HELMSTADT

Eine Frage der Standhaftigkeit

(josch) Der Gemeinderat hat sich abermals einstimmig gegen die Errichtung eines Funkmastes für den Behördenfunk BOS im Bereich der neuen Park- und WC-Anlage an der Autobahn ausgesprochen. Der Grund: Gesundheitsschädliche Strahlungen können nicht ausgeschlossen werden.

Das gemeindliche Einvernehmen wollte das Gremium nicht erteilen, weil die Auswirkungen solcher Anlagen wissenschaftlich durchaus strittig seien. Das bereits bestehende Strahlungsrisiko, das von der nahe gelegenen Mobilfunkanlage im Oberholz ausgehe, solle nicht durch eine weitere Sendeanlage noch weiter erhöht werden.

Seit Jahren schon spricht sich der Gemeinderat gegen eine Errichtung eines weiteren Masten in relativer Ortsnähe aus. Das Gremium lehnt den Bau auch deshalb ab, um vor der Bevölkerung Standhaftigkeit und Glaubhaftigkeit zu demonstrieren.

Die Regierung von Unterfranken wies indes darauf hin, dass sowohl seitens des Landratsamtes als auch des Sachgebiets Naturschutz bei der Regierung hinsichtlich etwaiger Auswirkungen auf den Naturhaushalt keine Einwendungen erhoben werden. Auch das Referat Technischer Umweltschutz bei der Regierung schließe sich dieser Auffassung an.

Mittlerweile hat das Bauamt auch die Eigentumssituation der Grundstücke geklärt. Danach befindet sich der Standort auf einer Fläche, die der Markt Helmstadt im Zuge der Flurbereinigung für den Autobahnausbau an die Autobahndirektion verkauft hat. Dies sei bereits auch im Grundbuch eingetragen.

Der Behördenfunk dient der Kommunikation von mit Sicherheit befassten Organisationen – und damit letztlich auch der Sicherheit von Helmstadt.

Trotz seines Neins wird der Marktgemeinderat den Masten nicht verhindern können: Die Regierung hat mittlerweile das Zustimmungsverfahren beantragt, sprich die Erteilung der Baugenehmigung auch ohne Zustimmung aus Helmstadt.

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