Arnstein

Erhebliche Probleme in der Arnsteiner Marktstraße

Durch den letzten Wasserrohrbruch in der Marktstraße wurden womöglich auch angrenzende Häuser in Mitleidenschaft gezogen. Foto: Günter Roth

Die Marktstraße von Arnstein kommt nicht zur Ruhe. In der Sitzung des Stadtrats gab Bürgermeister Franz-Josef Sauer bekannt, dass der letzte Wasserrohrbruch in der Marktstraße dort zu erheblichem Schaden geführt habe. Die Menge des ausgetretenen Wassers habe sogar Keller und womöglich Fundamente von anliegenden Häusern in Mitleidenschaft gezogen. "Wir müssen klipp und klar sagen, dass die Wasserversorgung in der Marktstraße augenblicklich nicht mehr zuverlässig ist", sagte der Bürgermeister. Um Gewissheit zu erhalten, wurden die geborstenen Rohrteile in ein Fachlabor gegeben, um die Ursache analysieren zu lassen.

Leitung teils aus dem Jahr 1907

Nach Ansicht der Stadträte kristallisierten sich zwei mögliche Gründe heraus. Der Bauunternehmer Martin Fischer verwies darauf, dass die Wasserleitung dort teilweise aus dem Jahr 1907 stamme und jetzt einfach am Ende sei. Er forderte, die gesamte Infrastruktur dort komplett auszutauschen. Bei der Vielzahl der dort angrenzenden Gewölbekeller sei bei weiteren Wasserschäden auch die Sicherheit der Häuser und Fassaden bedroht. Johannes Keidel sprach die neu geschaffene Wasserleitung nach Gänheim und den erweiterten Hochbehälter an. Dadurch musste auch mehr Druck aufgebaut werden, der jetzt zusätzlich die alten Rohre in der Marktstraße belaste. Er schlug eine zusätzliche, separate Zuleitung nach Gänheim vor.

Als Sofortmaßnahme brachte der Bürgermeister den Vorschlag ins Spiel, die Sanierung der gesamten Infrastruktur in der Marktstraße "nach vorne zu bringen", also zeitlich deutlich weiter als geplant nach vorne zu verlegen. Es mache keinen Sinn, hier auf die B26n zu warten, sondern man müsse viel früher anfangen. Der Zweite Bürgermeister Josef Grodel forderte aber, mit dem Effekt der B26n zu planen, um innerstädtische Belange zu berücksichtigen.

Sauer informierte den Stadtrat, dass sich die Schülersprecher der Mittelschule einen Wasserspender für das Schulhaus wünschten. Hier sollen nun der nötige Aufwand und vor allem die hygienischen Vorgaben geprüft werden. Der Dritte Bürgermeister Bernd Röll verlangte aber, keinesfalls Plastikbecher dort zuzulassen.

Sauer erläuterte auch, dass im Zuge der Tiefbauarbeiten in der Grabenstraße der Bettendorfplatz zeitweise als Busbahnhof genutzt werden muss. Nicht geklärt werden konnte eine Klage von Heugrumbacher Senioren über Behinderungen auf dem Fußweg nach Arnstein entlang des neuen Verkehrskreisels. Dazu sagte der Bürgermeister, der Gehsteig zwischen den beiden Wohngebieten sei sehr wohl problemlos zu nutzen. Bei dem alten Stichweg am Wasserhäuschen wird es eine bessere Verbindung geben, sobald der Verbindungsast zum Kreisel fertiggestellt sei.

Schlagworte

  • Arnstein
  • Günter Roth
  • Bauunternehmer
  • Busbahnhöfe
  • Bürgermeister und Oberbürgermeister
  • Gänheim
  • Heugrumbach
  • Häuser
  • Infrastruktur
  • Martin Fischer
  • Schäden und Verluste
  • Wasserleitungen
  • Wirtschaftsbranche Wassergewinnung und Wasserversorgung
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!