WIESENFELD

Ein wahrer Diener der Freude

Vor dem Pfarrheim Wiesenfeld begrüßte Zweiter Bürgermeister Theo Dittmaier (Bildmitte) Abt Dr. Maximilian Heim vom Stift Heiligenkreuz bei Wien (links) zu seinem ersten offiziellen Besuch in Wiesenfeld. Heim war gekommen, um mit seinem Mitbruder Pater Beda Zilch (rechts) dessen „... Foto: Josef Riedmann

Drei in diesem Jahr anfallende Jubiläen fasste Zisterzienserpater Beda Zilch zu einer Feier zusammen. In einem Festgottesdienst in der Pfarrkirche in Wiesenfeld mit dem Abt des Stiftes Heiligenkreuz bei Wien, Pater Professor Dr. Maximilian Heim, geistlichen und persönlichen Wegbegleitern, Verwandten und Freunden feierten die Mitglieder der Pfarreiengemeinschaft die Jubiläen. Gedenktage sind die Vollendung des 75. Lebensjahres (der Geburtstag war am 21. April), das 50. Ordensjubiläum als Zisterzienser am 20. August und der 45. Jahrestag der Priesterweihe am 4. Juli.

Kirchenparade

Die Blaskapelle Wiesenfeld holte mit Karlstadts Zweitem Bürgermeister Theo Dittmaier, Fahnenabordnungen von Vereinen aus Wiesenfeld, Rohrbach, Halsbach und Harrbach und Vertretern der kirchlichen Laiengremien mit einer Kirchenparade den Jubilaren mit seinen Gästen und den Ministranten am Pfarrheim ab und zogen in die Kirche ein. Hermann Schaub von der Kirchenverwaltung Wiesenfeld brachte in seiner Begrüßung seine Freude zum Ausdruck, dass die Gemeinde gemeinsam mit Pater Beda die Jubiläen feiern könne.

Den Festgottesdienst zelebrierte Abt Maximilian gemeinsam mit Pater Beda, Pfarrer Leo Brand, Pfarrer Andreas Müller, Pater Pirmin Holzschuh und Diakon Friedbert Fries. Als einen „Apostel der Freude“ bezeichnete Abt Maximilian den Jubilaren in seiner Predigt. „Er ist ein wahrer Diener der Freude, der die frohe Botschaft verkündet und alle Gläubigen ermuntert, selbst Boten der Freude zu sein. Wir Christen müssen ,Täter unseres Glaubens‘ werden und auch handeln“.

Ein Herz für die Bedürftigen

Bezogen auf das Tagesevangelium über die Heilung des todkranken Dieners des Hauptmanns von Kafarnaum durch Jesus nannte Abt Maximilian den tiefen und demutsvollen Glauben des Hauptmanns an Gottes Sohn als ein Vorbild für unser Handeln. Glaube und Barmherzigkeit seien auch Triebfedern Pater Bedas, der ein Herz für die Bedürftigen und Armen habe und zeitlebens Ordensniederlassungen und Missionen in der ganzen Welt durch seinen Einsatz unterstützt habe. Die Kollekte war demzufolge auch für Projekte für zwei Ordensfrauen in Tansania und Indien bestimmt.

Pater Maximilian ging auch auf seine besondere Verbindung zu Pater Beda ein. Ab 1988 hatten sie gemeinsam von ihrem Mutterkloster Heiligenkreuz aus in Bochum-Stiepel im Ruhrgebiet ein neues Kloster aufgebaut. Damals war Pater Beda als Prior der Klosterneugründung der „Chef“ seines Kaplans Maximilian Heim. Er hieß in Wiesenfeld den derzeitigen Stiepeler Prior, Pater Pirmin Holzschuh, und den dortigen Pfarrer Andreas Müller willkommen.

Nicht selbstverständlich sei es, dass Pater Beda nach schweren Erkrankungen sein Amt als Seelsorger in Wiesenfels ausüben könne, meinte Abt Maximilian, und freute sich deshalb über die erfolgreiche Tätigkeit seines Mitbruders für die Pfarreiengemeinschaft St. Jakobus.

