hohenroth dient Menschen mit intellektuell-kognitiven Einschränkungen als Ort des Wohnens, der Arbeit, des kulturellen Lebens und der Freizeit. Mario Kölbl, der Leiter des Dorfes, erläuterte seinen beiden Gästen die unterschiedlichen Arbeitsbereiche der rund 160 Bewohner, heißt es in einer Pressemitteilung.

Neben der Metallverarbeitung und Kerzenherstellung gibt es eine eigene Bäckerei und Molkerei, eine Gärtnerei sowie eine Milchviehhaltung nach biologisch-dynamischen Richtlinien. Die Dorfgemeinschaft bewirtschaftet eine Fläche von etwa 120 Hektar Wald, Wiesen und Äcker. Wie der Leiter Mario Kölbl berichtet „ist das Ziel der Betreuung und Begleitung in der Dorfgemeinschaft, den Menschen mit Behinderung in seiner individuellen Würde zu achten und ihm ein sinnerfülltes Leben zu ermöglichen.“ In den dorfeigenen Werkstätten werde jeder entsprechend seiner Fähigkeiten eingesetzt und gefördert. eeindruckt zeigten sich die Kandidaten, als sie in eines der 21 Wohnhäuser zum gemeinsamen Mittagessen eingeladen wurden, mit den Bewohnern Gespräche führten und auf deren Einladung die privaten Räume sehen durften. In jeder der Hausgemeinschaften leben acht Bewohner zusammen mit ihren Betreuern, den Hauseltern.

Für den Kandidaten Peter Sander „ist es interessant, welche Struktur, Sicherheit, Autonomie und soziale Bindung dieses Wohnmodell gibt. Ein öffentliches Café, Naturkostladen und regelmäßige Veranstaltungen im Saal des Dorfes, aber auch die Auslieferung der Produkte bieten eine tolle Vernetzung mit dem Umfeld.“ Das sei gelebte Inklusion.

Besonders stolz habe sich der Leiter Mario Kölbl gezeigt, als es um die Betreuung seiner Bewohner ging. Auf einen Betreuer kommen durchschnittlich lediglich fünf bis sechs Bewohner. Sorge bereitet dem Leiter allerdings das Bundesteilhabegesetz, das voraussichtlich einen wesentlich höheren Verwaltungsaufwand zur Folge haben wird.

Am Ende überreichte Peter Sander ein Geschenk der besonderen Art. Die Wombacher Blasmusik wird zusammen mit ihm, dem FDP- Stimmkreiskandidaten für Main-Spessart am Samstag, 7. Dezember 2019 ein Benefizkonzert im Festsaal von Hohenroth zugunsten der Dorfgemeinschaft veranstalten.

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