OBERSINN

Eisenwahn-Festival: Rund 2000 Besucher und zufriedene Veranstalter

Bühnenzauber: Stimmung in der warmen Sommernacht.
Bühnenzauber: Stimmung in der warmen Sommernacht.

Etwa 2000 Besucher zog das neunte Eisenwahn-Festival an den Löwersberg nach Obersinn. Mehr als zufrieden waren die Veranstalter, denn nicht nur die Fans waren begeistert, sondern auch die Künstler, die durchweg die perfekte Organisation und die angenehme Atmosphäre lobten. Einzig das wechselhafte Wetter stellte den Veranstalter auf die Probe.

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Eisenwahn Freitag

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Eisenwahn Samstag

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Zum ersten Mal auf dem Eisenwahn in Obersinn sind Markus und Mike. Die Saarländer sind der großen Festivals überdrüssig und suchen in Obersinn die Atmosphäre, die große Festivals nicht mehr bieten. „Ich bin seit 2000 auf Waken gewesen“, erzählt der 36-jährige Markus. „Allerdings ist das Festival mittlerweile überlaufen, sodass es keinen Spaß mehr macht.“ Was fehlt, seien Besucher, die Metal-Musik als Lebensgefühl verstehen. Neuerdings würde sogar Hip-Hop und Techno gespielt. „Da fehlt das verbindende Element.“

Wie verbindend das sein kann, bezeugt seine eigene Lebensgeschichte. „Mike und die anderen Jungs habe ich auf Wacken kennengelernt. Nach einigen Jahren habe ich aus einer Laune heraus gesagt, dass ich zu ihnen ins Saarland ziehe, wenn sie mir einen Job besorgen“, erzählt Markus. Dann kam der Anruf aus dem Saarland. „Kurz entschlossen packte ich meine Sachen und will dort auch nicht mehr weg.“ Seit drei Jahren organisieren die Saarländer Metal-Fans ein eigenes kleines Festival „Kick-the-Gig“ in Körprich, welches Ende August stattfindet.

Trotz der brütenden Hitze am Freitag, einer Sturmwarnung in der Nacht und Platzregen am Samstag – das launenhafte Wetter konnte das Eisenwahnherz nicht trüben. Spätestens beim Auftritt der jeweils heiß ersehnten Band, war das nebensächlich. Den Veranstalter und die verantwortlichen Sicherheitskräfte vor Ort hingegen beunruhigte das aufziehende Unwetter sehr. „Die Zusammenarbeit mit allen Einsatzkräften vor Ort funktionierte reibungslos“, berichtet Festivalmanager Karl Dill. Höchst fürsorglich war sogar ein Auffanglager in der örtlichen Mehrzweckhalle für Schutz suchende Fans eingerichtet worden. Glücklicherweise blieben alle von einem größeren Wolkenbruch verschont.

Künstler und Gäste aus aller Herren Länder waren nach zwei Tagen Eisenwahn gleichauf begeistert. Der Manager der Band Tryptikon meinte gar, dass selbst der sonst pingelige Sänger zufrieden gewesen sei. Auch Jani Huttunen von der Formation Inferia war angetan von der Atmosphäre und den netten Jungs. Der Finne hat übrigens dieselbe Schule wie Lordi, der Gewinner des Eurovision-Song-Contests im Jahr 2006, besucht.

Eine weitere Stil-Ikone auf dem Eisenwahn ist Rudolf Dill, der von eingefleischten Fans, in Anlehnung an die Fernsehreihe „Löwenzahn“, den Spitznamen „Peter Lustig“ erhalten hat. Eine Band aus Italien erzählte ihm, sie habe ihn in einem Video im Internet gesehen und sich prompt für einen Gig beworben, um ihn kennenzulernen. Längst ist der fidele 62-Jährige ein Markenzeichen des Festivals.

Ein eher ruhiges Wochenende hatten die Sanitäter von der Bereitschaft des Roten Kreuzes aus Bad Brückenau und dem hessischen Sterbfritz. „Im Vergleich zum letzten Jahr, hatten wir diesmal deutlich weniger zu tun“, meinte Einsatzleiter Alexander Gritsch. „Wir hatten unsere Kapazitäten sogar aufgestockt. Aber wir sind trotzdem froh, dass diese nicht ausgeschöpft werden mussten.“ In diesem Jahr sei die Zahl der Patienten deutlich geringer gewesen; die Zusammenarbeit mit allen Helfern vor Ort nannte er angenehm. Das Resümee der Fans: „Geiles Festival!“ Man hofft auf eine Fortsetzung. Diese wird es letztmalig im kommenden Jahr, also 2013, geben. „Zehn Jahre sind eine lange Zeit“, meint Festivalmanager Karl Dill. „Dann ist endgültig Schluss.“ Danken möchte er vor allem allen Unterstützern, Künstler und Besuchern, die den Eisenwahn an der Eisenbahn überhaupt erst zu dem machen, was er ist.

Ekstase: Eine gute Show auf der Bühne gehört dazu.
Ekstase: Eine gute Show auf der Bühne gehört dazu.
Moschen: Zum Rhythmus der Musik fliegen die Haare der Metal-Fans beim Eisenwahnfestival.
Moschen: Zum Rhythmus der Musik fliegen die Haare der Metal-Fans beim Eisenwahnfestival. Foto: Schaal/Winkler

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