Für die Pfarrgemeinde und seine Gremien dankte Hermann Schaub Pater Beda, dass er das Wiesenfelder Pfarrhaus wieder mit Leben erfüllt habe. 2002 habe er nach seinem Weggang aus Stiepel aus gesundheitlichen Problemen eine neue Aufgabe in seiner Heimatdiözese Würzburg gesucht und sich für die Gemeinde Wiesenfeld und als mithelfender Seelsorger für die Pfarreiengemeinschaft entschieden.

„Er versteht es, die Menschen anzusprechen und zu bewegen, aber immer schwingt auch die Seelsorge mit“, charakterisierte Schaub den Zisterziensermönch. Der Gesang zum Lobe Gottes sei ihm ein besonderes Bedürfnis. Schaub dankte für das segensreiche Wirken und die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Für die politische Gemeinde gratulierte Zweiter Bürgermeister Theo Dittmaier, der auf besonderen Wunsch von Pater Beda erstmals die Amtskette des Bürgermeisters trug. „Herzlich, liebevoll und offen, manchmal etwas ,verblümt‘, aber auch wieder direkt, verstehst Du es, mit Menschen umzugehen“, stellte Dittmaier Wesensmerkmale Pater Bedas heraus. Aus seinen ansprechenden Predigten könne er auch für seine öffentlichen Ämter Anregungen mit nehmen. Eine humorvolle Zeichnung des Künstlers Armin Gehret überreichte er im Namen des CSU-Ortsverbandes.

Von der Kolpingfamilie dankte Otto Füller dem Jubilar als verständnisvoller Priester und idealen Seelsorger für Wiesenfeld für seinen Einsatz und ist glücklich, ihn als Präses der Kolpingfamilie und Mitbruder zu haben. Als Sprecher des Vereinsrings Wiesenfeld bezeichnete Thorsten Kohlhepp den „Unruhestandsgeistlichen“ Beda als Glücksfall für die Gemeinde und wünschte Gesundheit und Gottes reichen Segen. Karlheinz Amend verwies für den Vereinsring Halsbach neben dem seelsorgerischen Einsatz von Pater Beda für den Ort auf dessen Unterstützung beim jährlich stattfindenden Motorradgottesdienst.

In einem Schlusswort bedankte sich Pater Beda für die zahlreichen ehrenden Worte und guten Wünsche, den vielen geistlichen Wegbegleitern in seinem Leben und Pfarrer Leo Brand dankte er für die gute Zusammenarbeit. Seinem Abt Maximilian Heim ist er dankbar, dass er ihm als Mönch des Stiftes Heiligenkreuz die Freiheit lässt, in Wiesenfeld zu bleiben. „Papst Franziskus hat vor kurzem gesagt, ,der Personalausweis des Christen ist die Freude‘.

Diesen Ausweis habe ich besessen bis heute“, schloss Pater Beda: „Der Christ ist ein Mensch der Freude, der Freude über den Herrn“.

Gratulanten von auswärts

Zum Gottesdienst waren Gläubige aus der Heimatgemeinde des Jubilars Kahl am Main, aus Österreich, dem Ruhrgebiet und Mitglieder der Pfarreiengemeinschaft St. Jakobus gekommen. Musikalisch gestalteten die Chöre „Liederkranz Wiesenfeld“ und „Sängerlust Halsbach“ unter der Leitung von Sigrid Schwab den Gottesdienst mit. Die Sängerin Dr. Kathrin Hennecke-Nietzsche aus Bochum sang das „Ave Verum“ von Mozart, an der Orgel begleitet von Paula Werthmann.

Das Jubiläumsfest war eingebunden in ein Pfarrfest.

Drei Gedenktage von Pater Beda Zilch, den 75. Geburtstag, das 50. Professjubiläum als Zisterziensermönch und den 45. Jah... Foto: Riedmann

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