KARLSTADT

Ein Garten voller Musik zum Jubiläum

Klangvielfalt: Beim Sommerfest zum 30-jährigen Bestehen der Karlstadter Musikschule bewiesen die Schüler ihr Können.
Klangvielfalt: Beim Sommerfest zum 30-jährigen Bestehen der Karlstadter Musikschule bewiesen die Schüler ihr Können. Foto: Simon Kaupert

Zur Jubiläumsfeier der Karlstadter Sing- und Musikschule erlebten die Besucher einen Garten voller Musik, als Schüler und Lehrer im Ensemble oder solo ihr Können zum Besten gaben. „Da haben wir ganz schön was auf die Beine gestellt“, zeigte sich Schulleiter Alexander Streib sichtlich stolz über die vielen kleinen und großen Künstler seiner Musikschule, die zum 30-jährigen Bestehen auftraten.

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Schüler aus allen Fachbereichen sangen und musizierten im Gartenhof, die „Karschter Blech-, Holz- und Groovemaschine“ zog bereits mit ihrem Trommeleinmarsch zur Eröffnung die circa 200 Besucher in ihren Bann. Während es draußen etwas lauter zur Sache ging, erklangen im Haus wahre Goldstücke, denn junge Klavierschüler von Ruth Amon-Weede und Mirella Angeli-Bayerlein spielten Werke alter und zeitgenössischer Komponisten. Tina Cyra interpretierte Edvard Griegs „Arietta“, Lea Schneider faszinierte mit Daniel Hellbachs „Remember“ die Zuhörer, der erst zwölfjährige Emil Stöhr meisterte Frederic Chopins „Regentropfenprelude“. Das Vocalensemble „Hier stimmt's!“ unter der Leitung von Gesangslehrerin Julia Frank präsentierte mit Klavierbegleitung von Mirella Angeli-Bayerlein neben anderen bekannten Stücken Leonard Cohens „Hallelujah“.

Wie es das Programm mit „Bunt gemischt“ bereits andeutete, gab es eine breite Auswahl unterschiedlicher Werke und Genres. Die Gesangs- und Instrumentallehrer verstehen es, mit einer geschickten Auswahl der Unterrichtsstücke eine Brücke zwischen Klassik und Pop zu schlagen.

Das Kindersingspiel „Das Märchen vom Regenvogel im Sakiriwald“ war einer der Höhepunkte der Jubiläumsfeier. Gemeinsam sangen und tanzten die Kinderchöre der St.-Johannis-Gemeinde und der Musikschule im Klempnermuseum. Unter der Regie von Sigrid Lechner und Gertraud Wackerbauer führten die Allerjüngsten das Sommersingspiel auf. Lechner und Wackerbauer hatten für diese Vorführung die Lieder ausgewählt, Texte geschrieben und eine Choreografie ausgearbeitet. „Die Kooperation der beiden Chöre hat bereits im zweiten Jahr Tradition und nächstes Jahr wiederholen wir das ganz bestimmt“, zeigte sich Lechner zuversichtlich. Die Zuschauer honorierten die Aufführung der 30 jungen Singspieler mit viel Applaus.

Musikschulleiter Alexander Streib freute sich auf der gut besuchten Feier vor allem über die Hilfe des Elternbeirates. Am Kuchenstand war man von den Erfolgen der Musikschüler begeistert, immer wieder gab es wohlklingende Überraschungen und herausragende Schüler: Beatrice Bayerlein sang mit kraftvollem Ton Christina Aguileras „Beautiful“ und faszinierte mit Michael Netrval am Klavier. Das Duo sang sich bereits bei „Jugend Musiziert“ auf Platz eins im Regionalausscheid und überzeugte durch eine authentische Performance, die mit leidenschaftlich-kratziger Stimme und nuancierter Klavierbegleitung bestach.

Pierre Gaillard (Lehrkraft für Violine und Viola) und Andreas Franzky (Violoncello) vereinten im Streichensemble „Frisch gestrichen“ fortgeschrittene Schüler und interpretierten Werke „von Klassik bis Film“. Edward Elgars „Land of the Glory and the Hope“, eine der inoffiziellen Hymnen Großbritanniens und vielen aus der Süßigkeitenwerbung bekannt, gelang ihnen genauso hervorragend wie „Can't help falling in love“.

Abgerundet wurde der musikalische Nachmittag mit der Jazz-Combo der Musikschule. Die siebenköpfige Band brachte noch einmal richtig gute Musik an die Ohren, vor allem bei „Sharp Dressed Man“ von ZZ Top wippten alle Füße mit.

Auch wenn es bei manchen Darbietungen noch zu kleineren Fauxpas während des Vorspiels kam, verzieh man den Schülern diese gerne.

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