Triefenstein

Eine Lösung für die Verbindungsspange muss her

Man darf gespannt sein, ob der Runde Tisch für die kurze Kreisstraßen-Spange zwischen Altort und Maintal in Lengfurt eine realisierbare Lösung bringen wird. Foto: Günter Reinwarth

Obwohl seit Jahren alle Fraktionen des Gemeinderates an einem Strang ziehen, kommt man keinen Schritt voran. Auch in der öffentlichen Sitzung am Dienstagabend unter der Leitung des Zweiten Bürgermeisters Werner Thamm deutete sich keine Lösung an, wie man die Zu- und Ausfahrt zum und vom Parkplatz eines Supermarktes und zum daneben liegenden Areal mit einem stark frequentierten Wohn- und Geschäfts-Umfeld "entschärfen" könnte.

Der Bereich hat sich zu einer Gefahrenquelle entwickelt, die auch Fußgänger und Mütter mit Kinderwagen betrifft, wenn sie die kurze Verbindungsspange ins Maintal gefahrlos überqueren wollen. Baulastträger und Eigentümer dieser Straße ist der Landkreis Main-Spessart. Auch bei einem Ortstermin mit den zuständigen Behörden und Ämter ist bislang keine Möglichkeit gefunden worden, die zu einer Entschärfung der problematischen Verkehrsführung geführt hätte.

Auf dem Abzweig ist zu einer normalen Geschäfts- und Arbeitszeit mitunter so viel Verkehr unterwegs, dass Fußgänger ziemlich lange warten müssen, bis sie die Kreisstraße ohne Gefährdung überqueren können. Bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates war es Siegfried Geier von den "Freien Bürgern", der erneut das ungeliebte Straßenstück zur Sprache brachte und sogar von einer "Katastrophe" sprach. Auch Geiers Fraktionskollege Bernd Wiedemann konnte nicht verstehen, warum im Gemeinderat "in vielen Sitzungen" nichts passiert sei und man der Bevölkerung bislang "keine Erklärung" zur Entschärfung des Gefahrenpunktes anbieten konnte.

"Unbedingt rasch angehen"

CSU-Gemeinderat Michael Riedmann stufte die Situation ebenfalls als sehr problematisch ein und möchte das ungelöste Problem "unbedingt rasch angehen". Karin Öhm (Freie Bürger) erkannte vor allem für die Fußgänger eine "extrem schlimme" Situation. Zweiter Bürgermeister Werner Thamm regte schließlich einen runden Tisch "mit allen Betroffenen" und der Hoffnung auf einen "Konsens" an.

Es ist nicht auszuschließen, dass man sich über die "politische Schiene" eine Lösung erhofft. In der Sitzung waren zumindest Aussagen in diese Richtung zu hören. Stefanie Engelhardt (CSU) brachte Beispiele von Supermärkten in Marktheidenfeld vor, wo über Einbahnstraßen die Zu- und Abfahrten für eine unproblematische Verkehrsregelung sorgen würden. Auch Steffen Schäfer (SPD) plädierte für eine ähnliche Lösung.

Dass sich im Umfeld der Verbindungsspange ein Unfallschwerpunkt entwickelt hatte, sprach Oskar Aschauer (CSU) mit dem Hinweis auf zwei kürzliche Karambolagen an. Dabei seien auch verletzte Personen zu beklagen gewesen. Zweiter Bürgermeister  Werner Thamm erinnerte an acht tödliche Unfälle, die sich in den vergangenen dreißig Jahren auf der Maintalstraße ereignet hätten.

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