Neustadt am Main

"Ein kleiner, beschaulicher Ort mit viel Potenzial"

Selfie von Stephan Morgenroth in Neustadt beim Spazierengehen mit dem Hund, hinten das Maintal. Foto: Stephan Morgenroth

In Neustadt kandidiert Amtsinhaber Stephan Morgenroth für seine zweite Amtsperiode als Bürgermeister. Für den 47-Jährigen ist das Verwaltungswesen kein Neuland und er hat sich als ehrenamtlicher Bürgermeister für die nächsten sechs Jahre einiges auf die Agenda geschrieben. "Das größte Problem in der Gemeinde ist die Nahversorgung", sagt der Kandidat im Gespräch mit unserem Medienhaus.

Warum wollen Sie Bürgermeister bleiben?

Weil mir die Arbeit als Bürgermeister in Neustadt sehr viel Spaß macht. Man sieht, dass die Maßnahmen, die wir angefangen haben, auch erfolgreich umgesetzt wurden beziehungsweise vorangehen. Und weil wir in den vergangenen sechs Jahren viel für Neustadt erreicht haben, viel umgesetzt haben und aktuell noch umsetzen. Das gilt besonders für unsere größte Maßnahme, die Sanierung der Trinkwasserversorgung unserer Gemeinde, die ich beziehungsweise wir noch zum Abschluss bringen wollen. Außerdem haben wir auch noch viele weitere Maßnahmen anstehen wie die Sanierung und Erweiterung des gemeindlichen Kindergartens, Straßensanierungen, Kläranlage und Abwasser. Auch das Thema Umgehungsstraße darf man nicht aus den Augen verlieren, wobei dies nicht in unseren Händen liegt.

Was bringen Sie dafür mit?

Ich denke, mittlerweile sechs Jahre Erfahrung als Bürgermeister. In dieser Zeit lernt man natürlich auch einiges dazu. Auch mein eigentlicher Beruf als Verwaltungsbeamter im Finanzwesen der Stadt Lohr ist, denke ich, kein Nachteil, wenn man der Bürgermeister einer Kommune ist. Zudem ergänzen meine Vorausbildungen als Bankkaufmann und Betriebswirt das Ganze sehr gut.

Was gefällt Ihnen besonders in Ihrer Gemeinde?

Es ist schwer, etwas besonders hervorzuheben. Ich denke, sehr vieles ist in beiden Ortsteilen, in Neustadt und Erlach, sehr schön: Von der Lage beginnend direkt an beiden Seiten des Mains, Neustadt mit Anschluss an den Spessart, Erlach an die Fränkische Platte. Ein kleiner, beschaulicher Ort mit viel Potenzial. Was sehr gut gefällt, ist der Zusammenhalt, der mittlerweile in der Gemeinde wieder da ist, was sich auch in der 1250-Jahr-Feier widergespiegelt hat.

Wie wollen Sie Ihre Gemeinde digital entwickeln?

Der Breitbandausbau ist auch ein großes Zugpferd für den Zuzug. Und da sind wir bereits, denke ich, sehr stark aufgestellt. Da waren wir Vorreiter und bei sämtlichen Fördermaßnahmen sehr aktiv. Wir haben mittlerweile 90 Prozent flächendeckend 100 Mbit in beiden Ortsteilen. Daher sind wir hier für die Zukunft gewappnet.

Wo liegt in Ihrer Gemeinde das größte Problem?

Das größte Problem in der Gemeinde ist die Nahversorgung, die es schlichtweg aktuell nicht mehr gibt. Lediglich in Erlach ist noch zwei Mal in der Woche ein Bäcker und Metzger vor Ort. In Neustadt besucht uns zudem der Bäckerwagen. Auf der Neustädter Seiten haben wir keine Gastronomie mehr. Glücklicherweise wird mittlerweile zumindest zeitweise am Wochenende die Turnhallengaststätte wieder durch den FSV Neustadt/Erlach betrieben. Zudem gibt es dort mittwochs einen sehr gut angenommenen Nachmittagstreff, der durch Ehrenamtliche geleitet wird. In Erlach haben wir Gott sei Dank den Halbmond und unseren Aussiedlerhof Fleckenstein, der am Wochenende geöffnet hat. Das ist sicherlich etwas, was es in einer möglichen nächsten Wahlperiode anzugehen gilt.

Welches Projekt möchten Sie ändern?

Ändern möchte ich eigentlich gar kein Projekt, sonst hätten wir das Projekt erst gar nicht angegangen. Ich denke, die Projekte, die wir begonnen oder auch schon abgeschlossen haben, wie beispielsweise die Erneuerung des Dorfplatzes, den Umbau der alten Schule in unser neues barrierefreies Rathaus, die Sanierung der Straßenbeleuchtung mit Umstellung auf LED-Leuchtmittel in Neustadt und Erlach, die Sanierung der Hausmülldeponie in Erlach, die Generalsanierung der gesamten Trinkwasserversorgung, in der wir mittendrin stehen, sind alles gut durchdachte Projekte, die wir dementsprechend auch nicht ändern wollen.

Nennen Sie ein Projekt, das Sie zum Ende der kommenden Amtszeit abgeschlossen haben möchten?

Natürlich unser allergrößtes Projekt, die Sanierung unserer Trinkwassersanierung mit der Versorgung der beiden Ortsteile Neustadt und Erlach mit unserem eigenen Trinkwasser aus unseren beiden mittlerweile sanierten Quellen in Neustadt. Für den Ortsteil Siedlung möchten wir bis dahin die Straßensanierung abgeschlossen haben. Die Erweiterung des Kindergartens soll mit der Schaffung von zusätzlichen Krippenplätzen angegangen und in den nächsten zwei Jahren umgesetzt sein. Und ein weiteres Projekt ist natürlich die Sanierung unseres Kanalnetzes mit Sanierung und Überrechnung der Kläranlage. Dies soll bis dahin angegangen, bestenfalls sogar abgeschlossen sein.

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